Unser langjähriges Vereinsmitglied Siggi ist verstorben!
Unser Sammlerfreund Siegfried „Siggi“ Jenschewski ist
nach langer, schwerer Krankheit am 27. Dezember 2016 verstorben!
Verfasst von Matthias Kästner | 0 Kommentare
Unser Sammlerfreund Siegfried „Siggi“ Jenschewski ist
nach langer, schwerer Krankheit am 27. Dezember 2016 verstorben!

Verfasst von Matthias Kästner | 0 Kommentare
Sonderpostwertzeichen „Schätze aus deutschen Museen“ mit
„Jan Vermeer van Delft – Mädchen mit dem Weinglas“ und
„Jean-Baptiste Oudry – Pfefferfresser, Jungfern- und Haubenkranich“
MICHEL-Nummer: 3274 und 3275

beraus
reiches kulturelles Erbe für alle Freunde der Kunst. Aufgrund der föderalen Struktur unseres Landes ist das Netz der Museen und Galerien weit gespannt. Hier werden herausragende Beispiele der Kunst aller Epochen gezeigt, mit einem Blickwinkel, der weit über die Grenzen unseres Landes hinausreicht. Im Fokus der Serie „Schätze aus deutschen Museen“ stehen dieses Jahr Gemälde des holländischen Meisters Jan Vermeer van Delft (1632–1675) sowie des französischen Hofmalers und Tierporträtisten Jean-Baptiste Oudry (1686–1755).
Frage ist: Was für eine Szene hat einer der Hauptmeister der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts hier auf die Leinwand gebannt? Zeigt „Das Mädchen mit dem Weinglas“ (1659/60) den Versuch einer Verführung oder handelt es sich nur um eine harmlose Weinprobe? Oder ist der Betrachter Zeuge einer Verkuppelungsszene? Die Experten sind sich bis heute uneins. Ein eigenes Urteil kann sich bilden, wer im Braunschweiger Herzog Anton Ulrich-Museum das Meisterwerk aufsucht. Das Herzog Anton Ulrich-Museum wurde nach mehrjähriger Sanierung am 23. Oktober 2016 neu eröffnet. Auf der Leinwand Jean-Baptiste Oudrys wird tüchtig um die Wette gebalzt: In „Pfefferfresser, Jungfern- und Haubenkranich“
(1745) setzte der französische Hofmaler den eitlen Schönheitswettbewerb dreier gefiederter Kontrahenten perfekt in Szene. Der Meister des exotischen Tierporträts versteht sich dabei nicht nur auf das virtuose Spiel mit Farbe und Licht. Experten bescheinigen Oudry auch einen subtilen Umgang mit seinen „Modellen“, der diesen schon fast menschliche Züge angedeihen lässt. Mit 34 Gemälden und etwa 40 Handzeichnungen besitzt Schwerin die weltgrößte Sammlung des Tiermalers. Die Menagerie- Gemälde sind 2016 von Staatlichen Museum Schwerin ins Barockschloss Ludwigslust, 35 Kilometer südlich der Landeshauptstadt, umgezogen.

Sonderpostwertzeichen „Topographie des Terrors“
MICHEL-Nummer: 3276
Am 28. Januar 1992, vor 25 Jahren, wurde die Stiftung „Topographie des Terrors“ gegründet.
Ihre Hauptaufgabe ist die Vermittlung historischer Kenntnisse über den Nationalsozialismus und seine Verbrechen einschließlich der Folgen nach 1945. Aus einer temporären Ausstellung im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins 1987 ist eine Dokumentationsstätte hervorgegangen, die seit ihrer Eröffnung 2010 jährlich hunderttausende Besucher aus aller Welt in die deutsche Hauptstadt lockt. Im Sinne eines „Lernortes“ gilt das Dokumentationszentrum als vorbildliches Beispiel der Erinnerungskultur in Deutschland. Es
präsentiert sich als nüchterner, quaderförmiger Bau, der den Ort und seine Geschichte in den Vordergrund stellt und selbst im Hintergrund bleibt. Auf dem Gelände „Topographie des Terrors“ zwischen Anhalter Bahnhof, Potsdamer Platz und der historischen Stadtmitte Berlins zeigt die Ausstellung die vorbelastete Geschichte des Ortes. Das Areal war Schauplatz der Planung und Lenkung des nationalsozialistischen Terrors. Hier befanden sich zwischen 1933 und 1945 mit dem Geheimen Staatspolizeiamt, der Reichsführung-SS und dem Reichssicherheitshauptamt die wichtigsten Institutionen des nationalsozialistischen Terrorapparates. Von hier aus wurde die Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner
des Nationalsozialismus im In- und Ausland gelenkt und der Völkermord an den europäischen Juden und an den Sinti und Roma organisiert. Die Dauerausstellung „Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße“ dokumentiert die hier tätigen NS-Terrorinstitutionen sowie die von ihnen europaweit verübten Verbrechen. Ergänzt wird sie auf dem Gelände durch 15 Informationsstationen, die mit Fotos, Dokumenten und 3D-Grafiken einen Überblick über die Geschichte des Areals geben. Eine weitere Ausstellung, „Berlin 1933–1945. Zwischen Propaganda und Terror“, ist vom Frühjahr bis Herbst entlang der freigelegten Kellermauerreste an der Niederkirchnerstraße zu sehen.

Sonderpostwertzeichen „Die Bibel in der Übersetzung Martin Luthers“
MICHEL-Nummer: 3277
Achtung: Auch als nassklebende Rollenmarke mit Codierfeld (nach jeder vierten Marke) und mit nur noch geraden rückseitigen Nummern (beginnend mit der Nummer 4)!
„Durch Luthers Bibelübersetzung konnten die Menschen in Deutschland die Bibel als Kraftquelle für ihren Glauben entdecken. Das Reformationsjubiläum ist ein guter Anlass, dass
wir auf diese Kraftquelle neu aufmerksam werden.“ So ordnet der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, die Lutherbibel in ihrer Bedeutung ein. Mit seiner genauso wortmächtigen wie volkstümlichen Übersetzung aus dem Jahr 1522 hat der Reformator Martin Luther die Bibelinhalte nicht nur „demokratisiert“, das heißt dem einfachen Volk zugänglich gemacht, er hat auch die in Regionaldialekte zersplitterte deutsche Sprache vereinheitlicht und auf ein neues Niveau gehoben. Ab Dezember 1521
übersetzte Luther auf der Wartburg bei Eisenach – wo er seit Mai inkognito als „Junker Jörg“ untergetaucht war – in nur elf Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Luther übersetzte nicht etwa in einen der zahlreichen deutschen Dialekte, sondern orientierte sich an der weit verbreiteten sächsischen Kanzleisprache. Die Lutherbibel war deshalb maßgeblich an der Ausbildung einer überregionalen Sprachnorm beteiligt. Die im September 1522 in einer Auflage von 3000 Exemplaren erschienene erste Auflage, das sog. September-
Testament, war in wenigen Wochen vergriffen. Bereits im Sommer hatte Luther mit seinen Wittenberger Kollegen die Übersetzung des Alten Testaments begonnen, die erste gesamte Lutherbibel erschien 1534. Luthers Übersetzung war an der Alltagserfahrung der Menschen ausgerichtet. Er lauschte ihnen auf der Straße ihre Sprache ab. Als genialer Sprachschöpfer hat Luther unzählige Redewendungen geschaffen, die Ausdrucksvarianten bieten und in den allgemeinen Wortschatz eingegangen sind, etwa „im Dunklen tappen“, „etwas ausposaunen“ und „Perlen vor die Säue werfen“ oder Begriffe wie „Gewissensbiss“, „lichterloh“ oder „Lückenbüßer“. Für die deutsche Sprache und für Deutschland als Kulturnation ist dieser Beitrag epochal. Sie steht am Beginn eines Aufschwungs der deutschsprachigen Literatur.

Sonderpostwertzeichen „Eröffnung der Elbphilharmonie“
MICHEL-Nummer: 3278
Der 11. Januar 2017 ist ein bedeutender Tag in der Geschichte Hamburgs. Das neue Wahrzeichen der Hansestadt wird offiziell eröffnet: die Elbphilharmonie. Fast zehn Jahre
haben die Bauarbeiten gedauert und die Kosten betragen mittlerweile mehr als das Zehnfache des ursprünglich auf 77 Millionen Euro angesetzten Betrags. Dennoch ist der spektakuläre Bau des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron der Stolz der Stadt. Die Elbphilharmonie ist Blickfang in der HafenCity, des größten innerstädtischen
Stadtentwicklungsgebiets Europas. Zum Eröffnungskonzert spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Leitung von Thomas Hengelbrock zusammen mit dem NDR Chor, dem Chor des Bayerischen Rundfunks und hochkarätigen Solisten. Herzstück des Baus ist die Plaza – ein frei zugänglicher Bereich in 37 Metern Höhe. Erreichbar ist sie durch eine mehr als 80 Meter lange Rolltreppe, deren Ende aufgrund ihrer konkaven Wölbung nicht sichtbar ist. Der Neubau soll mit seinen gläsernen Fassadenelementen an einen Kristall erinnern, der Wasser, Himmel und Stadt immer wieder anders reflektiert. Viele Glasscheiben sind mit basaltgrauen und
reflektierenden Punkten bedruckt, damit sich das Gebäude durch Sonneneinstrahlung nicht zu sehr aufheizt und Spiegelungseffekte entstehen. Die Anordnung der Punkte wurde für den optimalen Effekt am Computer berechnet. Mit gut 2000 Plätzen bildet der große Konzertsaal den Kern der Elbphilharmonie. Orchester und Dirigent befinden sich mitten im
Raum, die Zuschauerränge sind versetzt übereinander zu einem steilen Kessel angeordnet. Jeder Besucher ist maximal 30 Meter vom Orchester entfernt. Ein zentrales Element ist der Reflektor an der Saaldecke mit dahinter verborgener Licht- und Tontechnik. Für die Akustik entwickelten Herzog & de Meuron eine spezifische Oberfläche der Wände und Decken – in enger Abstimmung mit dem japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota. Die „Weiße Haut“ ist eine der kühnsten Innovationen der Elbphilharmonie. Sie besteht aus rund 10.000 Platten aus Gips und Papier.

Markenset Dampfschiff „Die Weser“ mit 10 selbstklebenden
Sondermarken 200 Jahre Dampfschiff „Die Weser“
MICHEL-Nummer: 3279 im Folienblatt 62

Markenbox Schätze aus deutschen Museen mit 100 selbstklebenden Sonderpostwertzeichen:
Je 50 selbstklebende Sonderpostwertzeichen zu 70 Cent, Motive „Jan Vermeer van Delft – Das Mädchen mit dem Weinglas“ (MICHEL-Nummer: 3280) und „Jean-Baptiste Oudry – Pfefferfresser, Jungfern- und Haubenkranich“ (MICHEL-Nummer: 3281), aus der Serie „Schätze aus deutschen Museen“, auf einem Trägerstreifen (rückseitig in Fünferschritten nummeriert).

Verfasst von Matthias Kästner | 0 Kommentare
Automaten-Postwertzeichen (Vordruckrolle) ab 3.1.2017:
„Briefe schreiben“ und „Briefe empfangen“ –
wieder zwei anspruchsvolle Motive auf einer 2000er-Rolle!
Gut acht Jahre nach ihrer Einführung werden die Motive Brandenburger Tor und Post Tower Bonn am 3. Januar 2017 durch zwei neue Motive abgelöst. Der Termin des Ausgabetages liegt aus betrieblichen Gründen einen Tag später als bei den übrigen Januar-Ausgaben. Die neuen Automatenpostwertzeichen Briefe schreiben und Briefe empfangen liegen ebenfalls in
abwechselnder Reihenfolge auf der Vordruckrolle und werden auch so vom Briefmarkenautomaten ausgegeben. Am Ausgabetag (ab Dienstbeginn) sind bundesweit an 29 Standorten die neuen Automatenmarken bereits verfügbar (siehe beiliegende Aufstellung). Auf diese Automaten wird mit einem Aufkleber hingewiesen. Zug um Zug werden in den kommenden Wochen darauf die
bisherigen Automatenpostwertzeichen in den übrigen Briefmarkenautomaten ausgewechselt. Die beiden neuen Motive Briefe schreiben und Briefe empfangen stehen für die Freude und Sinnlichkeit beim Schreiben und Empfangen von Briefen. Gerade in Zeiten moderner Kommunikationsmittel wie E-Mail, SMS, etc. ist das Briefeschreiben zu etwas Besonderem geworden. Briefe sind sinnlich. Briefe machen Freude. Sie wirken emotional und sind persönlich. Das Schreiben und Senden eines Briefes, handgeschrieben mit feinem Schreibwerkzeug auf edlem Papier, ist Ausdruck der besonderen Wertschätzung des Verfassers für den Adressaten.
Das Versandzentrum Weiden hat für die Sammler je Motiv einen Tastensatz und einen
Ergänzungssatz zusammengestellt. Der Tastensatz besteht aus aktuellen Portostufen, wie sie auch am Automaten verfügbar sind, im Ergänzungssatz sind weitere Portostufen für internationale Sendungen und Ergänzungswerte enthalten. Zu jedem Satz wird eine Automaten-Quittung beigelegt.
Tastensätze:
Briefe schreiben 45, 70, 85, 145, 260, 450 (Summe 10,55)
Briefe empfangen 45, 70, 85, 145, 260, 450 (Summe 10,55)
Ergänzungssätze:
Briefe schreiben 5, 8, 10, 20, 30, 90, 150 (Summe 3,13)
Briefe empfangen 5, 8, 10, 20, 30, 90, 150 (Summe 3,13)

Ein sammelwürdiges Erinnerungsblatt für die neuen beiden Automatenmarken gibt es bei der Deutschen Post AG!
Erstverwendungsstempel:
Hier die Liste mit Standorte n der Briefmarkenautomaten (BMA ), die am 03.01.2017 mit den neuen Automatenmarken ausgestattet sind:
Standort-Übersicht als PDF-Datei
Verfasst von Matthias Kästner | 0 Kommentare
Sonderpostwertzeichen „Design aus Deutschland“ mit den Themen:
„Möbel“ und „Lifestyle“
Design ist ein Teil unseres Alltags – jeder Gebrauchsgegenstand, jede Verpackung, jeder Luxusartikel, aber auch jedes Bauwerk und jedes Transportmittel wurde nach bestimmten
Kriterien entworfen und hergestellt. Design bedeutet, eine ästhetische Symbiose zu finden aus künstlerischem Gestaltungswillen und material- sowie Produktionsbedingten Anforderungen. Die neue Sondermarken-Serie „Design aus Deutschland“ widmet sich wichtigen Vertretern der deutschen
Designgeschichte und ausgewählten Beispielen ihres Schaffens. Zum Auftakt stehen Hans Theo Baumann und Luigi Colani im Blickpunkt. Hans Theo Baumann (1924–2016) war zeitlebens fasziniert vom Werkstoff Glas. Er kam in Basel als Sohn eines Glasmalers zur Welt. International bekannt wurde er 1953 mit der Gestaltung von Fenstern und Glaswänden für die von Egon Eiermann (1904–1970) entworfene Matthäuskirche in Pforzheim. 1955 eröffnete Baumann ein eigenes Studio in seinem Wohnort Schopfheim. Seine große Meisterschaft im Umgang mit Glas bewies Baumann zu Beginn der 1960er-Jahre mit Arbeiten für die Firma Gralglas. Insp
iriert durch moderne Stile aus Skandinavien schuf er Glasgefäße von klarer Funktionalität, dekorloser Sachlichkeit und hoher Qualität. Baumanns Entwürfe gehörten bald zu den Design- der noch jungen Bundesrepublik. Luigi Colani, 1928 in Berlin als Sohn eines Italo-Schweizers und einer polnischen Mutter geboren, wollte mit organischer Formensprache
sämtliche Lebensbereiche „biodynamisch“ umgestalten. 1968 gelang Colani mit dem Schlaufenstuhl für den Hersteller COR ein Aufsehen erregendes und elegantes Beispiel eines Designs, das sich mit geschwungenen Linien an der Natur orientierte und die Grenzen des technisch Machbaren auslotete. Der Stuhl besteht aus fiberglasverstärktem Polyester und wurde aus einem Guss geformt. Mit seinem Ansatz als „Übersetzer der Natur“ gelangen Colani einige Produkterfolge – etwa das Teeservice „Drop“ (1972) für Rosenthal oder die ergonomische Canon-Spiegelreflexkamera T90 (1986).
Sonderpostwertzeichen „200 Jahre Dampfschiff DIE WESER“
Der Flussraddampfer „Die Weser“ wird häufig als das erste deutsche Dampfschiff bezeichnet. Zumindest in Bezug auf die Bauausführung ist das korrekt: Die „Weser“ entstand unter der
Leitung des deutschen Ingenieurs Ludwig Georg Treviranus (1790–1869) auf der Werft des Schiffbaumeisters Johann Lange (1775–1844) in Grohn bei Bremen. Die Maschine für den Antrieb stammte allerdings aus dem Mutterland der Dampfmaschine: England. Der Stapellauf des Schiffes erfolgte vor 200 Jahren – am 30. Dezember
1816. Erste Testfahrten fanden Anfang Februar 1817 statt. In Betrieb genommen wurde „Die Weser“ am 6. Mai 1817. Die Idee zur Dampfschifffahrt auf der Unterweser hatte der Bremer Kaufmann Friedrich Schröder (1775–1835). Waren konnten über die Nordsee damals nur bis bzw. ab Brake (Großherzogtum Oldenburg) direkt verschifft werden, weil die Unterweser stark versandet war. Zwischen Brake und Bremen übernahmen langsame, mit Segeln ausgestattete Flusskähne mit geringem Tiefgang den Transport, der je nach Witterung
bis zu zwei Wochen dauern konnte. Schröder bat den Bremer Senat im März 1816, ihm eine Erlaubnis für den Betrieb eines Dampfschiffs auf der Unterweser zu erteilen, um diese Zeit deutlich zu verkürzen. Das Schiff sollte die Strecke Bremen–Brake an einem Tag hin- und zurückfahren. Schröder gab schließlich den Bau des Flussraddampfers „Die Weser“ in Auftrag.
Das Schiff war 24 Meter lang, 4,2 Meter breit und grün gestrichen. Mast und Schornstein waren umklappbar, um die Weserbrücke in Bremen durchfahren zu können. Als Antrieb diente eine Niederdruck-Dampfmaschine mit 14 PS, mit der die „Weser“ eine Geschwindigkeit von 5,5 Knoten (entspricht ca. 10 km/h) erreichte. Die beiden seitlichen Schaufelräder hatten einen Durchmesser von 2,74 Metern und ließen sich in ihrer Eintauchtiefe verstellen, um sie dem wechselnden Tiefgang des Schiffs anzupassen. Am 14. November 1833 absolvierte die „Weser“ ihre letzte Fahrt von Brake nach Bremen. Danach wurde sie verkauft und abgewrackt.

Die Veröffentlichung des Sonderpostwertzeichens „Weihnachtskugel“ in der Ausgabe Nummer 21-2016 der „Stempel & Informationen“ wird hiermit zurückgezogen und durch nachstehende neue Veröffentlichung ersetzt. – Grund: Änderung der Abbildung des Postwertzeichens und neuer Ausgabetag: statt 2. November nun der 30. November 2016! Es wurde ein Rechtschreibfehler noch vor Auslieferung erkannt, korrigiert und nun soll am 30. November 2016 beim Schalterkunden und beim Sammler alles stimmen:
MICHEL-Nummer: 3269 (nassklebend) und 3270 (selbstklebend)
MICHEL-Nummer: Folienblatt 61 (mit 10x 3270)
Geschmückte Weihnachtsbäume gehören zum Weihnachtsfest wie gefärbte Eier zu Ostern oder das Feuerwerk zu Silvester. Das Schmücken des Baums ist ein fast schon heiliges Ritual, insbesondere für Kinder. Es steht nicht nur fest, wer den Baum schmückt, sondern in der Regel auch, womit der Baum behängt wird. Nicht selten handelt es sich um kostbare Erbstücke, die von Generation zu Generation weitergereicht werden. Weihnachtskugeln aus Glas zählen zum traditionellen Christbaumschmuck. Mit ihren weihnachtlichen oder winterlichen Motiven verschönern sie jeden Nadelbaum. Sie stammen dann vielleicht sogar aus Thüringen, der Region, die als Geburtsort der Weihnachtskugel gilt. Gläserner Christbaumschmuck entstand erst Mitte des 19. Jahrhunderts in der Region um den thüringischen Ort Lauscha, dessen Gründung auf eine Glashütte zurückgeht. Eine Legende besagt, dass sich einer der Glasbläser keine teuren Früchte und Nüsse leisten konnte und diese aus Glas herstellte, um sie an den Baum zu hängen. Inwieweit dies der Realität entspricht, ist unklar. Belegt ist der Auftrag an einen Glasbläser aus dem Jahr 1848, mehrere Weihnachtskugeln in unterschiedlicher Größe herzustellen. Findige Glasbläser produzierten schon bald Christbaumschmuck in Form von Früchten, Sternen, Herzen und Figuren. Einige der Formen sind bis heute erhalten und werden in den Museen der Region präsentiert. Wer beim Weihnachtsschmuck weniger Wert auf Tradition und Handwerkskunst legt, kann seine Weihnachtskugeln heutzutage sogar selbst anfertigen. In Bastelanleitungen finden sich Tipps, wie teilbare Kunststoffkugeln durch individuell gestaltete Einlegescheiben oder durch von innen aufgebrachte Motive weihnachtliches Dekor erhalten. Auch die guten alten Weihnachtskugeln aus Glas lassen sich modern „aufhübschen“ – mithilfe von Farben, Strass, Glitter, Draht, Wachsperlen, Folie, Filz und anderen Materialien. Wem das alles zu zeitaufwendig ist, der kann seine Weihnachtskugeln auch nach individuellen Wünschen bedrucken lassen.
Es werden zwar zum Einscannen der Strichcode bei der Post genutzt, aber es kann trotzden passieren, dass die „verkehrte Poduktnummer 1839 11935“ an die Poststellen, Postpoints, Postfilialien, Verkaufseinrichtungen, … kommen! Wurde die Korrektur auch auf die Einzelmarken der Versandstelle mit neutraler Folie berücksichtigt? … Also aufgepasst beim Erwerb dieser Folienblätter und Einzelmarken!
Verfasst von Matthias Kästner | 0 KommentareAus dem Protokoll der Vorstandssitzung vom 12. Februar 2016:
Der Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) beschloss in der Hauptversammlung in Gotha 2015 die bereits angekündigte Erhöhung des jährlichen BDPh-Beitrages um 3 Euro, auf 15 Euro pro Mitglied ab 2017. Der Beitrag an den Verband der Philatelisten in Nordrhein-Westfalen (VdPh) wird nicht erhöht. Hier bleibt es bei 4,50 Euro pro Vereinsmitglied jährlich. Damit sind ab 2017 pro Mitglied 19,50 Euro an den
VdPh abzuführen, der davon 15 Euro an den BDPh weiterleitet. Im Tagesordnungspunkt 2.2. wurde einstimmig beschlossen, keine Beitragserhöhung in unseren Verein durchzuführen: Der Mitgliedsbeitrag beträgt auch ab 2017 weiterhin 25 Euro. Die Erhöhungen durch den BDPh werden aus der Vereinskasse abgedeckt.
Für unsere 7 Auslandsmitglieder, alle aus den Niederlanden, berechnet der BDPh bereits ab 2016 einen höheren Portoanteil. Herr Dieter Kleiber, Schatzmeister vom Landesverband Nordrhein-Westfalen, informierte alle Schatzmeister und Kassierer in den Vereinen: Der erhöhte Portoanteil beträgt durch den BDPh 18 Euro je Auslandsmitglied. Die Mitglieder, die
diesen erhöhten Portoanteil nicht zahlen mögen, können die „philatelie“ online bestellen. Nur für den Versand der „philatelie“ als „Print“-Medium werden 18 Euro erhoben. Im Tagesordnungspunkt 2.3. wurde beschlossen, das die Kassierer und der Pressewart mit unseren ausländischen Mitgliedern Kontakt aufnehmen. Bisher haben sich 3 Mitglieder gemeldet: zwei wollen eine Online-Ausgabe und ein Mitglied hat eine Adresse in Deutschland mitgeteilt.
Auch alle anderen Mitglieder können sich für eine Online-Ausgabe entscheiden: Teilen Sie uns Ihre Entscheidung mit und wir leiden diese entsprechend weiter.
Verfasst von Matthias Kästner | 0 Kommentare
Wir, die Mitglieder vom „Verein der Briefmarkenfreunde Nettetal e.V.“, laden auch in diesem Herbst Sammler und Interessierte zu unserem „66. Niederrhein-Großtauschtag“ in die Städtische Gesamtschule Nettetal-Breyell, 41334 Nettetal-Breyell, Von-Waldois-Straße 6, ein.
Von 9.00 bis 16.00 Uhr werden am 13. November 2016 auf zwei Etagen (Unter– und Erdgeschoss) Briefmarken, Münzen, Ansichtskarten etc. zum Tausch angeboten. Am Infostand des Vereins gleich am Eingang haben Sie die Möglichkeit, sich über die Mitgliedschaft im Bund deutscher Philatelisten zu informieren. Außerdem können Sie hier Ihre Schätze kostenlos zur Begutachtung und Schätzung vorlegen. Fragen rund um die beliebten Sammelgebiete werden hier freundlich und kompetent beantwortet.
Im Mittelpunkt unseres Salons steht diesmal ein Motiv: „Pferde in der Philatelie“. Herr Bernhard Kater aus Viersen zeigt in einem Klassenzimmer zwei Teile seiner Sammlung: „Das Pferd in seiner Vielfältigkeit“ und „Das Pferd im Postdienst“.
In einem weiterem Klassenzimmer werden wieder Ausschnitte verschiedener Motiv-, Spezial- und Ländersammlungen unserer Vereinsmitglieder gezeigt (eine Auswahl):
1.) Motivsammlung „Schmetterlinge – Falter unserer Erde“ von Pia Holtzportz (Schülerin)
2.) Heimatsammlung „Reydt – Darstellung auf alten Ansichtskarten“ von Karl-Heinz Mühlen
3.) Ungarn „Vorphilatelie BUDA, PESTH (PEST) OFEN“ von Hans Holtzportz
4.) Motivsammlung „Meine Eisenbahn“ von Florian Bolten (Schüler)
5.) Motivsammlung „Prinzessin Diana“ von Rosalie Cacha
6.) Ländersammlung „USA bis 1975“ von Rolf Bolten
7.) Spezialsammlung „Bayern – Firmenlochungen“ von Volker Reuschenbach
8.) Ansichtskartensammlung „Reinecke Fuchs“ von Petra van Loyen
9.) Ansichtskartensammlung „Katzen – Jäger auf Samtpfoten“ von Petra van Loyen
Tischreservierungen und Informationen möglichst per E-Mail erbeten:
info@nettephila.de
1. Vorsitzender Stephan Heidenfels: 02157/90220 telefonisch ab 18.00 Uhr
2. Vorsitzender Bodo Weber: 02163/929213 telefonisch 9.00 bis 18.00 Uhr
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag Weihnachten zur Unterstützung
der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.
Thema: Die Hirten auf dem Feld
MICHEL-Nummer: 3266 (Ausgabe: 2. November 2016)
Das Vorlesen von Weihnachtsgeschichten gehört zu den beliebtesten Bräuchen an Weihnachten. Insbesondere die Weihnachtsgeschichte aus dem Neuen Testament darf dabei
nicht fehlen. Sie wird traditionell im Weihnachtsgottesdienst verlesen und in Krippenspielen aufgeführt. Eine der bekanntesten Passagen ist die Verkündigung an die Hirten. Die Szene ist bereits seit dem Mittelalter ein beliebtes Motiv in der christlichen Kunst. Eine berühmte Darstellung – Motiv der diesjährigen Wohlfahrtsmarke aus der Serie „Weihnachten“ – stammt aus dem
„Hortus Deliciarum“ („Garten der Köstlichkeiten“, um 1180). Das mit über 300 Miniaturen illustrierte Werk der Herrad von Landsberg, Äbtissin des Klosters Hohenburg auf dem Odilienberg im Elsass, fasst das Wissen der damaligen Zeit in lateinischer Sprache zusammen. Es handelt sich um die erste nachweislich von einer Frau verfasste Enzyklopädie. Die Abbildung „Die Verkündigung an die Hirten“ zeigt den Erzengel Gabriel und sein Gefolge, wie er drei Hirten die frohe Kunde von der Geburt Christi übermittelt. Überschrieben ist das Motiv mit „Siehe ich verkünde Euch große Freude!“. Das Zitat stammt aus dem Lukasevangelium. Mit den Hirten bezieht Lukas Menschen aus dem einfachen Volk in seine Geschichte ein. Dahinter steckt die Botschaft: Das Jesuskind ist für alle Menschen da.
Die neue 70 Cent-Marke erscheint als Wohlfahrtsmarke, also zur Unterstützung der
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.: Die zusätzlichen 30 Cent pro Marke fließen an die soziale Arbeit von AWO, Caritas, Paritätischem Wohlfahrtsverband, DRK, Diakonie und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden. „Die Hirten auf dem Feld“ steht an der Spitze einer langen Reihe von Wohlfahrtsmarken. 67 Jahre ist es her, dass der erste Satz der Zuschlagmarken erschien. Unter dem Aufruf „Helft und schenkt Freude, kauft Wohlfahrtsbriefmarken“ erschienen am 14. Dezember 1949 die ersten Sondermarken der Deutschen Post. 1969 führte man auch jährliche Wohlfahrts-Weihnachtsmarken ein.
Sonderpostwertzeichen 125. Geburtstag Otto Dix
MICHEL-Nummer: 3267 (Ausgabe: 2. Novevembr 2016)
Otto Dix (1891–1969) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. In seinem stilistisch vielfältigen Werk verarbeitete er die persönlichen Erfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg und machte mit schonungslos realistischem Blick auf die dunklen und morbiden Seiten der Gesellschaft aufmerksam. Dix setzte sich dabei über alle ästhetischen Regeln hinweg. „Der Maler ist das Auge der Welt“, sagte er einmal. 2016
feiert die Kunstwelt einen der berühmtesten Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, meldete Dix sich wie viele Altersgenossen als Freiwilliger. Dabei erlebte er hautnah das Grauen des Krieges. Diese Erfahrung sein eindringliches Werk. Nach Kriegsende entstanden Hauptwerke wie „Kriegskrüppel“, „Streichholzhändler “, „Prager Straße“ oder „Skatspieler“ (alle 1920) sowie „Schützengraben“ (1923), in denen der Künstler den Krieg durch grotesk-verzerrende Darstellungen in Szene setzte. Von der dadaistischen Heftigkeit wandte Dix sich ab 1925 neuen realistischen Tendenzen in der
Malerei zu. „Neue Sachlichkeit“ nannte sich die Bewegung, die zur führenden Kunstrichtung der Weimarer Republik werden sollte. Dix malte drastisch und entlarvend, manchmal auch boshaft. Zu den Werken jener Phase zählen das „Bildnis der Tänzerin Anita Berber“ (1925) oder „Liegende auf Leopardenfell“ (1927). Von 1927 bis 1933 lehrte Dix an der Kunstakademie in Dresden, 1930 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Es entstanden mehrere Triptychen, darunter „Großstadt“ (1927/28) – ein schillerndes
Sittengemälde der Zwanziger Jahre – und „Der Krieg“ (1929–1932). Die Nationalsozialisten enthoben Dix 1933 seiner Professur. Sein Werk wurde als „entartete Kunst“ diffamiert. In der Folge zog er sich an den Bodensee zurück. Bis zu seinem Tod wohnte und arbeitete er in seinem Haus in Hemmenhofen, das seit 2013 als „Museum Haus Dix“ unter der musealen Leitung des Kunstmuseums Stuttgart einen Einblick in das Leben des großen Künstlers gewährt.
Sonderpostwertzeichen Weihnachtskugel
MICHEL-Nummer: 3269 (Ausgabe: 30. November 2016)
Geschmückte Weihnachtsbäume gehören zum Weihnachtsfest wie gefärbte Eier zu Ostern oder das Feuerwerk zu Silvester. Das Schmücken des Baums ist ein fast schon heiliges Ritual, insbesondere für Kinder. Es steht nicht nur fest, wer den Baum schmückt, sondern in der Regel auch, womit der Baum behängt wird. Nicht selten handelt es sich um kostbare Erbstücke, die von Generation zu Generation weitergereicht werden. Weihnachtskugeln aus Glas zählen zum traditionellen
Christbaumschmuck. Mit ihren weihnachtlichen oder winterlichen Motiven verschönern sie jeden Nadelbaum. Sie stammen dann vielleicht aus Thüringen, der Region, die als Geburtsort der Weihnachtskugel gilt. Gläserner Christbaumschmuck entstand erst Mitte des 19. Jahrhunderts in der Region um den thüringischen Ort Lauscha, dessen Gründung auf eine Glashütte zurückgeht. Eine Legende besagt, dass sich einer der Glasbläser keine teuren Früchte und Nüsse leisten konnte und diese aus Glas herstellte, um sie an den Baum zu hängen. dies der Realität entspricht, ist unklar.
Belegt ist der Auftrag an einen Glasbläser aus dem Jahr 1848, mehrere Weihnachtskugeln in unterschiedlicher Größe herzustellen. Findige Glasbläser produzierten schon bald Christbaumschmuck in Form von Früchten, Sternen, Herzen und Figuren. Einige der Formen sind bis heute erhalten und werden in den Museen der Region präsentiert. Wer beim Weihnachtsschmuck weniger Wert auf Tradition und Handwerkskunst legt, kann seine Weihnachtskugeln heutzutage sogar selbst anfertigen. In
Bastelanleitungen finden sich Tipps, wie teilbare Kunststoffkugeln durch individuell gestaltete Einlegescheiben oder durch von innen aufgebrachte Motive weihnachtliches Dekor erhalten. Auch die guten alten Weihnachtskugeln aus Glas lassen sich modern „aufhübschen“ – mithilfe von Farben, Strass, Glitter, Draht, Wachsperlen, Folie, Filz und anderen Materialien. Wem das alles zu zeitaufwendig ist, der kann seine Weihnachtskugeln auch nach individuellen Wünschen bedrucken lassen.
Markenset Weihnachtskugel
mit 10 selbstklebenden Sondermarken Weihnachtskugel
MICHEL-Nummer: 3270 (Ausgabe: 30. November 2016)
im Filienblatt 61
Zur Freimachung von Standardbriefen deutschlandweit gibt die Deutsche Post AG im Rahmen einer Promotion-Aktion zum 02.11.2016 das neue selbstklebende Markenset
„Weihnachtskugel“ heraus. Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig, auf selbstklebendem Verbundmaterial mit DP2-Papier. Die selbstklebenden SPWz sind mit dem am 02.11.2016 erscheinenden nassklebenden SPWz motividentisch. Sie sind gegenüber den nassklebenden Ausgaben verkleinert. Aufgrund dieser Formatänderung können diese Sonderpostwertzeichen nicht mehr als druckidentische Ausgaben der nassklebenden Ursprungsmarken gelten. Sie müssen als eigene gewertet werden. Bezüglich der Darstellung im MICHEL-Katalog entsteht damit allerdings keine neue Qualität, denn bereits bisher wurden dort die selbstklebenden Parallelausgaben mit einer eigenen Hauptnummer aufgeführt.
Markenset MIT ZUSCHLAG Die Hirten auf dem Feld
mit 10 selbstklebenden Sonderpostwertzeichen aus der Serie
Weihnachten 2016 zum Thema: Die Hirten auf dem Feld
MICHEL-Nummer: 3268 (Ausgabe: 2. November 2016)
im Folienblatt 60
Parallel zu dem nassklebenden SPWz aus der Serie „Weihnachten“ 2016 erscheint ein Markenset mit 10 selbstklebenden Sonderpostwertzeichen à 0,70 € + 0,30 € Zuschlag zugunsten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. Briefmarken, die helfen: Aus dem Verkaufser
lös dieses Markensets fließen 3,00 € in soziale Projekte der Wohlfahrtsverbände: Vom Kindergarten und Jugendclub über die Betreuung alter, kranker und behinderter Menschen bis hin zu Hilfen für Opfer von Krieg und Naturkatastrophen. Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin, auf selbstklebendem Verbundmaterial mit DP2-Papier. Die selbstklebenden SPWz sind mit dem am 02.11.2016 erscheinenden nassklebenden SPWz motividentisch. Sie sind gegenüber den nassklebenden Ausgaben verkleinert. Aufgrund dieser Formatänderung können diese Sonderpostwertzeichen nicht mehr als druckidentische Ausgaben der nassklebenden Ursprungsmarken gelten. Sie müssen als eigene Ausgabe gewertet werden. Bezüglich der Darstellung im MICHEL-Katalog entsteht damit allerdings keine neue Qualität, denn bereits bisher wurden dort die selbstklebenden Parallelausgaben mit einer eigenen Hauptnummer aufgeführt.
Verfasst von Matthias Kästner | 0 Kommentare
Am 6. Oktober 2016 kommen 3 neue Sonderpostwertzeichen unf 3 Ganzsachen an die Postschalter bzw. können über die Versandstelle in Weiden bestellt werden!
Sonderpostwertzeichen 175 Jahre Deutschlandlied
MICHEL-Nummer: 3263
Es wurde gefeiert und idealisiert: das „Deutschlandlied“ von Hoffmann von Fallersleben. Den
Anstoß für seine Dichtung gab 1841 eine Dampferfahrt von Hamburg nach Helgoland. Zur Begrüßung spielte die Schiffskapelle für die französischen Passagiere die „Marseillaise“, für die Engländer die Hymne „God Save the King“, nur für die deutschen Fahrgäste blieben die Bläser stumm. Der Dichter August Heinrich Hoffmann (1798–1874), bekannt als Hoffmann
von Fallersleben, empfand dies als Makel. Auf Helgoland angekommen, wollte er die Schmach nicht auf sich beruhen lassen und griff zur Feder. So entstand am 26. August 1841 das dreistrophige „Lied der Deutschen“. Die Sehnsucht nach Rechtsstaatlichkeit und nationaler Einheit, die sich darin spiegelte, war aus damaliger Sicht eine Utopie – Deutschland glich einem Flickenteppich aus 39 Einzelstaaten. Hoffmann unterlegte seinen Text mit einer bekannten Melodie: der ursprüng
lich für den österreichischen Kaiser Franz II. komponierten „Kaiserhymne“ (1797) von Joseph Haydn. Erst zum Weimarer Verfassungstag am 11. August 1922 erhob Reichspräsident Friedrich Ebert das komplette „Lied der Deutschen“ zur deutschen Nationalhymne. Während der NS-Zeit wurde ab 1933 lediglich die erste Strophe genutzt. Mit dem Untergang des „Dritten Reiches“ kam deswegen das Deutschlandlied auf den 1949 wieder aufgehobenen Index der amerikanischen Zone. So ging Deutschland ohne Hymne aus dem Zweiten Weltkrieg hervor. Bundeskanzler Konrad Adenauer forderte 1950 bei einem offiziellen Anlass, die dritte Strophe des Deutschlandliedes als Nationalhymne zu singen.
Im Mai 1952 setzte sich Adenauer gegen Bedenken von Bundespräsident Theodor Heuss durch. Auch nach der Wiedervereinigung 1991 blieb die dritte Strophe des Deutschlandliedes („Einigkeit und Recht und Freiheit“) als Nationalhymne der vereinigten Republik bestehen. 2016 feiert das Lied, das so tief mit der deutschen Geschichte verwoben ist, sein 175-jähriges Jubiläum.

Sonderpostwertzeichen Dom zu Naumburg
MICHEL-Nummer: 3264
Markant erheben sich seine vier Türme über den Dächern der Naumburger Altstadt: Der Dom St. Peter und Paul zählt zu den bedeutendsten Kathedralbauten des Hochmittelalters und ist
Besuchermagnet an der „Straße der Romanik“ in Sachsen-Anhalt. Berühmt ist das Bauwerk vor allem wegen der Arbeiten des „Naumburger Meisters“ – eines namentlich unbekannten Architekten und Bildhauers, dessen Spur von Frankreich über Mainz bis nach Naumburg führt. Mit der Planung, Ausstattung und Ausführung des Dom-Westchores schuf er in Naumburg eine
einzigartige Verbindung von Architektur, Plastik und Glasmalerei. Besonders die zwölf lebensgroßen Stifterfiguren sowie der Westlettner – die plastisch ausgestaltete Trennschranke zwischen Chor und Langhaus – machten den Künstler berühmt. Als der „Naumburger Meister“ Mitte des 13. Jahrhunderts am Bischofssitz an der Saale eintraf, war der um 1210 begonnene Domneubau nahezu fertig. Der Künstler wurde mit der Ausführung des Westchors betraut, der noch
fehlte. Mit ihm beginnt in Mitteldeutschland die Frühgotik. Dafür verantwortlich ist insbesondere der aufwendig gestaltete, hohe Westlettner. Er trennt Westchor und Langhaus so voneinander ab, dass der Chor nahezu als selbstständige Kirche oder Kapelle erscheint. Ob tatsächlich alle Reliefs, Figuren und Dekorationen des Lettners vom „Naumburger Meister“ stammen, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Sicher ist, dass die einzigartige Szenenfolge der Passion Christi von ihm gefertigt wurde. Im Westchor erwartet den Besucher der ebenfalls vom „Naumburger Meister“ geschaffene Stifterzyklus. Das Sandstein-Ensemble, darunter die Figur der Uta von Ballenstedt (um 1000–1046), zählt zu den berühmtesten Monumental-Skulpturen des Mittelalters. Dargestellt sind vier Frauen und acht Männer des Hochadels, jeweils individuell gestaltet. Die ausdrucksstarke Mimik der Figuren ist verblüffend. Weitere kunsthistorische Kostbarkeiten beherbergt der Naumburger Domschatz, der die Geschichte des Doms in breiter Vielfalt dokumentiert.


Sonderpostwertzeichen Klimaschutz durch Elektromobilität
MICHEL-Nummer: 3265
Bis 2050 sollen in Deutschland nur noch emissionsfreie Fahrzeuge – also Elektroautos – neu zugelassen werden. Elektromobilität ist das Zauberwort, mit dem Deutschland einen
erheblichen Beitrag zur Erreichung der UN-Klimaschutzziele leisten möchte. Derzeit führt die Elektromobilität noch ein Schattendasein. Das Bundeswirtschaftsministerium sprach im Juni 2016 von ca. 55.000 zugelassenen Elektrofahrzeugen in Deutschland. Bei rund 55 Millionen amtlich zugelassenen Kfz entspricht das einem Marktanteil von gerade
einmal 0,1 Prozent. Die Gründe gegen die Anschaffung eines Elektroautos sind vielfältig: hohe Kaufpreise, begrenzte Reichweite, lange Ladezeiten. Hinzu kommen Unsicherheiten bzgl. der Ladeinfrastruktur und des Wiederverkaufswertes eines Elektrofahrzeugs. Mit einem am 18. Mai 2016 beschlossenen Maßnahmenpaket möchte die Bundesregierung nun den Umstieg auf Elektrofahrzeuge beschleunigen. Kaufprämien, Steuererleichterungen und der Ausbau der Ladeinfrastruktur sollen Anreize schaffen. Das ehrgeizige Ziel lautet: Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge in
Deutschland unterwegs sein – das 18-fache des heutigen Bestands. Einzelmaßnahmen ersetzen aber aus Sicht des Öko-Instituts kein dringend notwendiges Gesamtkonzept im Bereich Elektromobilität. Das Institut spricht von einer notwendigen „Verkehrswende“ – analog zur beschlossenen Energiewende. Vielversprechende Pilotprojekte gibt es. E-Busse, deren Batterien durch Induktion berührungslos geladen werden, sind in Berlin, Braunschweig und Mannheim auf Teststrecken im Einsatz. Die Ladestationen befinden sich an Haltepunkten unter der Fahrbahn. Zu den Innovationen gehört auch die Zustellung durch die Deutsche Post mit Elektrofahrzeugen, die von einer Tochterfirma speziell für den Kurzstreckenverkehr hergestellt wurden. Der dafür notwendige Strom wird klimaschonend aus erneuerbaren Energien gewonnen. Diese CO2-freie Zustellung erprobt das Unternehmen derzeit im Testbetrieb. Die Zukunft der Elektromobilität – hier hat sie begonnen.

Messeumschlag 34. Internationale Briefmarken-Börse Sindelfingen 2016:
Messeumschlag Internationale Briefmarkenmesse Berlin 2016:

Gedenkumschlag 60. Jahrestag der Unterzeichnung des Saar-Abkommens zwischen Deutschland und Frankreich:

Im Zentrum der Grafik steht die Fläche mit den Grenzen des heutigen Saarlandes und dem
geviertelten Wappen, welches die vier größten damaligen Landesherren von Saarbrücken (links oben), von Kurtrier (oben rechts), von Lothringen (unten links) und der Pfalz-Zweibrücken (unten rechts) darstellt und heute noch Gültigkeit hat. Flankiert wird die Grafik von den beiden Flaggen Deutschlands und Frankreichs.
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