{"id":6680,"date":"2014-09-27T07:00:50","date_gmt":"2014-09-27T05:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nettephila.de\/?p=6680"},"modified":"2014-09-10T15:42:52","modified_gmt":"2014-09-10T13:42:52","slug":"am-2-oktober-2014-neue-postwertzeichen-in-deutschland-und-ein-markenheftchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nettephila.de\/?p=6680","title":{"rendered":"Neue Postwertzeichen am 2. Oktober 2014 in Deutschland"},"content":{"rendered":"<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"100.12663123073578\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>\u201eWeltkulturerbe der UNESCO\u201d: Fagus-Werk<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\" alt=\"\" src=\"https:\/\/philatelie.deutschepost.de\/out\/pictures\/wysiwigpro\/philatelie\/004659_Shop_Fagus_Werk.png\" width=\"152\" height=\"108\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #008000;\"><strong>MICHEL-Nummer:\u00a0 3105<\/strong><\/span><br \/>\n<\/strong><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"100.12663123073578\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Ein Klassiker der modernen Architekturgeschichte ist es, manche Fachleute meinen sogar, das Fagus-Werk im nieders\u00e4chsischen Alfeld markiere deren Beginn. Klare kubische Formen, Glas und Stahl als pr\u00e4gender Baustoff, gro\u00dfz\u00fcgige Fensterfl\u00e4chen: Ein Eindruck von maximaler, lichtdurchfluteter Transparenz. So einen schwerelos anmutenden Industriebau, wie ihn der Architekt Walter Gropius (1883\u20131969) und sein Mitarbeiter Adolf Meyer zwischen 1911 und 1914 gestaltete, hatte die Welt bis dato noch nicht gesehen. Seit 1946 ist die Schuhleistenfabrik als Baudenkmal eingestuft, seit 2011 z\u00e4hlt das Fagus-Werk zum UNESCO-Weltkulturerbe.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"734.5289147260665\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Zwei M\u00e4nner standen Pate beim Fr\u00fchstart der modernen Industriearchitektur: der junge Gropius, sp\u00e4terer Stararchitekt des Bauhaus, und der innovative Schuhleisten-Fabrikant Carl Benscheidt. Der Newcomer wollte ein \u201ehumanes\u201c Geb\u00e4ude schaffen und den dunklen Industriehallen seiner Zeit etwas entgegensetzen. Benscheidt lie\u00df sich vom Gestaltungsentwurf des 28-j\u00e4hrigen Gropius begeistern: Das dreist\u00f6ckige Hauptgeb\u00e4ude ist bis auf Sockel und Deckel fast voll verglast, wobei die mit Metall verschalten Fensterfl\u00e4chen st\u00fctzenfrei um die Ecken reichen. Das markiert den Beginn der modernen Skelettbauweise.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"785.0218991111758\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Im ehemaligen Lagerhaus des zehn Komponenten umfassenden Komplexes ist seit 2006 ein Museum untergebracht. Auf 3.000 Quadratmetern thematisiert die Fagus-Gropius-Ausstellung die Firmengeschichte, den Aspekt des Welterbes, die Bauhaus-Geschichte, Schuhmode und Holzwerkstoffe. Innerhalb der letzten 100 Jahre fanden im Fagus-Werk verschiedene Umnutzungen und Renovierungen statt. Heute werden hier u.a. moderne Messtechnik-Systeme f\u00fcr die Holzindustrie produziert, aber auch immer noch Schuhleisten. Damit ist die Fabrik heute die einzige UNESCO-Welterbest\u00e4tte, die noch in vollem gewerblichen Betrieb ist.<\/p>\n<p><\/strong><\/span><\/span><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>300 Jahre externe Finanzkontrolle<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\" alt=\"\" src=\"https:\/\/philatelie.deutschepost.de\/out\/pictures\/wysiwigpro\/philatelie\/004660_Shop_externe_Finanzkontrolle.png\" width=\"152\" height=\"108\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #008000;\"><strong>MICHEL-Nummer: 3106<\/strong><\/span><br \/>\n<\/strong><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" style=\"text-align: justify;\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"785.0218991111758\">\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"284.5170750286102\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Was sich hinter dem etwas sperrigen Begriff \u201eexterne Finanzkontrolle\u201c verbirgt, beschreibt ganz einfach die T\u00e4tigkeit des Bundesrechnungshofes. Die Bonner Beh\u00f6rde besch\u00e4ftigt sich mit Fehlentwicklungen und unwirtschaftlichem Verhalten in der Bundesverwaltung. Sie pr\u00fcft die Haushalts- und Wirtschaftsf\u00fchrung mit der Ma\u00dfgabe, dass mit \u00f6ffentlichen Finanzmitteln sparsam umgegangen werden soll. Als \u201eunverzichtbare Institution in der parlamentarischen Demokratie\u201c bezeichnet der Verwaltungsexperte Dieter Engels die Beh\u00f6rde, deren Pr\u00e4sident er von 2002 bis April 2014 war. Zur Zeit ihrer Gr\u00fcndung vor 300 Jahren sei die damalige Preu\u00dfische General-Rechen-Kammer hingegen ein \u201eInstrument des absolutistischen Herrschers zur Kontrolle der Territorialverwaltung\u201c gewesen.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"705.6818144876479\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Der preu\u00dfische K\u00f6nig Friedrich Wilhelm I. hatte die Preu\u00dfische General-Rechen-Kammer, den ersten Rechnungshof, 1714 in Berlin einrichten lassen. Im 19. Jahrhundert wechselte der Sitz der Preu\u00dfischen Oberrechnungskammer, wie die Beh\u00f6rde nun hie\u00df, nach Potsdam. Bis 1945 blieb die preu\u00dfische Kontrolleinrichtung bestehen, auch unter den Nationalsozialisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Beh\u00f6rde zun\u00e4chst in Hamburg und dann in Frankfurt am Main angesiedelt. Dort wurde 1950 der Bundesrechnungshof gegr\u00fcndet, der seit dem Jahr 2000 seinen Sitz in Bonn hat. Dort und in den angeschlossenen \u00c4mtern arbeiten heute rund 1.300 Besch\u00e4ftigte. Neuer Pr\u00e4sident des Bundesrechnungshofes ist seit Juli 2014 Kay Scheller.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"621.4472421392442\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>T\u00e4tig werden die Pr\u00fcfer des Bundesrechnungshofes immer dann, wenn sie auf Missst\u00e4nde aufmerksam werden. Das kann durch eigene Recherchen angesto\u00dfen werden, durch Pressepublikationen oder durch Hinweise von Privatpersonen. Laut eigener Aussage erh\u00e4lt der Bundesrechnungshof pro Tag vier bis f\u00fcnf Anrufe oder Mails mit Meldungen von B\u00fcrgern.<\/strong><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"621.4472421392442\"><span style=\"color: #008000;\"><strong><br \/>\n<\/strong> <\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"621.4472421392442\"><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"621.4472421392442\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>100 Jahre Schachtschleuse Minden<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\" alt=\"\" src=\"https:\/\/philatelie.deutschepost.de\/out\/pictures\/wysiwigpro\/philatelie\/004661_Shop_Schachtschleuse_Minden.png\" width=\"152\" height=\"108\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #008000;\"><strong>MICHEL-Nummer: 3107<\/strong><\/span><br \/>\n<\/strong><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"621.4472421392442\">\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"256.39935580196385\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Um am Wasserstra\u00dfenkreuz Minden zwischen Mittellandkanal und Weser zu wechseln, m\u00fcsste ein Schiff ganz sch\u00f6n gro\u00dfe Spr\u00fcnge machen. Der Fluss liegt n\u00e4mlich 13 Meter tiefer als der Kanal. Auf sanftem Wege besorgt das die Mindener Schachtschleuse. Das Bauwerk hebt und senkt zuverl\u00e4ssig Schiffe \u2013 inzwischen seit 100 Jahren. Meist sind es G\u00fcterschiffe, die in den Verbindungskanal zur Mindener Schachtschleuse abbiegen. Aber auch Fahrgastschiffe und Sportboote steigen in dem historischen Bau tausendfach auf und ab.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"145.8112240905762\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Von 1911 bis 1914 dauerte es, bis die Anlage errichtet war. Ihr Herz ist die Kammer zum Heben und Senken von Schiffen. Sie war urspr\u00fcnglich 82 Meter lang und zehn Meter breit. Daneben sind Becken angelegt, die Wasser aufnehmen oder abgeben. Auf vier Ebenen sind 16 Bassins, sogenannte Sparbecken, installiert. Mehr als 11.000 Kubikmeter Wasser werden hier bewegt. Geht es f\u00fcr ein Schiff abw\u00e4rts, leert sich die Schleusenkammer. Fast zwei Drittel des Wassers flie\u00dfen in die Sparbecken, der Rest in die Weser. Umgekehrt wird die Kammer mit derselben Menge Wasser aus den Sparbecken und aus dem Mittellandkanal gef\u00fcllt, bis ein Schiff oben angekommen ist.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"465.48316432132714\">\n<div dir=\"ltr\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_63_0\" data-canvas-width=\"465.48316432132714\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Seit 1987 steht die Mindener Schachtschleuse unter Denkmalschutz. Um gr\u00f6\u00dfere G\u00fcterschiffe aufnehmen zu k\u00f6nnen, wurde die Schleusenkammer auf 85 Meter verl\u00e4ngert. Inzwischen sprengen die Ausma\u00dfe moderner Gro\u00dfmotorschiffe erneut die Leistungsf\u00e4higkeit der Schachtschleuse. Neben ihr entsteht deshalb seit 2010 eine neue Anlage. Diese Weserschleuse wird mit einer Kammer von 139 Meter L\u00e4nge und 12,5 Meter Breite ausgestattet, entsprechend mehr Wasser flie\u00dft dort durch drei Sparbecken: 25.400 Kubikmeter \u2013 mehr als doppelt so viel wie in der Schachtschleuse. Das 100-j\u00e4hrige Bestehen der Schachtschleuse wird am 14. September am Informationszentrum gefeiert.<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWeltkulturerbe der UNESCO\u201d: Fagus-Werk MICHEL-Nummer:\u00a0 3105 Ein Klassiker der modernen Architekturgeschichte ist es, manche Fachleute meinen sogar, das Fagus-Werk im nieders\u00e4chsischen Alfeld markiere deren Beginn. 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