{"id":6597,"date":"2014-08-22T07:00:02","date_gmt":"2014-08-22T05:00:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nettephila.de\/?p=6597"},"modified":"2014-08-31T11:34:26","modified_gmt":"2014-08-31T09:34:26","slug":"neue-postwertzeichen-am-1-september-2014-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nettephila.de\/?p=6597","title":{"rendered":"Neue Postwertzeichen am 1. September 2014 in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"738.1400627608033\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Serie \u201eTag der Briefmarke\u201d 2014:\u00a0 Lindauer Bote<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\" alt=\"\" src=\"https:\/\/philatelie.deutschepost.de\/out\/pictures\/wysiwigpro\/philatelie\/004656_Shop_Lindauer_Bote.png\" width=\"147\" height=\"104\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #008000;\"><strong>MICHEL-Nummer:\u00a0 3101<\/strong><\/span><br \/>\n<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\"><strong>Einmal Bella Italia und retour \u2013 so lautete der Marschbefehl des sogenannten Lindauer Boten, der vom fr\u00fchen 14. Jahrhundert bis 1826 als Botendienst zwischen Lindau und Mailand verkehrte. Vom Bodensee in die Lombardei, 325 Kilometer die einfache Strecke, \u00fcber den Kamm der Alpen in f\u00fcnfeinhalb Tagen. Eine strapazi\u00f6se Reise, die es in sich hatte: Je nach Streckenabschnitt und Topographie wurde sie zu Fu\u00df, zu Pferde, per Schiff oder auf dem Gep\u00e4ckwagen bew\u00e4ltigt. Das grenz\u00fcberschreitende, transalpine Kurierunternehmen bef\u00f6rderte Briefpost, Geld, Dokumente und Waren, ab dem sp\u00e4ten 17. Jahrhundert auch Personen.<\/strong><\/span><\/p>\n<div data-canvas-width=\"738.1400627608033\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\">\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"245.69905388424866\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die genauen Anf\u00e4nge des \u201eLindauer Boten\u201c liegen im Dunkeln, manche Quellen nennen das Jahr 1322. W\u00e4hrend die oberitalienischen St\u00e4dte in der vollen wirtschaftlichen und kulturellen Bl\u00fcte der Renaissance standen, erschloss Lindau als Verkehrsknoten und Umschlagplatz die deutschen Regionen Bayern, Schwaben und Franken sowie den Handel entlang des Rheins und der Donau. Der \u201eLindauer Bote\u201c war aber nicht unangefochten. Als rein st\u00e4dtische Botenlinie war er der habsburgischen Reichspost, der Thurn- und Taxis Post, schon immer ein Dorn im Auge gewesen. Bis 1826 hielt der Lindauer Bote noch durch, dann setzten ihm \u2013 neben den st\u00e4ndigen habsburgischen Interventionen \u2013 wirtschaftliche Aspekte so zu, dass der Betrieb im September des Jahres endg\u00fcltig eingestellt wurde.<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"245.69905388424866\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"245.69905388424866\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\">\n<div data-canvas-width=\"695.4217287443134\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_1\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u00dcber das Ende des Alten Kaiserreichs hinaus, rd. 500 Jahre lang, hatte der Lindauer Bote seinen Dienst versehen. Da hat er sich doch eine kleine Auferstehung verdient, dachte sich der Lindauer Verkehrsverein im Jahr 1989 und initiierte eine nostalgische Fahrt mit einer f\u00fcnfsp\u00e4nnigen Postkutsche auf der historischen Route Richtung Italien. Nicht in f\u00fcnfeinhalb Tagen, wie das historische Vorbild, eilt das Pferdegespann \u00fcber die Alpen. Bequeme zehn Tage l\u00e4sst man sich Zeit, um Deutschland, \u00d6sterreich, Liechtenstein, Schweiz und Italien bis zum Ankunftsort Como zu durchqueren: ein unvergessliches \u201eEntschleunigungserlebnis\u201c.<\/strong><\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Antoine de Saint-Exup\u00e9ry: Der Kleine Prinz<\/strong><\/span><br \/>\n<strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\" alt=\"\" src=\"https:\/\/philatelie.deutschepost.de\/out\/pictures\/wysiwigpro\/philatelie\/004657_Shop_Der_Kleine_Prinz.png\" width=\"150\" height=\"106\" \/><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #008000;\"><strong>MICHEL-Nummer:\u00a0 3102<\/strong><\/span><br \/>\n<strong><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>und als selbstklebende Marke im Markenheftchen 97:<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #008000;\">MICHEL-Nummer: 3104<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><strong>Die kaum 100 Seiten starke Erz\u00e4hlung \u201eDer Kleine Prinz\u201c, am 6. April 1943 in New York erschienen, ist eines der meistgelesenen B\u00fccher der Welt. Die Faszination f\u00fcr das Werk stieg noch, als sein Autor und Illustrator, der franz\u00f6sische Flieger Antoine de Saint-Exup\u00e9ry (1900\u20131944), ein mysteri\u00f6ses Schicksal erlitt, das die humanistische Botschaft des Buches wie ein tragisches Verm\u00e4chtnis aussehen lie\u00df. Von einem w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs durchgef\u00fchrten Aufkl\u00e4rungsflug, zu dem der an Depressionen leidende Nachtflug-Pionier am 31. Juli 1944 \u00fcber das Meer von Korsika aus in Richtung franz\u00f6sisches Festland aufbrach, kehrte er nie zur\u00fcck.<\/strong><\/span><\/p>\n<div data-canvas-width=\"48.48028141567946\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\">\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"806.2648972913397\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die kindlicher Sprache und Sichtweise nachempfundene Geschichte erz\u00e4hlt von der Begegnung eines in der Sahara notgelandeten Piloten mit dem von einem winzigen Planeten stammenden kleinen Prinzen. Auf seiner Reise zur Erde und der Suche nach Freundschaft hat er andere Planeten besucht und ist auf g\u00e4nzlich ichbezogene Charaktere gesto\u00dfen. Sie alle legen zu viel Wert auf \u00c4u\u00dferlichkeiten. Erst auf der Erde trifft er den Fuchs, der ihn das Geheimnis der Freundschaft und der Liebe lehrt und ihm sagt: \u201eMan sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist f\u00fcr die Augen unsichtbar.\u201c In diese genauso gleichnishafte wie poetische Erz\u00e4hlung kleidet Saint-Exup\u00e9ry die Summe seines moralischen Denkens.<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"806.2648972913397\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><\/div>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"48.48028141567946\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Im Jahr 2008 verdichten sich anhand aufgefundener Wrackteile die Hinweise, dass ein deutscher Kampfpilot den Literaten vor <\/strong><strong>Marseille abgeschossen hat. Damit w\u00e4re eines der gr\u00f6\u00dften R\u00e4tsel der Literaturgeschichte gel\u00f6st. Was bleibt, ist Saint-Exup\u00e9rys <\/strong><strong>wundersame Erz\u00e4hlung, die \u00fcber 80 Millionen Mal verkauft wurde und deren \u00fcberw\u00e4ltigender Erfolg nicht leicht zu erkl\u00e4ren ist. <\/strong><strong>Schlie\u00dflich erscheint sie vielen als Kinderbuch zu komplex und als Buch f\u00fcr Erwachsene zu kindlich. Vielleicht erkl\u00e4rt sich ihre <\/strong><strong>magische Anziehungskraft aber auch umgekehrt: \u201eDer Kleine Prinz\u201c hilft Kindern, die Welt der Erwachsenen zu verstehen und <\/strong><strong>lehrt die Erwachsenen, die Welt noch einmal mit Kinderaugen zu sehen.<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"48.48028141567946\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>August Macke &#8211; Gem\u00e4lde:\u00a0 Sonniger Weg<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\" alt=\"\" src=\"https:\/\/philatelie.deutschepost.de\/out\/pictures\/wysiwigpro\/philatelie\/004658_Shop_Aug_Macke_Sonniger_Weg.png\" width=\"150\" height=\"106\" \/><br \/>\n<strong><span style=\"color: #008000;\">MICHEL-Nummer:\u00a0 3103<\/span><br \/>\n<\/strong><\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\"><strong>Das Gem\u00e4lde \u201eSonniger Weg\u201c von August Macke aus dem Jahr 1913 entstand nur Monate vor seinem Tod. Anfang August 1914 wurde er kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs als Soldat an die Westfront geschickt. Am 26. September 1914 fiel August Macke, nur 27 Jahre alt. Dem Maler war nur eine dramatisch kurze Schaffensperiode verg\u00f6nnt. Umso heller und intensiver strahlt sein Gem\u00e4lde \u201eSonniger Weg\u201c. Die Leichtigkeit des Augenblicks machte Mackes Spazierg\u00e4nger im st\u00e4dtischen Gr\u00fcn ber\u00fchmt. Zu sehen sind eine Frau und ein Mann an einem Br\u00fcckengel\u00e4nder, eine Mutter mit Kind schlendert heran. Das Licht f\u00e4llt wie durch Fenster auf die Szene.<\/strong><\/span><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"135.14503860394174\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"690.4119047299065\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Macke, am 3. Januar 1887 in Meschede im Sauerland geboren, wandte sich zun\u00e4chst dem Impressionismus zu und lie\u00df sich von Str\u00f6mungen wie Kubismus und Futurismus mitrei\u00dfen. Die Ausdruckskraft seiner Farben und die Leuchtkraft des Lichts in seinen Werken sorgten f\u00fcr Furore. Das kleinformatige \u00d6lgem\u00e4lde geh\u00f6rt zu einer Gruppe von Bildern, die am Thuner See in der Schweiz 1913\/14 entstand. Die Freundschaft Mackes mit Franz Marc ging in die Kunstgeschichte ein. Die Maler hatten sich 1910 kennengelernt und tauschten sich k\u00fcnstlerisch aus \u2013 beide waren Mitglieder der Gruppe \u201eDer Blaue Reiter\u201c. Mit progressiven Ideen trieben sie die Entwicklung der modernen Kunst voran und lie\u00dfen den deutschen Expressionismus reifen.<\/strong><\/span><\/div>\n<div data-canvas-width=\"690.4119047299065\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><\/div>\n<div data-canvas-width=\"690.4119047299065\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\">\n<div style=\"text-align: justify;\" data-canvas-width=\"54.94886741612295\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Das Paar auf dem \u201eSonnigen Weg\u201c ist seit 1976 im Westf\u00e4lischen Landesmuseum in M\u00fcnster zuhause. Das Gem\u00e4lde z\u00e4hlt zu den wichtigsten St\u00fccken im LWL-Museum f\u00fcr Kunst und Kultur. Die Malerei der Moderne bildet einen Schwerpunkt der dortigen Sammlung. Mehr als 300 Werke Mackes aus Bestand und Leihgaben geh\u00f6ren dazu, darunter neben Gem\u00e4lden, Aquarellen und Grafiken auch drei Arbeiten auf Textil, zwei Skulpturen und 80 Skizzenhefte. Das Haus wird seit mehreren Jahren umgestaltet und ist seit Mitte 2012 geschlossen, da es einen Neubau erh\u00e4lt. Rechtzeitig zum 100. Todestag August Mackes ist die Wiederer\u00f6ffnung geplant.<\/strong><\/span><\/span>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Blankoganzsache &#8222;Lindauer Bote&#8220;<\/strong><\/span><\/div>\n<\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"http:\/\/d-b-z.de\/web\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Deutschland-2014-Briefmarken-Lindauer-Bote-Ganzsache2.jpg\" src=\"http:\/\/d-b-z.de\/web\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Deutschland-2014-Briefmarken-Lindauer-Bote-Ganzsache2.jpg\" width=\"479\" height=\"337\" \/><\/p>\n<div data-canvas-width=\"54.94886741612295\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"g_font_3\"><strong>Ein Briefumschlag mit diesem Postwertzeichen f\u00fcr 60 Cent.<\/strong><br \/>\n<strong>Verkaufspreis: 80 Cent<\/strong><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Serie \u201eTag der Briefmarke\u201d 2014:\u00a0 Lindauer Bote MICHEL-Nummer:\u00a0 3101 Einmal Bella Italia und retour \u2013 so lautete der Marschbefehl des sogenannten Lindauer Boten, der vom fr\u00fchen 14. Jahrhundert bis 1826 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,7],"tags":[59],"class_list":["post-6597","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-philatelie","tag-post-leistungen-preise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6597"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6597\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6697,"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6597\/revisions\/6697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nettephila.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}