12. Oktober 2017: Neue Postwertzeichen in Deutschland!

Sonderpostwertzeichen aus der Serie „Deutsche Fernsehlegenden“:
 „Das Millionenspiel“
MICHEL-Nummer 3335

Was kann und was darf das Fernsehen? Zwei Fragen, die sich seit der Erfindung des Mediums stellen. 1970 wurde in Deutschland erstmals über die Grenzen des damals noch jungen Mediums diskutiert. Anlass war der experimentelle Fernsehfilm „Das Millionenspiel“, der am 18. Oktober ausgestrahlt wurde. Die Unterhaltungssendung im Stil einer real anmutenden Spielshow hob sich deutlich vom biederen TV-Mainstream der Zeit ab. Es ging scheinbar um Leben und Tod, aber auch um Zuschauerquoten und Voyeurismus: Ein Kandidat (Jörg Pleva) muss in dem fiktiven Doku-Drama einem Killerkommando entkommen. Gelingt es ihm, erhält er eine Million D-Mark. Scheitert er, verliert er sein Leben. Dabei wird er ständig von Kamerateams verfolgt. „Das Millionenspiel“ sorgte für einen der ersten TV-Skandale der Bundesrepublik. Nach der Ausstrahlung erhielt der WDR zahlreiche Anrufe und Beschwerdebriefe. Viele Zuschauer hielten die Show, die von dem Hitparaden-Moderator Dieter Thomas Heck als „Thilo Uhlenhorst“ präsentiert wurde, für echt. Tatsächlich gingen beim „Millionenspiel“ nicht wenige davon aus, dass Menschen live im Fernsehen getötet würden. Einige Zuschauer meldeten sich nach der Ausstrahlung sogar freiwillig, um als Kandidat oder als Kopfgeldjäger an der perfiden Show teilzunehmen. Der Film basiert auf der Kurzgeschichte „The Prize of Peril“ (1960) des US-Schriftstellers Robert Sheckley. Regisseur Tom Toelle und Drehbuchautor Wolfgang Menge inszenierten ihn ganz im Stile heutiger Reality-Formate. In regelmäßigen Abständen wurde die Handlung durch Werbung unterbrochen, ein für die damalige Zeit im deutschen Fernsehen noch unüblicher Vorgang. Heute scheint „Das Millionenspiel“ längst von der Realität eingeholt. Reality-Shows begleiten Kandidaten hautnah, während diese Extremsituationen durchstehen müssen. Tabubruch gegen Geld: Auch wenn es dabei nicht um Leben und Tod geht, erinnern einige der heutigen Sendungen in ihrer Machart an „Das Millionenspiel“. Was damals undenkbar schien, ist heute Fernsehalltag.

Sonderpostwertzeichen aus der Serie „Deutschlands schönste Panoramen“:
„Badische Weinstraße/Markgräflerland“
MICHEL-Nummer 3336-3337 als Zusammendruck

Bei rund 2000 Sonnenstunden im Jahr ist es kein Wunder, dass das Markgräflerland auch als „Toskana Deutschlands“ bezeichnet wird. Der russische Schriftsteller Anton Tschechow war 1904 dort zur Kur und schrieb begeistert an seine Schwester: „Wenn du wüsstest, was hier für eine Sonne ist! Sie brennt nicht, sie liebkost!“. Tatsächlich ist das Klima ganzjährig mild und der Frühling beginnt hier oft schon drei Wochen früher als im Rest Deutschlands. Die Ausläufer des Schwarzwalds sorgen für Hanglagen, die sich in Kombination mit dem milden Klima perfekt für den Weinbau eignen. Das Markgräflerland befindet sich am südlichen Ende der Badischen Weinstraße. Kontrastreich wechseln sich sanfte Hügel und Berge mit malerischen Tälern. Dafür sind Markgräflerland und Badische Weinstraße, eines der größten und schönsten Weinbaugebiete Deutschlands, auch überregional bekannt. Die auf der Briefmarkenserie „Deutschlands schönste Panoramen“ abgebildete Landschaft unterstreicht den Liebreiz des Markgräflerlands. Vom südlichen Vorsprung des Ehrenstetter Ölbergs aus genießt der Betrachter einen wunderbaren Fernblick bis zum Staufener Burgberg, in die Rheinebene oder bis zu den Vogesen im Elsass. Kleine Siedlungen fügen sich harmonisch in das Landschaftsbild ein. Der Aussichtspunkt ist jedoch auch ein Ort des Gedenkens. Zur Erinnerung an die in den Weltkriegen Gefallenen und Vermissten wurde hier 1954 die Ölbergkapelle erbaut. Vom Rheintal bis zu den Erhebungen des Schwarzwaldes erstrecken sich weite landwirtschaftlich genutzte Felder und Weinreben. Die Weine aus dem Markgräflerland sind weltweit bekannt und werden regelmäßig prämiert. Dazu zählen die Rebsorten Riesling, Blauer Burgunder, Müller-Thurgau, Ruländer und Grauburgunder. Besonders bekannt ist die Region aber für den Gutedel, ein Weißwein, der in Deutschland fast nur hier angebaut wird. Im Markgräflerland mischen sich badische mit französischen und schweizerischen Einflüssen. Die Markgräfler halten Leib und Seele zusammen und sind gesellig.

Sonderpostwertzeichen „300. Geburtstag Johann Joachim Winckelmann“
MICHEL-Nummer 3338

Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) war einer der bekanntesten Gelehrten und angesehenster Experte der Antikenforschung seiner Zeit. Er gilt als Vater der wissenschaftlichen Archäologie, der Kunstgeschichte und als Begründer des deutschen Klassizismus. Winckelmann war zudem ein bedeutender Vertreter der Aufklärung. Er beeinflusste Generationen von Gelehrten genauso wie die ästhetische Konzeption der Weimarer Klassik. Goethe bezeichnete den Altertumsforscher für seine „Idee einer Geschichte der Kunst“ als „neuen Kolumbus“. Der in Stendal geborene Sohn eines Schuhmachers studierte in Halle und Jena und unterrichtete ab 1743 einige Jahre als Dorfschullehrer in Seehausen Griechisch, Latein, Hebräisch, Geschichte, Geographie und Logik. Über eine Bibliothekars-Stelle auf Schloss Nöthnitz bei Dresden gelang ihm 1755 mit einem Stipendium der Sprung nach Rom, wo er als Bibliothekar wirkte und sich einen exzellenten Ruf als Altertumsexperte erarbeitete. Krönung seiner Karriere war 1763 die Berufung zum Oberaufseher aller Altertümer Roms. 1764 erschien Winckelmanns Hauptwerk, die „Geschichte der Kunst des Alterthums“. Darin stellte er die Entwicklung der Kunst anhand der Abfolge ihrer Stilperioden dar und veranschaulichte dies an der griechischen Kunst. Der Klassizismus war für ihn ein zeitlos-normatives Modell. Durch seine Einführung des Stilbegriffs war es erstmals möglich, Kunst in Epochen und Perioden zu unterteilen. Johann Joachim Winckelmann war der erste Kunsthistoriker, der verschiedene Stilperioden griechischer Kunst treffend beschrieb und miteinander verglich. So eröffnete sich ein neues System der Kunstgeschichte. Seine Neuinterpretation der Antike verlieh auch der Archäologie entscheidende Impulse. Am 8. Juni 1768 wurde Winckelmann in Triest bei einem Raubüberfall in seinem Hotel unter ominösen Umständen ermordet. Eine Deutschland-Reise hatte er zuvor aufgrund einer depressiven Verstimmung abgebrochen. Sein gewaltsamer Tod löste bei vielen Gelehrten in Europa Bestürzung aus.

Sonderpostwertzeichen „50 Jahre Justitia et Pax“
MICHEL-Nummer 3339

Dass Gerechtigkeit herrsche auf der Welt, ist ein urchristliches Anliegen: „Gott hat die Erde mit allem, was sie enthält, zum Nutzen für alle Menschen und Völker bestimmt; darum müssen diese geschaffenen Güter in einem billigen Verhältnis allen zustatten kommen, dabei hat die Gerechtigkeit die Führung, Hand in Hand geht mit ihr die Liebe.“ Diesen Grundsatz aus der Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ des Zweiten Vatikanums zitierte Papst Paul VI. 1967 in seiner Sozialenzyklika „Populorum Progressio“. Es war das erste Mal, dass sich die katholische Kirche so klar zur weltwirtschaftlichen Gerechtigkeit und zum Ausgleich zwischen Nord und Süd äußerte. Am 06. Januar 1967 berief der Papst die Kommission „Justitia et Pax“ („Gerechtigkeit und Frieden“) ein. In Deutschland wurde das Konzept der Justitia et Pax am 18. Dezember 1967 im „Arbeitskreis für Entwicklungshilfe“ aufgegriffen. Die Idee, die Kirche an einem Konzept der zwischenstaatlichen Beziehungen arbeiten zu lassen, hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Josef Kardinal Frings, schon 1958/59. Später wurde der 1967 eingerichtete „Arbeitskreis für Entwicklungshilfe“ zunächst in „Katholischer Arbeitskreis für Entwicklung und Frieden“ und 1982 in „Deutsche Kommission Justitia et Pax“ umbenannt. Seit 2008 ist Bischof Dr. Stephan Ackermann Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, die von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken getragen ist. Neben der Entwicklungshilfe ist die Erhaltung beziehungsweise Herstellung von Frieden ein weiteres Arbeitsfeld von Justitia et Pax. Frieden ist die unabdingbare Voraussetzung für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und damit auch Armutsbekämpfung. Für das Wahljahr 2017 hat sich Justitia et Pax vorgenommen, in Deutschland durch sieben „Zwischenrufe“ öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen. In den kurzen Texten werden aktuelle Themen wie die Flüchtlingsproblematik, Rechtspopulismus oder auch Islamfeindlichkeit erörtert.

MESSEGANZSACHE Briefumschlag
Internationale Briefmarken-Messe, Berlin 2017

Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der hier abgebildete, sog. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt ebenfalls bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. Eine Stempelung mit Ersttagsstempeln erfolgt auch dann nicht, wenn der Erstverwendungstag der Ganzsache mit dem Erstausgabetag des nassklebenden PWz übereinstimmt. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf. Die Ganzsache ist ab dem 12.10.2017 über die NL MKV, Versandzentrum Weiden erhältlich bzw. wird den Abonnenten mit Sofort- bzw. Sammelbezug entsprechend den jeweiligen Regelungen zugesandt.

Die ersten Herbstausgaben am 7. September 2017 in Deutschland!

Am 22. September ist Herbstanfang! Der Sommer 2017 ist nun vorbei und am 7. September kommen nun rechtzeitig die neuen Postwerzeichen an unsere Postschalter: nur 4 normale nassklebende Marken: 

Sonderpostwertzeichen Tag der Briefmarke mit Fix & Foxi
MICHEL-Nummer: 3331

Die Comic-Füchse Fix & Foxi prägten ab 1953 in Deutschland gleich mehrere Generationen von Kindern und Jugendlichen. Es waren die ersten deutschen Comics, die in dieser Altersgruppe eine breite Leserschaft ansprachen. Erdacht wurde Fix & Foxi von Rolf Kauka (1917–2000), der als „deutscher Walt Disney“ bekannt werden sollte. Auch wenn er später nicht mehr selbst zeichnete, war er doch Schöpfer und „geistiger Vater“ der Comicfamilie und führte sie zu kommerziellem Erfolg. Der Fix & Foxi-Comic wurde – mit einer Unterbrechung von 1994 bis 2005 – bis 2009 herausgegeben. Über die Jahre erschien er in verschiedenen Verlagen. Die Fix & Foxi-Marke erscheint anlässlich des Tags der Briefmarke, ein Festtag der Philatelisten. Sie wird mit einem Zuschlag von 30 Cent verkauft. Diese gehen an die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte. Die beiden auf der Sondermarke abgebildeten Titelhelden sind als Zwillinge bis auf wenige Merkmale nicht voneinander zu unterscheiden. So trägt Fix eine gelbe Hose und weiße Schuhe. Zudem hat er im Gegensatz zu Foxi einen Haarschopf. Foxi trägt eine blaue Latzhose und gelbe Schuhe. Fix und Foxi treten immer als Duo auf. Sie sind beide neugierig und geraten stets in neue Abenteuer. Neben den Zwillingen ist Lupo der wichtigste Charakter. Lupo ist faul, dreist und verfressen. Trotz seiner zweifelhaften Eigenschaften ist er bei den Fans ausgesprochen beliebt. Rolf Kauka wurde 1917 in der Nähe von Leipzig geboren. Er zeichnete bereits zu Schulzeiten Cartoons und machte danach eine Lehre zum Drogeriegehilfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er 1947 den Kauka-Verlag. In den 1950er Jahren verbreiteten sich immer mehr US-amerikanische Comics in Deutschland und Kauka erkannte die Chance, eigene Hefte zu produzieren. Mit 780 Millionen verkauften Heften ist Fix & Foxi die erfolgreichste deutsche Comicreihe aller Zeiten. In der Hochphase der 1960er und 1970er Jahre erschienen die Comics in einer Auflage von bis zu 400.000 Stück pro Woche.


 

Sonderpostwertzeichen zum 250. Geburtstag August Wilhelm Schlegel
MICHEL-Nummer: 3332

Als Philologe, Übersetzer, Dichter, Kritiker und Literaturhistoriker war der „Universalpoet“ August Wilhelm Schlegel (1767–1845) einer der bedeutendsten deutschen Romantiker. Er begleitete die berühmte Madame de Staël auf ihren Reisen durch Europa, stand im steten Austausch mit den europäischen Eliten und lehrte ab 1818 als Literaturprofessor in Bonn. Mit Blick über die Grenzen Europas hinaus wurde Schlegel zum Begründer der Indologie. Gerühmt werden seine Übersetzungen romanischer Literaturen und insbesondere William Shakespeares. Seit Schlegel, so heißt es, wäre Shakespeare auch ein deutscher Bühnendichter. Geboren in Hannover als Sohn des Pfarrers Johann Adolf Schlegel ließ er sich 1796 in Jena nieder, wo er seine Frau Caroline ehelichte, die als eine Vorkämpferin der Frauenbewegung gilt. Schnell wurde das Paar zum Zentrum des Kreises der Frühromantiker. Schlegel schrieb etwa 300 Rezensionen für die „Jenaische Allgemeine Literaturzeitung“, arbeitete an Schillers „Horen“ mit und gründete mit seinem Bruder Friedrich die Zeitschrift „Athenäum“ (1798–1800), das Sprachrohr der Jenaer Frühromantik. In Berlin hielt Schlegel die Vorlesungsreihe „Über schöne Literatur und Kunst“ (1801–1804). Hier und in den berühmten Wiener Vorlesungen „Über dramatische Kunst und Literatur“ (1809–1811) legte er die Grundideen der romantischen Poetik vor. Schlegels größter Nachruhm beruht bis heute auf seinen formgetreu-metrischen Übersetzungen der Werke Shakespeares. Bereits 1797 erschienen die ersten beiden Bände von „Shakespeares dramatische Werke“ mit vier Stücken, bis 1801 in rascher Folge sechs weitere Bände. Ein letzter Band erhöhte 1810 die Zahl der übersetzten Stücke auf 17. Schlegels formwahrende wie treffsicher geniale Übersetzungspraxis öffnete den literarischen Horizont der Deutschen und veränderte die deutsche Bühne in Richtung klassisches Versdrama. Auch hat Schlegel wie kein Zweiter dazu beigetragen, dass die literarische Übersetzung als eigene Kunstform zu gelten hat.

 

Sonderpostwertzeichen 150. Geburtstag Walther Rathenau
MICHEL-Nummer: 3333

„Er war der heißeste Patriot und einer der ganz wenigen geistig schöpferischen Staatsmänner dieser Epoche!“ So wurde Walther Rathenau (1867–1922) von dem Historiker Golo Mann beschrieben. Rathenau war es, der mit dem Vertrag von Rapallo (1922) die Isolation Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg durchbrach. Der liberale Außenminister der Weimarer Republik war ein Befürworter von Ausgleich, Verhandlungen und Diplomatie in internationalen Beziehungen. Eine moderate und pragmatische Sichtweise, die ihm in den politisch radikalisierten Zeiten der Weimarer Demokratie letztlich zum Verhängnis wurde. Walther Rathenau wurde am 29. September 1867 in Berlin geboren. Er wächst als Teil der preußischen Wirtschaftselite im Großbürgertum auf. Sein Vater war der Unternehmer Emil Rathenau, Gründer des Elektrokonzerns AEG. 1899 wurde Walther Rathenau, der auch künstlerische Neigungen besaß, in den Vorstand der AEG berufen, 1904 in den Aufsichtsrat. 1912 stieg er zum Aufsichtsratsvorsitzenden der AEG auf. Nachdem Deutschland 1914 in den Ersten Weltkrieg eingetreten war, übernahm Rathenau die Leitung der preußischen Kriegsrohstoffabteilung (KRA). Er stellte sich hinter die Kriegsziele der Expansionspolitik und wurde zum „Falken“. Nach dem Krieg trat Rathenau in die Deutsche Demokratische Partei (DDP) ein. Die linksliberale Partei identifizierte sich mit der parlamentarischen Demokratie. Auf deutscher Seite unterzeichnete Rathenau, der 1922 Außenminister geworden war, am 16. April den Vertrag von Rapallo mit Sowjetrussland. Vertrag und Rathenau selbst waren in Deutschland sehr umstritten. Nationalistische Kräfte lehnten eine Annäherung an das revolutionäre Sowjetrussland ab. Zudem war Rathenau antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt. Am 24. Juni 1922 wurde Rathenau in Berlin von Mitgliedern der rechtsextremen Organisation Consul auf dem Weg ins Auswärtige Amt ermordet. Walther Rathenau erscheint heute vor allem als Politiker, der sein Handeln weniger an ideologischen als an pragmatischen Grundsätzen ausrichtete.

 

Sonderpostwertzeichen Weinanbau in Deutschland
MICHEL-Nummer: 3334

Vielfalt und Genuss, Tradition und Innovation: In Deutschland gibt es 13 Weinanbaugebiete, nur dort erlauben die Rebflächen die Herstellung von Qualitätswein. Ausschlaggebend ist die Kombination aus oft mineralischen Böden und Flusslandschaften mit sonnigem Mikroklima. Deutscher Wein, der lange unter Imageproblemen litt, ist heute sehr gefragt. Besonders der Riesling genießt internationale Anerkennung und gilt sogar als einer der besten der Welt. Junge Winzer haben es sich zur Aufgabe gemacht, im In- und Ausland die Begeisterung für den deutschen Wein zu wecken. Dafür setzen sie stärker denn je auf Qualität. Im Fokus der neuen Erzeugergeneration stehen kleinere Erträge und hochwertige Weine. Besonders die sonnigen Hänge an Rhein, Mosel, Main, Elbe, Saale und Unstrut eignen sich für den Weinbau. Rheinhessen – zwischen Alzey, Worms, Mainz und Bingen, im Norden und Osten vom großen Rheinbogen umschlossen – ist mit rund 26.000 Hektar das größte deutsche Anbaugebiet. Es folgen die Pfalz mit 23.400 Hektar und Baden mit 15.900 Hektar. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 100.000 Hektar Weinanbaufläche. Der Wein als Genussmittel ist ein altes europäisches Kulturgut. An festlicher Tafel ist der Wein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlich-kulinarischen Rituals. Auf unzähligen Weinfesten, die im Herbst in den Anbaugebieten stattfinden, lassen sich edle Tropfen aus der Region in geselliger Runde genießen. Schon vor rund 2000 Jahren wurde hierzulande Wein angebaut. Die Römer, die damals Teile Germaniens besetzt hielten, brachten das Wissen um die Herstellung von Wein aus dem vergorenen Saft der Weintrauben über die Alpen. Klöster entwickelten eine eigene Weinbaukultur. Der Wein wurde zum Volksgetränk. Dem Deutschen Weininstitut (DWI) zufolge trinkt heute im Schnitt jeder Deutsche rund 20,5 Liter Wein pro Jahr. Insgesamt werden 20,5 Millionen Hektoliter Wein und Sekt im Jahr konsumiert. Deutschland liegt gemeinsam mit Italien weltweit auf Platz drei hinter den USA und Frankreich.

Obwohl wir mit unserer Fraunemannschaft keine „Europameister 2017“ wurde, gib die Deutsche Post AG für den  Motivsammler eine Stempel-Dokumentation in diesem Erinnerungsblatt heraus! – Dies ist aber auch ein Dankeschön an alle unsere Faßball-Frauen in Deutschland!

Das Sommerloch in Deutschland wird gefüllt mit den August-Ausgaben am 10.8.2017!

Das August-Sommerloch wird angeführt mit einem 345er-Postwertzeichen in Deutschland. Wer kann eine einfache Portostufe als Einzelfrankatur oder gar einer portogerechten Mehrfachfrankatur auf Anhieb nennen? Da hilft nur das Surfen im Intnernet und dort findet der Surfer die Lösung bei der Deutschen Post AG – im Zusammenhang mit dem Wort „Umsatzsteuer“:

Informationen zur Umsatzsteuer

Warum erhebt die Deutsche Post seit dem 01.09.2016
für den Postzustellungsauftrag die Umsatzsteuer?

Die DPAG geht davon aus, dass die Leistungen, die sie als bundesweit tätiger postalischer Universaldienstleister im Rahmen der förmlichen Zustellung (Postzustellungsauftrag) erbringt, von der Mehrwertsteuer befreit sind.

Nachdem diese Position früher durch die Rechtsprechung eher bestätigt wurde, haben einige Gerichte in letzter Zeit eine andere Auffassung vertreten. Vor diesem Hintergrund wird es für die DPAG zunehmend schwieriger ihre Rechtsauffassung – die sie weiterhin für richtig hält – in der steuerlichen Praxis durchzusetzen. Nach langen Überlegungen hat sich die DPAG daher entschieden, zum 01.09.2016 die Umsatzsteuer für den Postzustellungsauftrag einzuführen.

„Für die Frankierung von Postzustellungsaufträgen stehen seit dem 01.09.2016 sechs verschiedene Frankierarten zur Verfügung. Neben der bekannten DV-Freimachung, der Absenderfreistempelung/FRANKIT, dem Postwertzeichen, dem Frankierservice und der Internetmarke bieten wir zusätzlich eine Produktmarke für Postzustellungsaufträge an.“

Bitte beachten Sie die damit verbundenen Änderungen:

DV-Freimachung

Keine Änderung gegenüber dem bisherigen Einlieferungsprozess.

Absenderfreistempelung/
FRANKIT, Postwertzeichen
und Frankierservice

Einlieferung nur in Verbindung mit ausgefüllter Einlieferungsliste in einer Filiale oder einer Großannahmestelle der Deutschen Post.

Internetmarke,
Produktmarke Postzustellungsauftrag

Die beiden Frankierarten stehen nur für ein Entgelt in Höhe von 3,45 €/Stück zur Verfügung (zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer).
Keine Einlieferungsliste erforderlich, da beim Kauf die zu zahlende Umsatzsteuer bereits in Rechnung gestellt wird.

Postwertzeichen Dauerserie Blumen
Motiv: „Vergissmeinnicht“ zu 345 Cent
MICHEL-Nummer: 3324

Schon der Name ist ein emotionaler Appell: Vergissmeinnicht. Die beliebte Wild- und Gartenpflanze der Gattung Myosotis verzaubert den Betrachter nicht nur mit ihren himmelblauen, zierlichen Blüten. Als Symbol der Liebenden, des Abschieds und der Sehnsucht nach Liebestreue ist das Vergissmeinnicht auch seit Jahrhunderten Gegenstand unzähliger Legenden, Gedichte und Lieder. Und das nicht nur in unseren Gefilden, denn der Frühblüher ist fast über die ganze Erde verbreitet. Erstaunlicherweise ist auch der Name der meist blauen Blume in vielen Sprachen identisch. So wird die Blume in England „forget-me-not“ und in Frankreich „m’oubliez pas“ genannt. Selbst in China spielt der Name auf das Vergessen an – „wu wang cao“ heißt so viel wie „Nicht-Vergessen-Kraut“. Es gibt mehr als 50 Arten von Vergissmeinnicht, darunter etwa das Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris), das Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis) und das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). Auch weiß oder rosafarben blühende Sorten sind zu finden. In kultivierter Form eignen sie sich gut für Blumenbeete, Wegkanten und Rabatten. Die Pflanzen wachsen buschig und werden nicht höher als etwa dreißig Zentimeter. Myosotis gehört zur Familie der Raublattgewächse und liebt Halbschatten und feuchten Boden. Die Blütezeit der Blumen beginnt im März und dauert bis in den Mai. Die Botaniker der Antike haben der Pflanze den Namen „Myosotis“ (griech.: „Mausohr“) verliehen – aufgrund ihrer speziellen Blütenform. Im deutschsprachigen Raum ist der Name Vergissmeinnicht erst seit dem 15. Jahrhundert bezeugt. Das Vergissmeinnicht ist nicht zuletzt wegen seines bedeutungsvollen Namens populär, um dessen Verleihung sich viele Legenden gebildet haben. Sie beziehen sich meist auf die Themen Liebe, Freundschaft und Erinnerung. So schmückt ein getrocknetes Vergissmeinnicht auch häufig Poesiealben, versehen mit dem Sinnspruch: „Rosen, Tulpen, Nelken, / alle Blumen welken; / nur die eine nicht: / die heißt Vergissmeinnicht.“

Für den Rollenmarken-Sammler bereits Mitte 2017 „Alltag“ (siehe die über dieser Zeile abgebildete 345er mit Rand-EAN-Codierung)! Aber neu und keine Überraschung für den Zehnerbogensammler: Bisherige Motive ohne EAN-Codierungen erscheinen nun als Neuauflage / Nachauflage MIT EAN-Codierungen für die Dauerserie Blumen. Als Abbildungen folgen (vor der Ankündigung der Deutschen Post AG) nochmals die Zehnerbogen der „bisherigen“ Auflage der Blumen-Ausgaben „Federnelke und „Goldmohn“. Diese Zehnerbogen sind noch ohne EAN-Codierungen in der Versandstelle in Weiden erhältlich. Schnell noch als Parallel-Stück kaufen und zu Ihre Sammlung stecken. Album dann zuschlagen. Album in Ihren Panzerschrank stellen. Panzerschrank fest verschließen.

Sonderpostwertzeichen 400 Jahre Fruchtbringende Gesellschaft
MICHEL-Nummer: 3328

Nach dem Vorbild italienischer Renaissance-Akademien gründeten fünf anhaltinische und sachsen-weimarische Fürsten und drei ihrer Hofleute 1617 mit der „Fruchtbringenden Gesellschaft“ in Weimar die erste und mit 890 Mitgliedern größte deutsche Sprachakademie. Den Mitgliedern sollte „obliegen, unsere hochgeehrte Muttersprache in ihrem gründlichen Wesen und rechten Verstande, ohne Einmischung fremder, ausländischer Flickwörter, sowohl im Reden, Schreiben, Gedichten aufs allerzierlichste und deutlichste zu erhalten und auszuüben…“. Als ein Zentrum des literarischen Lebens förderte die Fruchtbringende Gesellschaft die Emanzipation des Deutschen als Literatursprache und regte zur Gründung gelehrter Akademien an. Zudem ebnete der Palmenorden, wie die Gesellschaft auch genannt wurde, durch seine prinzipielle ständische Offenheit der bürgerlichen Literatur den Weg. Durch penible „Spracharbeit“ sollte der Beweis geführt werden, dass das Deutsche genauso viel leisten kann wie die übrigen Sprachen in Europa. Der Mitgründer Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen, erstes Oberhaupt der Gesellschaft von 1617 bis 1650, berief sich ausdrücklich darauf, dass kein Gedanke an eine Sprache gebunden und dass alles in jeder Volkssprache auszudrücken sei, wenn diese nur kultiviert werde. Das Streben nach einer nationalen Sprache sowie der Vereinheitlichung in Orthografie und Grammatik schlug sich direkt in der Barockliteratur und -poesie nieder. Gelegentlich wurde der insgesamt verdienstvollen Tätigkeit der Gesellschaft aber auch allzu großer Eifer und „Purismus“ vorgeworfen, insbesondere wenn es darum ging, aus der Sprache alle fremden Einflüsse auszumerzen und durch deutsche Begriffe zu ersetzen. So schlug der Dichter und Schriftsteller Philipp von Zesen vor, das aus dem Lateinischen stammende Lehnwort „Fenster“ durch „Tagleuchter“ zu ersetzen und das Wort „Fieber“ durch „Zittersucht“. Die menschliche Nase sollte „Gesichtserker“ heißen. Er stieß damit auf Ablehnung nicht nur bei seinen Zeitgenossen.

Sie vermissen die Rollenmarken im „August-Programm“ unserer  Deutschen Post AG? In der nachfolgenden Übersicht gibt es eine kleine Überraschung: die Blumen-Ausgabe „Federnelke“ vom 1. März 2017 als 500er-Rolle gibt es ab dem 10. August 2017 nun auch als 200er-Rolle (die sogenannte Kleinrolle). Beide Rollen unterscheiden sich durch unterschiedliche Nummern im Codierfeld! Somit ist eine genaue Zuordnung zur Rollenmarken-Größe gegegben. Auch eine Sondermarke „Neuenburg vorm Wald“ nun als Rollenmarken-Kleinrolle zu 200er-Stück – natürlich mit Codierfeld!

Sonderpostwertzeichen 50 Jahre Farbfernsehen in Deutschland
MICHEL-Nummer: 3329

Willy Brandt ist als Regierender Bürgermeister von West-Berlin, die Ostpolitik und seine als Reformära wahrgenommene Kanzlerschaft (1969–1974) bekannt. Aber auch ein Durchbruch in der Fernsehtechnik verbindet sich mit seinem Namen: Als Vizekanzler läutete der Sozialdemokrat am 25. August 1967 um 10.57 Uhr die Ära des Farbfernsehens in Deutschland ein, indem er auf der 25. Funkausstellung in Berlin einen faustgroßen, roten Knopf drückte und das Fernsehbild von Schwarzweiß auf Farbe umsprang. Damit war die Bundesrepublik Deutschland zwar Vorreiter in Europa, allerdings nicht weltweit: In den USA, Kanada und Japan konnte schon seit den 1950er Jahren in Farbe ferngesehen werden. Das erste Farbbild im Deutschen Fernsehen war ein Diapositiv der Funkausstellung, in dessen kreisrundem Mittenausschnitt der Daumen Brandts auf dem Knopf zu sehen war. Die nächste Kameraeinstellung in Farbe zeigte die Prominenz der Eröffnungsfeier, darunter den Erfinder des Farbfernsehsystems PAL (Phase-Alternation-Line), den Telefunken-Ingenieur Walter Bruch. Nachdem die „Aahs“ und „Oohs“ der Zuschauer auf der Funkausstellung verklungen sind, zeigen ARD und ZDF gemeinsam ab 14.30 Uhr als Farbtestsendung den französischen Spielfilm „Cartouche, der Bandit“. Die erste farbige Live-Sendung war dem Abend vorbehalten, Showmaster Vico Torriani präsentierte ab 20 Uhr die 25. Folge der ZDF-Unterhaltungsshow „Der Goldene Schuss“. Zum Zeitpunkt der Einführung des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland gab es hierzulande erst rund 5800 Farbfernsehgeräte. Der Durchbruch in den Käuferzahlen erfolgte mit den Olympischen Spielen in München 1972 und der Fußball-WM 1974 in Deutschland. Der Anschaffungspreis war mit ab etwa 2000 DM relativ teuer, dennoch wurden bereits Anfang der 1970er pro Jahr bis zu 1,4 Millionen Farbfernsehgeräte verkauft. An dem TV-Boom wurde auch Kritik laut: Die attraktiven, farbigen Bilder auf der Mattscheibe seien für eine um zwei bis drei Stunden verkürzte Nachtruhe verantwortlich.


Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag „Für die Jugend“
zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V.

Motive der Augsburger Puppenkiste:

Urmel aus dem Eis zu 70 Cent (3325)

Kleiner König Kalle Wirsch zu 85 Cent (3326)

Kater Mikesch 145 Cent (3327)


Es ist ein Erinnerungsschatz aus vordigitaler Zeit: An Fäden hängende Holzpuppen, virtuoses Marionettenspiel mit markanten Sprechstimmen, flotte Inszenierungen mit Witz und Gesang sowie Requisiten, die auf Improvisationsfreude schließen lassen – etwa blaue Plastikfolien als wogende See. Die 1948 von Walter Oehmichen gegründete Augsburger Puppenkiste hat Generationen von Kindern bis ins Erwachsenenalter begleitet und begeistert. Einen gewaltigen Popularitätsschub erlebte die Marionettenbühne noch, als 1953 das noch junge Medium Fernsehen einstieg und regelmäßig ihre Aufführungen ausstrahlte. Die Augsburger Puppenkiste inszenierte in den folgenden Jahren mit seinem ständig wachsenden Ensemble unzählige Märchen und Kinderbücher und erweckte mit der Kunst des Marionettenspiels einzigartige Charaktere zum Leben. Dabei sind damals wie heute alle Puppen in der hauseigenen Werkstatt aus Lindenholz selbstgeschnitzt. So entstanden auch die Figuren zu „Urmel aus dem Eis“ (1969), „Kleiner König Kalle Wirsch“ (1970) und „Kater Mikesch“ (1964/1985).



Markenheftchen nassklebend zum Thema
„500 Jahre Reformation – Martin Luther“


MARKENBOX Thema: „Design in Deutschland“
mit 100 selbstklebenden Sonderpostwertzeichen aus der Serie
„Design in Deutschland“ 2016 mit dem Motiv „Lifestyle“
MICHEL-Nummer: 3330

100 selbstklebende Sonderpostwertzeichen zu 145 Cent, Motiv „Hans Theo Baumann – Glasgefäße“ aus der Serie „Design aus Deutschland: Lifestyle“, auf einem Trägerstreifen (rückseitig in Fünferschritten nummeriert). Die Dokumentation des Erstverkaufstages erfolgt durch die Stempelung mit dem Erstverwendungsstempel Bonn bei den Sonderstempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Post-Tower, Charles-de-Gaulle-Str. 20, 53113 Bonn auf. Die für nassklebende Postwertzeichen geltenden Ersttagsstempel sind nicht für die selbstklebenden Marken aus dieser Box bestimmt. Verkauf der Markenbox ab 10.08.2017 durch das Versandzentrum Weiden, sowie in Postfilialen und –agenturen. Über das Versandzentrum in Weiden ist auch die Abgabe als Fünferstreifen möglich. Als Einzelmarke – auf unnummerierter Trägerfolie – ist diese selbstklebende Ausgabe im Abonnement ebenfalls über das Versandzentrum in Weiden erhältlich.

… Dies war es mit dem „August-Sommerloch“ in der Philatelie in Deutschland!! – Achtung! Nein, Sorry, Nein! Es folgt noch das I-Tüpfelchen im „Angebot“:

Prio Sendungen bei den Stempelstellen Weiden und Berlin

In der Post-Info „Stempel & Philatelie – Philatelie vor Ort“ Ausgabe 14 –2017 auf Seite 19 kann jede Sammlerin und jeder Sammler folgendes „Angebot“ der Stempelstellen in Weiden und Berlin nutzen (oder auch nicht):

„Für einen Aufschlag von 0,90 Euro zum normalen Porto können Standardbriefe, Kompaktbriefe und Postkarten mit dem Prio-Service versehen werden. „Prio“ bedeutet eine bevorzugte Behandlung der Sendung. Die Laufzeitmessung bei Prio Sendungen beginnt mit dem Einscannen bei den Stempelstellen und endet im Ziel-Briefzentrum. Dieser Dienst wird ab sofort bei den Stempelstellen in Weiden und Berlin auch für Sammlersendungen angeboten. Alle Stempelaufträge werden wie zuvor in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet und gestempelt. Sendungen mit dem Wunsch „Prio“ werden mit dem „H-Aufkleber“ versehen und eingescannt. Auf Wunsch wird dem Absender auch der Einlieferungsbeleg zugesandt.“

Die Laufzeitmessung endet (bereits) am „Ziel-Briefzentrum“? Warum nicht bei der Aushändung beim Kunden / Einwurf im Briefkasten? Muss hier ein Kommentar, eine Interpretation, folgen? Steht das „H“ auch für „Ha, Ha, Hahhh“?  Die Aktienbesitzer der Deutschen Post AG freuen sich! – Meinungsfreiheit und Pressefreiheit beruhen auch auf Vernunft, auf Wissen und dem Kampf gegen Intoleranz: deshalb hier die Verlinkung zur Deutschen Post AG „Häufigste Fragen zu PRIO„!

Die Juli-Ausgaben in Deutschland kommen erst am 13.7.17!

Fast in der Monatsmitte, am 13. Juli 2017, erscheinen die neuen Postwertzeichen und ein Umschlag. Leider kein neues Folienblatt, aber dafür zwei Neuauflagen von Rollenmarken der Dauerserie „Blumen“ – nun mit dem populären und attraktiven EAN-Code! Ob dabei die 200er-Rolle der Blumenausgabe „Goldmohn“ vom 9. November 2006 – nach über 10 Jahren – auch noch die selbe Druckqualität (Rastertype) hat? Die Rollenmarken-Experten meinen: Ein Vergleich lohnt sich bestimmt!

Sonderpostwertzeichen: 200 Jahre Fahrrad – 1817 Karl Drais
MICHEL-Nummer: 3320

Am 12. Juni 1817 fuhr Karl Freiherr von Drais (1785 – 1851) das erste Mal auf seiner hölzernen Laufmaschine durch Mannheim. Es war ein ungewöhnliches Bild: Durch kräftiges und gleichmäßiges Abstoßen der Füße bewegte und balancierte der Erfinder und Oberforstrat das „Ur-Fahrrad“ am Schloss vorbei und die gepflasterte Chaussee entlang. Was da so scheinbar unspektakulär vor nunmehr 200 Jahren Richtung Schwetzingen und zurück rollte, liefert bis heute Antworten auf aktuelle Herausforderungen: Es ist energieeffizient und emissionsfrei, es wirkt dem Verkehrsinfarkt entgegen und fördert die Gesundheit. Im 20. Jahrhundert machte das Fahrrad als Sport-, Fitness- und Freizeitgerät Karriere – vom Rennrad übers Mountainbike bis hin zum Pedelec mit zuschaltbarer Motorunterstützung. Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn wurde als Sohn eines badischen Hofrichters in Karlsruhe geboren. Er absolvierte eine Ausbildung im Forstdienst und schrieb sich für Mathematik, Physik und Baukunst an der Universität Heidelberg ein. 1810 stellte ihn sein Pate, Großherzog Karl Friedrich von Baden, bei vollen Bezügen vom Dienst als Forstwirt frei, damit er seiner Tätigkeit als Erfinder nachgehen konnte. Während der badischen Revolution von 1849 legte er seinen Adelstitel nieder und wollte nur noch Bürger Karl Drais genannt werden. Nach der Niederschlagung des Aufstands wurde ihm seine Pension entzogen, so dass er 1851 verarmt in Karlsruhe starb. Bis heute gilt Drais als Erfinder des weltweit erfolgreichsten Fortbewegungsmittels. Selbst im „Autoland“ Deutschland stehen 45,1 Millionen Pkw geschätzt 81 Millionen Fahrräder gegenüber. Die Drais-Städte Mannheim und Karlsruhe feiern den 200. Geburtstag des Pioniers mit einem mehrmonatigen Festprogramm. Mannheim zelebriert das Jubiläumsjahr unter der Dachmarke „Monnem Bike – wo alles begann“. Unter dem Motto „Ganz schön Drais“ lädt Karlsruhe zu verschiedenen Aktionen ein, deren Schwerpunkt das Festwochenende „RADiale“ vom 25. bis 28. Mai 2017 ist.


Sonderpostwertzeichen: 150 Jahre Norddeutscher Bund
MICHEL-Nummer: 3321

Der preußische Ministerpräsident und spätere Reichsgründer Otto von Bismarck führte maßgeblich Regie: Mit der Gründung des Norddeutschen Bundes, dessen Verfassung im Juli 1867 in Kraft trat, entstand erstmals ein föderalistischer Bundesstaat unter preußischer Führung. Zuvor war Österreich – nach seiner militärischen Niederlage 1866 – aus der Gestaltung der deutschen Politik ausgeschieden. Bismarck legte den Norddeutschen Bund als Provisorium an, da die abwartende Haltung der süddeutschen Staaten, aber auch der Widerstand Frankreichs zunächst noch den Weg zu einem deutschen Nationalstaat versperrte. Insofern ist der Norddeutsche Bund eine wichtige Zwischenstufe zur Reichsgründung 1871. Nach dem Sieg Preußens im Deutschen Krieg 1866 musste Österreich die Neuordnung der Verhältnisse in Deutschland hinnehmen. An die Stelle des 1815 gegründeten Deutschen Bundes, in dem Österreich in beständiger Rivalität zu Preußen Hegemonialmacht gewesen war, trat der Norddeutsche Bund. Damit war der Weg frei für die Neugestaltung Deutschlands. Der Norddeutsche Bund umfasste die 22 nördlich der Mainlinie liegenden deutschen Mittel- und Kleinstaaten sowie die Freien Städte Hamburg, Bremen und Lübeck mit insgesamt etwa 30 Millionen Einwohnern. Bismarck baute hinsichtlich des Beitritts der süddeutschen Länder auf die Anziehungskraft der liberalen Bundesverfassung. Sie gestand den Vertretern der Einzelstaaten im Bundesrat gewisse politische Gestaltungsmöglichkeiten zu, etwa bei der Gesetzgebung. Damit gelang es Bismarck, die öffentliche Meinung in Deutschland für eine nationale Vereinigung zu gewinnen, auch wenn sie von oben verordnet war und unter preußischer Führung vonstatten ging. Hatten die Liberalen als prägende politische Kraft den konservativen Ministerpräsidenten bislang scharf bekämpft, so machten sie nun angesichts der Fortschritte bei der nationalen Einigung ihren Frieden mit Bismarck – eine nicht unerhebliche Voraussetzung für die Reichsgründung 1871.



Sonderpostwerzeichen Mikrowelten:
Menschliches Haar
MICHEL-Nummer: 3322

Im Grenzbereich zwischen Wissenschaftsfotografie und künstlerischer Visualisierung bewegt sich seit vielen Jahren Prof. Manfred P. Kage, der Pionier der Mikrofotografie. Ende der 1960er Jahre prägte er für sein Metier den Begriff „Science Art“. Zwar kennen wir alle das menschliche Haar durch eigene Anschauung, aber in 250facher Vergrößerung erscheint es in ganz neuem Licht. Beim allseits bekannten Vitamin C, das als Mikrofotografie durch ungewöhnliche Farbenspiele fasziniert, liegt der Überraschungseffekt für den Laien vielleicht eher darin, dass es überhaupt konkret sichtbar gemacht werden kann. Die „Serie Mikrowelten“ lotet den ästhetischen Reiz mikroskopisch kleiner Strukturen aus. Die äußere Schicht des Haares bildet eine Schuppenschicht (Kuticula) aus tannenzapfenförmigen, flachen Hornzellen. Die Kuticula umhüllt die Cortex (Rinde), die rund 80 Prozent des Haaranteils ausmacht. Aber wie dick ist es denn nun, das menschliche Haar? Die Frage lässt sich gar nicht so leicht beantworten, da die Haardicke genetisch bedingt ist und nach Herkunft variiert. Ein europides Haar ist 0,05 bis 0,07 Millimeter dick, dunkles asiatisches Haar im Vergleich dazu deutlich dicker. Der Durchschnitt in Asien liegt zwischen 0,08 und 0,12 Millimeter.

Sonderpostwerzeichen Mikrowelten:
Vitamin C
MICHEL-Nummer: 3323

Vitamin C ist der „Promi“ unter den Vitaminen. Seine Wirkkraft entfaltet es etwa zur Unterstützung des Immunsystems – als Vorbeugung etwa gegen Erkältungen – und im Kampf gegen die sogenannten freien Radikalen, die auch mit der Entstehung von Krebs in Zusammenhang gebracht werden. Ascorbinsäure, wie Vitamin C auch genannt wird, leistet einen wichtigen Beitrag zum Zellschutz. Der Körper kann Ascorbinsäure nicht selbst herstellen, weshalb sie über die Nahrung aufgenommen werden muss. Vitamin C steckt vor allem in Zitrusfrüchten, Obst und frischem Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 110 Milligramm Vitamin C für Männer und 95 Milligramm für Frauen. Zur Deckung des Tagesbedarfs reichen schon zwei Orangen.

Rollenmarken der Dauerserie „Blumen“:

Zwei bundesdeutsche Frankaturwerte: der Goldmohn“ zu 200 Cent (MICHEL-Nummer 2568) und die „Alpendistel“ zu 250 Cent (MICHEL-Nummer 3199) nun als 200er-Rolle je mit EAN-Code. – Ein kostspieliges Hobby für den Rollenmarken-Komplett-Sammer, denn der Postpreis beträgt 400,- und 500,- Euro für jede vollständige Rolle!

GEDENKGANZSACHE / Briefumschlag:
60. Jahrestag Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Das Motiv des Zudrucks zeigt die „Große Preismedaille für Kunst“ aus dem Jahre 1842, auf der der Sonnengott Helios im Sonnenwagen wie auf einem Thron über dem 1830 eröffneten Alten Museum dargestellt ist. Karl Friedrich Schinkels Altes Museum im Zentrum Berlins, heute unter dem Dach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, beherbergt auch das Münzkabinett, in dem die abgebildete Medaille zu finden ist. Als Vignette ist eine grafische Umsetzung des gekrönten Königlich-Preußischen Adlers dem Text der Gedenkganzsache beigeordnet. Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der o.a. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf. Die Ganzsache ist ab dem 13.07.2017 über das Versandzentrum Weiden erhältlich bzw. wird den Abonnenten mit Sofort- bzw. Sammelbezug entsprechend den jeweiligen Regelungen zugesandt.

Am 8. Juni 2017 neue Briefmarken in Deutschland – natürlich mit neuem Folienblatt und neuen Rollenmarken mit EAN-Code!

Postwertzeichen Dauerserie Blumen
„Winterling“ zu 10 Cent im Kleinbogen / Zehnerbogen und in
Kleinrollen / Rollenmarken zu 200 und 500 Stück
(Nach jedem fünften Postwertzeiche ein EAN-Feld –
unterschiedlicher Code je Rollengröße!)
MICHEL-Nummer: 3314

Sein Name trügt, denn der Winterling (Eranthis hyemalis) ist ein Frühlingsbote. Als eine der ersten Blumen des Jahres spitzen bei mildem Wetter ab Ende Januar vorsichtig seine Knospen aus der Erde. Der Winterling gehört mit dem Schneeglöckchen zu den Frühblühern – dicht gefolgt von Krokussen, Märzenbecher, Narzissen und Hyazinthen. An ihren dicken Stielen trotzen sie unbeirrt den letzten Schneeresten und schenken uns bereits im Spätwinter eine Ahnung des kommenden Frühlings. Einzeln oder in kleinen Gruppen kommt das etwa zehn bis 15 Zentimeter hohe, gelbe Blümchen aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculacae) noch nicht so richtig zur Geltung, doch wenn der Winterling auf humusreichen Böden unter Sträuchern und lichten Laubbäumen dichte gelbe Teppiche bildet, wird er zu einem wahren Hingucker.Die Blüten haben meist sechs Blütenblätter und befinden sich am Ende des Stängels direkt über den tief eingeschnittenen grünen Stängelblättern. Neben ihrem kräftigen Farbton fallen die Knollenpflanzen vor allem durch ihren starken, weit tragenden Duft auf. Es ist der erste und stärkste Duft des Vorfrühlings und lockt bereits im Februar die ersten Insekten an. Vor allem Bienen lieben die Frühblüher mit der grünen Halskrause. Meist sind Winterlinge ihre erste Nektarquelle nach langen Wintermonaten. Am besten gedeihen die kleinen Pflänzchen, wenn man sie weitgehend in Ruhe lässt. Nur der Standort muss stimmen: Humusreich und feucht sollte der Boden sein, dann benötigen die Frühblüher keine weiteren Düngergaben. Auch leichte Sonne unter spät austreibenden Bäumen ist ideal. Schatten sowie die Nähe zu Nadelbäumen mag Eranthis hyemalis hingegen gar nicht. Haben Winterlinge einmal den richtigen Standort gefunden, verbreiten sie sich von ganz alleine. Nach ein paar Jahren lässt das herrlich gelbe Farbenspiel den Puls jedes Gartenfreundes höher schlagen. Ursprünglich stammt Eranthis hyemalis aus Südeuropa. Mitte des 16. Jahrhunderts brachten Botaniker die Zierpflanze aus Italien zu uns.

Postwertzeichen Dauerserie Blumen
„Hasenglöckchen“ zu 20 Cent im Kleinbogen / Zehnerbogen und
In Kleinrollen / Rollenmarken zu 200 und 500 Stück
(Nach jedem fünften Postwertzeiche ein EAN-Feld –
unterschiedlich je Rollengröße!)
MICHEL-Nummer: 3315

Das Atlantische Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta) schmückt in seiner wildwachsenden Form von April bis Mai halbschattige bis schattige Mischwälder mit einem intensiv süß duftenden blauen Teppich – ein romantisches Naturerlebnis der besonderen Art. Sein Verbreitungsgebiet erstreckte sich ursprünglich an der europäischen Westküste von Portugal bis Schottland. In Mitteleuropa wurde die 15 bis 40 Zentimeter große Zwiebelblume aus der Familie der Spargelgewächse, die bei uns auch „Waldhyazinthe“ genannt wird, über Verwilderungen aus Gartenanlagen heimisch. Das Hasenglöckchen eignet sich auch perfekt als Gartenblume, da es nicht sonderlich anspruchsvoll ist, sich aber dennoch munter vermehrt. Charakteristisch für alle Hasenglöckchen ist der traubige Blütenstand, der sich über bandförmige Grundblätter erhebt. An dem Stängel befinden sich sechs bis zwölf gestielte Blüten. Sie sind schmal glockig und nicken alle zu einer Seite. Die blauviolette, in Ausnahmefällen auch weiße oder rötliche Blütenhülle hat am unteren Ende zurückgekrümmte Zipfel. Hasenglöckchen bieten sich besonders für den Naturgarten oder naturnahe Gartenteile an. Am Gehölzrand verwildern sie gerne und vereinnahmen durch Selbstaussaat schnell große Flächen. Was den Standort angeht, sollte man eine halbschattige und windgeschützte Stelle aussuchen. Ideal ist ein Laubhumusboden. Eine Besonderheit des Hasenglöckchens ist, dass es als Nationalblume der Engländer gilt. In England wächst die Hälfte des weltweiten Bestands wildwachsender Atlantischer Hasenglöckchen. Dort färben im Frühling beeindruckende Vorkommen die Böden ganzer Wälder blau. Wer das einmal mit eigenen Augen sehen möchte, muss aber nicht mal die Reise über den Ärmelkanal antreten. Als Geheimtipp innerhalb Deutschlands gilt der „Wald der blauen Blumen“, der sich bei Hückelhoven-Doveren (Kreis Heinsberg) ganz im Westen Nordrhein-Westfalens befindet. Auch dessen Waldboden bildet von Mitte April bis Mitte Mai ein leuchtend blaues Meer aus blühenden Hasenglöckchen.

Sonderpostwertzeichen der Serie „Leuchttürme“ mit
Thema „Kiel Holtenau“ und „Bremerhaven Unterfeuer“

Kiel-Holtenau
MICHEL-Nummer: 3316

Mit seiner wilhelminischen Backsteinarchitektur zählt das Wahrzeichen des Stadtteils Kiel-Holtenau zu den schönsten Leuchtfeuern der deutschen Küste. Der 1895 fertiggestellte und 20 Meter über das Gelände aufragende Leuchtturm ist Teil eines perfekt abgestimmten Ensembles aus Tiessenkai, Packhaus und Schleusengruppe. Der runde Leuchtfeuerturm fußt auf einem achteckigen Unterbau, in dem sich die „Dreikaiserhalle“ befindet. An den Unterbau ist außerdem ein runder Treppenturm angegliedert, der in den Leuchtturm führt. Die Gestaltung des Bauensembles ist farblich fein abgestimmt: Rote und braune Ziegel wechseln mit grauen und rotbraunen Fugen. Gesimse, Dach und Sockel bestehen aus grauem und rotem Granit. Der Leuchtturm Kiel-Holtenau ist während des von 1887 bis 1895 dauernden Baus des Nord-Ostsee-Kanals – damals noch Kaiser-Wilhelm-Kanal – errichtet worden. Der greise Kaiser Wilhelm I. persönlich legte 1887 den Grundstein des Kanals im Fundament des Turmes. Das Kanalbauwerk ist unter Mitbenutzung der alten Linienführung des Eiderkanals die direkte Verbindung zwischen Nord- und Ostsee. Daher ist auch über dem Haupteingang ein halbrundes Relief eingelassen, das die beiden Meerjungfrauen „Nordsee“ und „Ostsee“ zeigt, die sich die Hände reichen. Die künstliche Wasserstraße war von großer militärischer Bedeutung, da sich durch den Kanal Schiffseinheiten in kurzer Zeit zwischen den beiden deutschen Meeren hin- und her verlegen ließen. Das Bauwerk – ein bedeutendes Symbol des deutschen Kaiserreichs – steht an strategisch wichtiger Stelle, da es zusammen mit dem Leuchtturm Kiel-Wik den Eingang zum Nord-Ostsee-Kanal markiert. Sein unterbrochenes weiß-grünes Lichtsignal bezeichnet die Steuerbordseite der Kanalzufahrt. Die Feuerhöhe befindet sich auf 22 Meter über Normalhöhennull (NHN), die Tragweite ist elf Seemeilen (weiß) und acht Seemeilen (grün). Umgeben ist der Turm, in dem seit einiger Zeit auch Trauungen durchgeführt werden, von einer Grünanlage, die auf Aushubmaterial des Kanals angelegt wurde.

Bremerhaven Unterfeuer
MICHEL-Nummer: 3317


Mit seiner ungewöhnlichen Silhouette hat der Leuchtturm Bremerhaven Unterfeuer schon immer die Fantasie der Betrachter angeregt. So hat ihm seine überdimensionale Kugelspitze die Spitznamen „Minarett“ und „Zwiebelturm“ eingetragen. Der aus Eisen konstruierte und mit Stahlplatten verkleidete, kreisrunde, sich nach oben stark verjüngende Baukörper hat zudem auf halber Höhe einen Umgang. Der rot-weiße Turm wurde 1893 als Unterfeuer zum Großen Leuchtturm Bremerhaven gebaut, dem Simon-Loschen-Leuchtturm. Zusammen mit diesem 208 Meter weiter nördlich stehendem Oberfeuer bildet der Leuchtturm Bremerhaven Unterfeuer die Richtfeuerlinie Bremerhaven, die für die Weser auf- und abwärts fahrenden Schiffe die Mitte des Fahrwassers im Blexener Bogen bei Nordenham markiert. Der zunächst rund 22 Meter hohe Leuchtturm, dessen Entwurf von dem Hafenbauingenieur Rudolf Rudloff stammte, befand sich früher auf der Südmole der Schleuse zum Neuen Hafen und sicherte gemeinsam mit dem Großen Leuchtturm die Weser-Schifffahrt. Die Kugelspitze trug früher ein Windmessgerät. Zunächst wurde der Turm von einem Leuchtturmwärter betrieben, wobei der Umgang noch als Aussichtsplattform bestiegen werden konnte.

Sonderpostwertzeichen „100. Geburtstag Heinz Sielmann“
MICHEL-Nummer: 3318

„Nichts hinterlässt einen tieferen Eindruck als das persönliche Erleben in freier Natur“ wusste der Tierfilmer Heinz Sielmann (1917–2006) und setzte sich zeitlebens für die Erhaltung und Schaffung von naturnahen Lebensräumen für Tier- und Pflanzenarten ein. Die von ihm konzipierte und moderierte ARD-Reihe „Expeditionen ins Tierreich“ (1965–1991) machte ihn deutschlandweit bekannt. Als Regisseur, Autor, Kameramann und Produzent war Sielmann aber auch ein weltweit anerkannter und vielfach ausgezeichneter Tierdokumentarfilmer. Sielmann drehte Kino-Erfolge wie „Lied der Wildbahn“ (1949), „Herrscher des Urwalds“ (1957), „Galapagos“ (1960) und „Lockende Wildnis“ (1988). Sielmann entwickelte einen unverwechselbaren Stil, mit dem er im Bereich Tierfilm Maßstäbe setzte. Anders als viele seiner Kollegen zeigte er nicht nur Aufnahmen von möglichst possierlichen oder exotischen Tieren, sondern vor allem deren Verhalten. Dafür entwickelte Sielmann innovative Filmtechniken. Der erste große Erfolg im „Sielmann-Stil“ wurde der Spechtfilm „Zimmerleute des Waldes“ (1954), der mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet wurde. Sielmann hatte dafür einen Baumstamm angesägt und einen brütenden Specht behutsam daran gewöhnt, dass hinter einer Glasscheibe eine Kamera das Geschehen im Nest wochenlang dokumentierte. 1994 gründete Sielmann mit seiner Frau Inge die Heinz Sielmann Stiftung. Die Stiftung will vor allem junge Leute besser mit der Natur ver
adler-0018.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversandtraut machen. „Man kann etwas nur dann schützen, wenn man es kennt“, betonte Sielmann. Und: „In unserer Jugend liegt das größte Kapital der Naturschützer.“ Viele Tausend Schüler haben mittlerweile das  Erlebniszentrum auf Gut Herbigshagen bei Duderstadt besucht. Die Stiftung Heinz Sielmann verleiht zudem Preise für engagierten Umweltschutz. Außerdem erwirbt die Stiftung regelmäßig große, unzerschnittene Gebiete in Deutschland, um sie für den Naturschutz zu sichern. „Das Beste für den Naturschutz ist es, die Flächen einfach zu kaufen“, sagte Sielmann einmal.

Markenset / Folienblatt „100. Geburtstag Heinz Sielmann“ mit
je 10 selbstklebenden Sonderpostwertzeichen
MICHEL-Nummer: 3319 (selbstklebend)
MICHEL-Folienlblatt: FB 69

Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig, auf selbstklebendem Verbundmaterial mit DP2-Papier. Die selbstklebenden SPWz sind mit dem am 08.06.2017 erscheinenden nassklebenden SPWz motividentisch. Sie sind gegenüber der nassklebenden Ausgabe verkleinert. Aufgrund dieser Formatänderung können diese Sonderpostwertzeichen nicht mehr als druckidentische Ausgaben der nassklebenden Ursprungsmarken gelten. Sie müssen als eigene Ausgabe gewertet werden. Bezüglich der Darstellung im MICHEL-Katalog entsteht damit allerdings keine neue Qualität, denn bereits bisher wurden dort die selbstklebenden Parallelausgaben mit einer eigenen Hauptnummer aufgeführt. Deshalb bietet die Deutsche Post bereits seit dem 1. Januar 2007 ihren Kunden ergänzend die selbstklebenden PWz als Einzelmarken im Rahmen einer Abo-Erweiterung an. Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der o.a. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. Als Einzelmarken – 39,0 x 22,4 mm + ca. 1,5 mm Rahmen (Rückseite unbedruckt) – sind die selbstklebenden Ausgaben im Abo bei der Niederlassung Privatkunden / Filialen in Weiden erhältlich

Gedenkganzsache / Briefumschlag
„250. Geburtstag Wilhelm von Humboldt“

Wilhelm von Humboldt, der Bruder des ebenfalls bekannten Alexander von Humboldt, galt als Bildungsreformer, Gelehrter, Schriftsteller und nicht zuletzt als Staatsmann. Die Gedenkganzsache zeigt auf einem kolorierten Stahlstich (um 1860) von Johann Boumann die Vorderansicht des Vorlesungsgebäudes der damaligen Friedrich- Wilhelms-Universität. Heute wird das Gebäude in Berlin weiter als Humboldt-Universität geführt. Im oberen Bildteil befindet sich ein Porträt von Wilhelm von Humboldt, das ebenfalls als Stahlstich um 1853 angelegt wurde. Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der o.a. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin.

KLEINROLLEN der Dauerserie „Blumen“
„Madonnenlilie 260 Cent“ mit 200 nassklebenden Briefmarken.
Als Neuauflage: Fünferstreifen mit EAN-Code.

KLEINROLLEN der Dauerserie „Blumen“
„Aster 50 Cent“ mit 200 und 500 nassklebenden Briefmarken.
Als Neuauflage: Fünferstreifen mit mit unterschiedlichen EAN-Code je Rollengröße!

Teilnahme der Deutschen Post Philatelie am Welterbetag 2017
Oberharzer Bergwerkmuseum, Bornhardtstr. 16, 38678 Clausthal-Zellerfeld,
Textzusatz: Deutsche Post / Erlebnis: Briefmarken / Welterbetag /
“Oberharzer / Wasserwirtschaft“ / 125 Jahre / Schacht / Kaiser Wilhelm II.
Bildzusatz: Förderturm der Schachtanlage Kaiser Wilhelm II. in Clausthal-Zellerfeld
Hinweis:
Das „Erlebnis: Briefmarken“- Team Hannover ist von 10:00 bis 17:00 Uhr vor Ort und führt diesen Stempel mit. Zusätzlich wird für die Veranstaltung ein E:B Brief Format DIN C6 (162 x 114 mm)
zum Verkauf angeboten. Dieser E:B Brief ist nur vor Ort erhältlich.
Keine Bestellung möglich!

Am 11. Mai 2017 neue Postwertzeichen, Folienblätter und Ganzsachen in Deutschland!

Postwertzeichen der Dauerserie Blumen:
Seerose 45 Cent (nassklebend)
im Zehnerbogen sowie in Kleinrollen zu 200 und 500 Stück
MICHEL-Nummer: 3303

Der französische Impressionist Claude Monet war von ihr ganz hingerissen. Immer wieder wählte er die Seerose (Nymphaea) als ein Hauptmotiv seiner Garten- und Wassergemälde. Verwunderlich ist das nicht, umgibt die populärste aller Schwimmblattpflanzen doch nicht nur etwas Mystisches und Geheimnisvolles, die Seerose zaubert auch die unumstritten schönsten Farbtupfer auf Seen und Teiche. Je nach Sorte schwimmen die anmutigen Blüten entweder direkt auf dem Wasser oder scheinen knapp unter der Oberfläche schwerelos dahinzuschweben. Ebenfalls äußerst apart sind die großen, tellerförmigen Schwimmblätter. Insbesondere Frösche und Insekten genießen auf dieser „Blatt-Terrasse“ den warmen Sonnenschein. Blütezeit der meisten Seerosenarten ist Juni bis September. Die Blüten öffnen sich morgens und schließen sich bei Sonnenuntergang wieder. Sie tragen reichlich Blütenstaub, mit denen sie Fliegen, Schilfkäfer oder andere Insekten anlocken.
Die Stiele der Seerose, die Rhizome, sind tief im Grund des Gewässers verankert. Bis zu drei Meter lang können sie werden. Die Seerose hat damit die längsten Blattstiele aller heimischen Blütenpflanzen. Die bekannteste und verbreitetste Seerosenart in Europa ist die Weiße Seerose (Nymphaea alba). Sie ist auf Seen, Weihern, Teichen und in langsamen Fließgewässern zu finden. Daneben gibt es durch Kreuzung europäischer und tropischer Arten zahlreiche weitere Sorten, die gelb, rosa, rot oder violett blühen und auch in den Blütengrößen variieren. Um die Seerose ranken sich viele Legenden. Eine davon besagt, dass Nymphen oder Nixen den in die Tiefe ziehen, der versucht Seerosen zu pflücken. Dies geschieht allerdings weniger, weil Nixen die Pflanzen behüten, sondern weil sich die Blumenpflücker leicht im Gewirr der seilartigen Stiele verheddern und so Gefahr laufen, nicht mehr zurück an die Oberfläche zu gelangen. Der Legendenbildung um die „Nixenblume“ tut diese nüchterne Erklärung keinen Abbruch. Im eigenen Gartenteich ist die Gefahr ohnehin eher gering.

 

Postwertzeichen der Dauerserie Blumen:
Johanniskraut 90 Cent (nassklebend)
Zehnerbogen und Rolle zu 200 Stück
MICHEL-Nummer: 3304

Das Bocks-Johanniskraut (Hypericum hircinum) sticht unter den rund 450 Arten des Johanniskrauts durch seine außergewöhnlich schöne gelbe Blüte mit ihren sehr langen, fragilen Staubfäden hervor. Heimisch ist das Bocks-Johanniskraut mit seinen fünf Unterarten in unseren Breiten nicht, es wächst von Marokko über Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland bis in die Türkei und von Saudi-Arabien bis Syrien. Allerdings ist die Pflanze winterhart, so dass einige Gartenbaubetriebe sie mittlerweile auch hierzulande als Zierpflanze vertreiben. Johanniskräuter haben in der Volksmedizin traditionell eine große Bedeutung, auch das Bocks-Johanniskraut steht da nicht zurück: Sein Pflanzenöl hat bedeutsame antimikrobielle, antiproliferative und antioxidative Eigenschaften, die etwa in der Krebstherapie bereits erfolgreich erprobt werden. Die Blätter des Bocks-Johanniskrauts variieren im Duft zwischen dem Bocks-Geruch und einer zitronen- oder kampferartigen Note. Daher wird aus den getrockneten Blättern, etwa auf Mallorca, auch Tee hergestellt. Bei uns in Deutschland sind 18 Arten des Johanniskrauts einheimisch. Darunter ist das Tüpfel-Johanniskraut (Hypericum perforatum) am bekanntesten. Das bei uns heimische Tüpfel-Johanniskraut, auch Echtes Johanniskraut genannt, besiedelt Gebüschsäume und Waldränder, Heiden, Magerrasen und -weiden, Böschungen und Brachflächen. Das Wurzelwerk ist bis zu 50 Zentimeter tief im Boden verankert. Die sonnenliebende Pflanze wächst auf 30 bis 100 Zentimeter Höhe, wobei die reichbelaubten Stängel der sommergrünen Staude große, doldenähnliche Blütenstände tragen. 2015 war das Echte Johanniskraut die Arzneipflanze des Jahres. Johanniskrautöl kann durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften bei Hautproblemen helfen. Es beruhigt insbesondere trockene und schuppige Hautpartien. Johanniskraut-Extrakte können außerdem die Stimmung aufhellen, Angstzustände lösen, nervöse Unruhe lindern und sogar Depressionen leichten bis mittelschweren Grades positiv beeinflussen.

Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag der Serie:
 „Für den Sport“ zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Sporthilfe
Thema: „50 Jahre Deutsche Sporthilfe (Leistung, Fairplay, Miteinander)“
MICHEL-Nummer: 3307 (70er Leistung)
MICHEL-Nummer: 3308 (85er Fairplay)
MICHEL-Nummer: 3309 (145er  Miteinander)

Auch zum 50jährigen Jubiläum der Deutschen Sporthilfe 2017 fließen die Zuschläge der Briefmarkenserie „Für den Sport“ an die private Stiftung, die das Jubiläumsjahr unter das Motto „50 Jahre Zukunft“ stellt. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Stiftung Deutsche Sporthilfe über 409 Millionen Euro für die Förderung von jungen Talenten und Spitzenathleten aufgewendet. Das ist gut angelegtes Geld, denn der Sport hat in seiner Vorbildfunktion viele Facetten, die unsere Gesellschaft bereichern. Einige davon – Leistung, Fairplay und Miteinander – sind jetzt zum Briefmarkenmotiv aufgestiegen. Im Sport kann Leistung einfach erfasst und über Raum und Zeit verglichen werden. Meisterschaften und Rekordlisten geben Auskunft darüber, wer in einer Disziplin an welcher Stelle steht. Zur Leistung gehören hartes und ausdauerndes Training sowie die richtige Mentalität. Aber Leistung ist relativ. Auch der Erstklässler, der es im Schwimmunterricht das erste Mal von einem Beckenrand zum anderen schafft, hat wirklich etwas „geleistet“. Wer Sport treibt, trainiert nicht nur seinen Körper, sondern auch seinen Charakter. Zur Charakterschulung dient dabei die Ethik des „Fairplay“ im Sport. Der aus England stammende Begriff ist getragen vom Respekt für den Gegner. Im Sport wird es immer Gewinner und Verlierer geben. Wer aber der Versuchung standhält, unfair zu sein, ist auf jeden Fall ein Sieger. Der Erfolg von Fußballmannschaften, Ruderteams oder 4 x 100-Meter-Staffeln – um nur einige zu nennen – hängt vom Teamwork ab. Gegenseitige Hilfe wird zum Schlüssel des Erfolgs. Die Stärken des einen gleichen die Schwächen des anderen aus. Nur dann entsteht etwas, was man dem „Mannschaftsgeist“ als Bonus zuschreibt: Ein gut funktionierendes Team ist besser als die Summe seiner Einzelteile. Viele soziale Projekte machen sich diese integrative Kraft des Sports zunutze, wenn sie gemeinsame Turniere veranstalten für gesunde und behinderte Kinder oder für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund.

 

Postwertzeichen der Dauerserie Schreibanlässe:
Thema: Trauer und Einladung

Trauer:
MICHEL-Nummer: 3305

Jeder von uns kommt im Laufe seines Lebens in die Situation, dass eine uns bekannte Person verstirbt. Mal steht uns dieser Mensch sehr nahe, mal ist es ein entfernter Verwandter oder ein Geschäftspartner. Immer jedoch stellt der Verlust eines geliebten Menschen für die Angehörigen eine emotionale Ausnahmesituation dar. Mit einer Beileidbekundung beziehungsweise einem Kondolenzschreiben kann man sein Mitgefühl und seine Anteilnahme ausdrücken und damit der trauernden Person Trost spenden. Angesichts des Todes eines lieben Verwandten, eines langjährigen Kollegen oder der freundlichen alten Nachbarin fällt es vielen Menschen jedoch schwer, die richtigen Worte zu finden. Wie schreibt man persönlich und zugleich würdevoll über den Verstorbenen? Bei einem Beileidschreiben geht es darum, dem Trauernden mitzuteilen, dass man seine Empfindungen nachvollziehen kann und dass man seinen Kummer über den Verlust eines geliebten Menschen versteht. Phrasenhafte Formulierungen wie „das Leben geht weiter“ oder „die Zeit heilt alle Wunden“ sind fehl am Platz. Das Ziel eines Kondolenzbriefs ist niemals, die Hinterbliebenen von ihrer Trauer zu befreien. Stattdessen sollte man sie in ihrer Trauer begleiten und sich auf ihren Abschiedsschmerz einlassen. Um das zu erreichen, sollte der Kondolenzbrief so verfasst sein, dass die Angehörigen erkennen, dass man den Schmerz mit ihnen teilt und sie in ihrer Trauer nicht alleine sind. Am besten drückt man dies mit ehrlichen, einfachen und ungekünstelten Worten aus. Umständliche Sätze, Floskeln und hölzerne Standardformulierungen sind fehl am Platz und wirken aufgesetzt. Was die äußere Form angeht, werden Kondolenzbriefe üblicherweise mit der Hand, auf einem hochwertigen, neutralen Briefbogen ohne schwarzen Rand geschrieben. Auch zu fertigen Trauerkarten kann man greifen. Sie sind meist mit passenden Motiven oder besinnlichen Sprüchen verziert. Neben dem vorgedruckten Text sollte eine Beileidkarte aber auch stets einige persönliche Worte enthalten.

Einladung:
MICHEL-Nummer: 3306

Ob Geburtstag, Kommunion, Goldene Hochzeit oder das bestandene Abitur – in jeder Lebensphase gibt es viele gute Gründe, Einladungen für ein Fest zu verschicken. Traditionell wird dies auf dem Postweg als Brief oder Karte gemacht. Passend hierzu gibt es 2017 eine Frankierung der Deutschen Post. Die Marke, auf der auch „Einladung“ geschrieben steht, ziert eine bunte Festtafel, auf der unter anderem Gläser, eine Espressotasse und leckeres Gebäck zu sehen sind. Das Motiv ist – für den Absender wie für den Empfänger – die ideale optische Einstimmung für Einladungsschreiben aller Art: von der Einladung zur Wohnungseinweihung bis zu der für den Kindergeburtstag. Eine schriftliche Einladung vermittelt Verbindlichkeit und enthält alle wichtigen Details. Sie hat sich – auch in Zeiten täglicher Email- und SMS-Flut – als eine in jeder Schicht und Altersgruppe akzeptierte Form behauptet. Einladungskarten kann man entweder fertig kaufen – die „Rohlinge“ müssen dann nur noch mit dem jeweiligen Einladungstext versehen werden – oder man legt selber Hand an und bastelt Einladungskarten in Eigenregie. Zur Wohnungseinweihung ein großer Schlüssel aus fester Pappe, zum Geburtstagskaffee ein beschrifteter Filterbeutel oder ein Kuchenrezept, für den Piratengeburtstag des fünfjährigen Sohnes eine Karte in Form einer Flaschenpost – solche fantasievollen Einladungen wecken bei den Gästen schon beim Öffnen der Post Vorfreude. Bevor man das gute Stück zum nächsten Briefkasten bringt, fehlt noch ein letztes Detail: der passende Umschlag! Er kündigt die Nachricht stilvoll im Briefkasten des Gastes an und hebt sie edel von der übrigen Post ab.

Sonderpostwertzeichen der Serie Europa:
Thema Burgen und Schlösser
„Die Wartburg“
MICHEL-Nummer: 3310

Die trutzig oberhalb von Eisenach gelegene Wartburg ist nicht nur ein zentraler Ort im 500. Jubiläumsjahr der Reformation. Sie stand auch zuvor immer wieder im Zentrum der deutschen Geschichte. Im 13. Jahrhundert war sie Schauplatz des sagenhaften Sängerwettstreits mit Walther von der Vogelweide und auch Wohnsitz der Heiligen Elisabeth. Martin Luther fand hier 1521 Schutz und übersetzte das Neue Testament ins Deutsche. Damit wurde die Heilige Schrift erstmals für jeden zugänglich. 1817 trafen sich in ihren Mauern die national gesinnten deutschen Burschenschaften zum Wartburgfest, später inspirierte sie Richard Wagner zu seiner romantischen Oper „Tannhäuser“. Carl Alexander, Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, betrieb ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die Wiederherstellung der mittlerweile fast verfallenen Wartburg, um „der Nation ein Denkmal zu schenken“. Die Burg erhielt in einem Jahrzehnte währenden Umbauprozess ihr heutiges Aussehen. Die noch erhaltenen alten Gemäuer wie der Palas wurden durch Neubauten im mittelalterlichen Stil ergänzt. Dabei ließen sich der Großherzog und sein Architekt Hugo von Ritgen von den damals üblichen, romantischen Vorstellungen des 19. Jahrhunderts über das Mittelalter leiten. Seit 1858 trägt der Hauptturm der Burg ein vergoldetes Kreuz, als sichtbares Symbol für die religiöse Bedeutung der Wartburg. Die Wartburg ist heute eine der bekanntesten Burgen Deutschlands und gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Seit langem ist die Wartburg aber auch eine der beliebtesten protestantischen Pilgerstätten weltweit. Etwa 350.000 Besucher pro Jahr besteigen den Burghügel. 2017 ist die Wartburg Schauplatz einer der drei zentralen Ausstellungen zum Reformationsjubiläum. Der Titel der Ausstellung, die vom 4. Mai bis 5. November dauert, lautet „Luther und die Deutschen“.

 

Markenset mit Zuschlag zum Thema 50 Jahre Deutsche Sporthilfe
mit 6 nassklebenden Sonderpostwertzeichen
aus der Serie „Für den Sport 2017“
MICHEL-Markeheftchen Nummer 106

Das Markenset beinhaltet einen nassklebenden Zusammendruck von sechs Sonderpostwertzeichen mit Motiven aus der Serie „Für den Sport“ 2017. Mit diesem Markenset wird die Stiftung Deutsche Sporthilfe unterstützt, die in diesem Jahr seit 50 Jahren besteht. Unter dem Leitmotiv „Leistung. Fairplay. Miteinander.“ wurden seit der Gründung der Deutschen Sporthilfe im Jahr 1967 nahezu 50.000 erfolgreiche und hoffnungsvolle Nachwuchs- und Spitzensportler gefördert. In dieser Zeit hat die Sporthilfe über 400 Millionen Euro aufgewendet und Athleten aus über 50 Sportarten unterstützt, darunter auch Behinderten- und Gehörlosensportler. Über 130 Millionen Euro davon sind aus dem Verkauf der Briefmarken „Mit dem Plus“ in den Förderhaushalt geflossen. Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem, weißen, fluoreszierenden Postwertzeichenpapier DP2-Papier. Die SPWz sind druckidentisch mit den parallel erscheinenden SPWz aus den Zehnerbogen. Druck des Umschlags und Konfektionierung des Sets durch DPS Wermsdorf. Das Set wird nicht in den Filialen der Deutschen Post verkauft, sondern ist über die Niederlassung Privatkunden/Filialen Weiden erhältlich.

Markenset zum Thema Trauer mit je 10 selbstklebenden
Dauermarken Trauer aus der Dauerserie Schreibanlässe:
MICHEL-Nummer: 3313 im Folienblatt-Nummer FB 68 

Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH& Co. KG, Mönchengladbach, auf selbstklebendem Verbundmaterial mit DP2-Papier. Die selbstklebenden PWz sind mit den am 11.05.2017 erscheinenden nassklebenden PWz motividentisch. Sie sind gegenüber den nassklebenden Ausgaben verkleinert. Aufgrund dieser Formatänderung können diese Postwertzeichen nicht mehr als druckidentische Ausgaben der nassklebenden Ursprungsmarken gelten. Sie müssen als eigene Ausgabe gewertet werden. Bezüglich der Darstellung im MICHELKatalog entsteht damit allerdings keine neue Qualität, denn bereits bisher wurden dort die selbstklebenden Parallelausgaben mit einer eigenen Hauptnummer aufgeführt. Deshalb bietet die Deutsche Post bereits seit dem 1. Januar 2007 ihren Kunden ergänzend die selbstklebenden PWz als Einzelmarken im Rahmen einer Abonnementserweiterung an. Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der o.a. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf. Das Markenset ist ab 11.05.2017 über die Niederlassung Privatkunden/Filialen sowie in ausgewählten Filialen auf Bestellung erhältlich.

Maxiset zum Thema: Wartburg und Schloss Ludwigsburg
mit je 10 selbstklebenden Sondermarken der Motive
„Wartburg“ (MICHEL-Nummer: 3311) und
„Schloss Ludwigsburg“ (MICHEL-Nummer:3312)
im Folienblatt FB 67

Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig auf selbstklebendem Verbundmaterial mit DP2-Papier. Die selbstklebenden SPWz sind mit den nassklebenden SPWz vom 09.02. und 11.05.2017 motividentisch. Sie sind gegenüber den nassklebenden Ausgaben verkleinert. Aufgrund dieser Formatänderung können diese Sonderpostwertzeichen nicht mehr als druckidentische Ausgaben der nassklebenden Ursprungsmarken gelten. Sie müssen als eigene Ausgabe gewertet werden. Bezüglich der Darstellung im MICHEL-Katalog entsteht damit allerdings keine neue Qualität, denn bereits bisher wurden dort die selbstklebenden Parallelausgaben mit einer eigenen Hauptnummer aufgeführt. Deshalb bietet die Deutsche Post bereits seit dem 1. Januar 2007 ihren Kunden ergänzend die selbstklebenden PWz als Einzelmarken im Rahmen einer Abo-Erweiterung an. Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der o.a. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf. Verkauf des Maxisets ab 11.05.2017 durch die Niederlassung Privatkunden/Filialen Weiden sowie in Postfilialen.

Messeganzsache /  Messebriefumschlag zum Thema:
„27. Internationale Briefmarken-Messe Essen 2017“:

Gedenkganzsache / Briefumschlag zum Thema:
„60. Jahrestag Verabschiedung des Gesetzes zur
Gleichberechtigung von Mann und Frau“:

MAXIMUMKARTE „Wartburg 2017“:
Diese E:B Maximumkarte ist vor Ort erhältlich und kann über ein Abonnement beim
Sammlerservice in Weiden bestellt werden!

Die April-Ausgaben in Deutschland!

Am 13. April 2017 erscheinen folgende Postwertzeichen – in den verschiedensten Konfektionen sowie interessante Sonderstempel und Belege:

Postwertzeichen der Dauerserie: Blumen „Phlox“ nassklebend als Zehnerbogen sowie als Rollenmarke: Kleinrolle 200 Stück (nach jedem fünften PWz ein EAN-Feld) und Kleinrolle 500 Stück (nach jedem fünften PWz ein EAN-Feld):
MICHEL-Nummer 3296

Wer eine Zierpflanze sucht, die eine wirklich ungebremste Blühlaune an den Tag legt, dem sei der Phlox aus der Familie der Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae) empfohlen. Die in dichten Dolden zusammenstehenden Blüten der Flammenblume, wie die Pflanze auch genannt wird, erscheinen im Frühjahr und leuchten bis September in den vorherrschenden Farben Weiß, Rosa, Orange, Rot, Rotviolett und Blauviolett. Die Gattung umfasst sowohl einjährige als auch mehrjährige Sorten, die alle einen leichten, angenehmen Duft verströmen. Der bekannte Staudenzüchter Karl Foerster (1874–1970) bezeichnete Phlox einmal als den „Duft- und Farbenherrscher des Hoch- und Spätsommergartens“. Der Phlox stammt in seiner wild wachsenden Art ursprünglich aus Nordamerika und besiedelte dort ein Gebiet, das sich von Illinois im Norden bis nach Georgia in den Südstaaten und damit über verschiedene Klimazonen erstreckte. Diese Anpassungsleistung erklärt die große Variabilität des Phlox. Im 18. kamen die ersten Phlox-Arten nach Europa. Seither wurden sie hier in unzähligen Variationen weitergezüchtet. Wie vielseitig der Phlox ist, zeigt sich daran, dass einige Sorten bis zu 150 Zentimeter groß werden, andere sich hingegen als blühende Bodendecker eignen. In der Pflege ist der Phlox nicht sehr anspruchsvoll. Der Sommerphlox benötigt zwar feuchte Erde, nimmt aber Staunässe übel, weshalb ein gut dosiertes Gießen angezeigt ist. Probleme bekommt der Phlox krankheitshalber vor allem dann, wenn er von Mehltau befallen wird. Kenntlich ist dies an den charakteristischen grau-weißen Flecken, die zum Absterben der Pflanze führen. Hier hilft leider nur die vollständige Entfernung und Vernichtung der Pflanzenreste. Für neue Pflanzen sollte ein anderer Standort gewählt werden. Ganz verzichten sollte man auf den Phlox in seinem Garten auf keinen Fall, denn wie hat schon der Staudenzüchter Karl Foerster bemerkt: „Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer“.

Sonderpostwertzeichen der Serie „Klassische deutsche Automobile“
Thema: „Opel Manta A“ und „VW Golf Serie 1“
MICHEL-Nummer 3297 (Opel) und 3298 (Golf)

Wie stark Automobile unsere Alltagskultur prägen, hängt von ihrer Verbreitung und ihrem Bekanntheitsgrad ab. Zwei Klassiker, der Opel Manta A und der VW Golf 1, ragen in dieser Hinsicht aus der Masse heraus. Der 1974 erschienene VW Golf 1 ist als absoluter Verkaufsschlager so sehr im Bewusstsein der Menschen verankert, dass ihm sogar eine identitätsstiftende Funktion zugesprochen wurde. Die „Generation Golf“ fasst eine Altersgruppe zusammen, die zwischen 1965 und 1975 geboren und mit dem Golf groß geworden ist. Der Opel Manta A ist das Kultauto der 1970er Jahre. Zwar ist das Image des oftmals getunten Heckantrieblers und seiner Besitzer nicht immer schmeichelhaft gewesen, mittlerweile hat sich aber eher eine entspannte Sichtweise durchgesetzt. Der im September 1970 vorgestellte Opel Manta A war – auf der identischen technischen Basis wie der Ascona – dessen Coupé-Version. Der sportive Fünfsitzer wurde zunächst mit drei Motoren angeboten: Zwei 1,6-Liter-Varianten mit 68 PS (50 kW) und 80 PS (59 kW) sowie der 1,9-Liter-Version mit 90 PS (66 kW). Zum Neupreis von 8.550 D-Mark war der Opel Manta A 1970 zu erwerben. Dafür gab es ein optisch aufregendes Coupé mit solider Massentechnik und Alltagstauglichkeit. Über 56 000 Wagen wurden bereits im ersten halben Jahr nach dem Markteintritt verkauft, insgesamt waren es 498.553 Exemplare. Als Nachfolger des VW Käfer präsentierte Volkswagen im Mai 1974 den neuen Golf 1. Anders als sein legendärer Vorgänger hatte der VW Golf Wasser- statt Luftkühlung, Front- statt Heckantrieb und ein funktionales Design statt verspielter Rundungen. Der Kompaktwagen, der den angeschlagenen Konzern in die Erfolgsspur zurückführte, war als Zwei- und als Viertürer erhältlich, mit zunächst 50 PS (37 kW) und 70 PS (55 kW). Der VW Golf 1 definierte die Kompaktklasse als Segment der unteren Mittelklasse mit Schrägheck und großer Heckklappe. Bis August 1983 wurden etwa sechs Millionen Golf 1 gebaut, darunter eine Million Diesel, über 350 000 GTI und 80.000 Golf Cabriolet.




Sonderpostwertzeichen der Serie „Weltkulturerbe der UNESCO “
Thema: „Bergwerk Rammelsberg“, „Altstadt von Goslar“, „Oberharzer Wasserwirtschaft“
MICHEL-Nummer 3299

Ob Wattenmeer, Wieskirche, Gartenreich Dessau-Wörlitz oder Zeche Zollverein – die UNESCO-Welterbestätten liegen über ganz Deutschland verteilt. Nur wenige Regionen beherbergen aber gleich mehrere Kulturdenkmäler, wie etwa der Harz. Die „Harzkaiser“, wie der Dichter Theodor Fontane sie nannte, allen voran Heinrich II. und Heinrich III., bauten sich mit der Kaiserpfalz in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts ihre wichtigste Burgresidenz am Waldhang über der Stadtmauer von Goslar. Das Erz sowie das Münzsilber aus dem nahen Rammelsberg machten den Platz begehrenswert. 1992 ernannte die UNESCO das „Rammelsberger Bergwerk“ sowie die „Goslarer Altstadt“ zum Weltkulturerbe. 2010 erweiterte man die Welterbestätte noch um die „Oberharzer Wasserwirtschaft“. Zusammen mit Quedlinburg und den Luthergedenkstätten in Eisleben besitzt der Harz damit gleich drei Welterbe-Attraktionen. Der Rammelsberg ist ein rund 635 Meter (ü. NHN) hoher Berg südlich von Goslar. Drei Jahrtausende reicht der Bergbau hier zurück. 968 begann die systematische Erzförderung. Die Bergbautätigkeit erfolgte von da an ohne größere Unterbrechungen bis 1988. Heute ist das Besucherbergwerk Rammelsberg – mit ca. 22 000 Quadratmetern eine der größten musealen Anlagen Deutschlands. Die Erze des Rammelsbergs machten Goslar für die Herrscher des Mittelalters interessant. Kaiser Heinrich II. ließ hier eine neue Kaiserpfalz errichten. Wo einst Könige und Kaiser regierten, finden Besucher noch heute eine lebhafte Stadt vor, mit malerischen Gassen sowie gepflegten Fachwerk-, Zunft- und Patrizierhäusern. 2010 wurde die Welterbestätte Rammelsberg und Altstadt von Goslar um ein weiteres Weltkulturerbe erweitert: die Oberharzer Wasserwirtschaft. Sie ist eines der weltweit größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme. Die Wasserwirtschaft versorgte den regionalen Bergbau mit Wasserkraft. Über Jahrhunderte entstand so ein einzigartiges Wasserleitsystem aus kilometerlangen Gräben, künstlichen Teichen und unterirdischen Wasserwegen.

Sonderpostwertzeichen „500 Jahre Reformation“
(eine Gemeinschaftsausgabe mit Brasilien)
MICHEL-Nummer 3300

Im Reformationsjahr 2017 erinnern evangelische Christen an die 95 Thesen, die der Reformator Martin Luther vor 500 Jahren an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen haben soll. Der Thesenanschlag beendete ein Zeitalter und eine Aufbruchstimmung ergriff das Land. Mit dem Protestantismus bildete sich eine neue Konfession heraus, die unseren Staat, unsere Gesellschaft und unsere Kultur veränderte. Die Reformation ist aber auch ein Ereignis von weltgeschichtlichem Rang, das alle Kontinente berührt. Deshalb gibt Deutschland 2017 zur 500-Jahr-Feier des Thesenanschlags eine Gemeinschaftsmarke mit Brasilien heraus. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) feiert in diesem Jahr den 500. Jahrestag der Reformation. Luthers reformatorischer Aufbruch, der durch den neuen Buchdruck in Windeseile bekannt wurde, ist eines der zentralen Ereignisse nicht nur der deutschen Historie, sondern auch der Weltgeschichte. Die Reformation veränderte in Verbindung mit dem Humanismus das Menschenbild, indem sie die Freiheit und Verantwortlichkeit des Individuums stärker hervorhob. Ob Politik, Musik, Kunst, Wirtschaft, Soziales, Sprache oder Recht: Kaum ein Lebensbereich blieb von der Reformation unberührt, tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen wurden angestoßen. Diesen Auswirkungen der Reformation bis in unsere Gegenwart hinein widmen sich im Jubiläumsjahr 2017 zahlreiche hochkarätige Veranstaltungen. Ihre Bandbreite reicht vom internationalen Kongress und verschiedenen Ausstellungen über eine Opernneuproduktion bis hin zum Pop-Oratorium. Ein Novum sind die von Bund und Ländern ins Leben gerufenen drei Nationalen Sonderausstellungen in Berlin, Eisenach und Wittenberg. Als zentrale Veranstaltung des Jubiläumsjahres gilt der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 24. bis 28. Mai in Berlin und der Lutherstadt Wittenberg. Bis zu 200.000 Teilnehmer werden erwartet. Der eigentliche Reformations- und Jubiläumstag, der 31. Oktober 2017, ist in diesem Jahr einmalig ein bundesweiter Feiertag.

Sonderstempel am rund um das Thema „500 Jahre Reformation“:

Auch ein Numisblatt erscheint zum Jubiläum!

 

 

MARKENSET „Deutsche Automobile der 70er“ mit je 5 selbstklebenden Sonderpostwertzeichen „Opel Manta A“ und „VW Golf Serie 1“ aus der Serie „Klassische deutsche Automobile“
MICHEL-Nummer 3301 (Golf) und 3302 (Opel)

Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach, auf selbstklebendem Verbundmaterial mit DP2-Papier. Die selbstklebenden SPWz sind mit den am 13.04.2017 erscheinenden nassklebenden SPWz motividentisch. Sie sind gegenüber den nassklebenden Ausgaben verkleinert. Aufgrund dieser Formatänderung können diese Postwertzeichen nicht mehr als druckidentische Ausgaben der nassklebenden Ursprungsmarken gelten. Sie müssen als eigene Ausgabe gewertet werden. Bezüglich der Darstellung im MICHELKatalog entsteht damit allerdings keine neue Qualität, denn bereits bisher wurden dort die selbstklebenden Parallelausgaben mit einer eigenen Hauptnummer aufgeführt. Deshalb bietet die Deutsche Post bereits seit dem 1. Januar 2007 ihren Kunden ergänzend die selbstklebenden PWz als Einzelmarken im Rahmen einer Abonnement-Erweiterung an. Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der o.a. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in
der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf.

… und auch wieder einige Rollenmarken in 2. Auflage:

KLEINROLLE Blumen „Enzian 500 Cent“ mit 100 nassklebenden Briefmarken
Rolle mit 100 Stück nassklebenden Postwertzeichen. Neuauflage. Fünferstreifen mit EAN Code.
Erstverkaufstag 13.04.2017
Verkaufspreis (Euro) 500,00

KLEINROLLE Blumen „Bienen-Ragwurz 450 Cent “ mit 100 nassklebenden Briefmarken
Rolle mit 100 Stück nassklebenden Postwertzeichen. Neuauflage. Fünferstreifen mit EAN Code.
Erstverkaufstag 13.04.2017
Verkaufspreis (Euro) 450,00

KLEINROLLE Blumen „Fuchsie 400 Cent“ mit 100 nassklebenden Briefmarken
Rolle mit 100 Stück nassklebenden Postwertzeichen. Neuauflage. Fünferstreifen mit EAN Code.
Erstverkaufstag 13.04.2017
Verkaufspreis (Euro) 400,00

Gedenkganzsache „250 Jahre Goldstadt Pforzheim“

Teilnahme der Deutschen Post Philatelie am Aktionstag zum historischen Gründungstag der Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim. Das „Erlebnis: Briefmarken“- Team Pforzheim ist in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr vor Ort und führt zwei Sonderstempel mit. Diese Gedenkganzsache (Bestellnummer 011590) ist vor Ort erhältlich und kann auch über den Sammlerservice in Weiden bestellt werden.

Maximumkarte vom Team „Erlebnis: Briefmarken“ zum Thema „500 Jahre Reformation“

Teilnahme der Deutschen Post Philatelie am Aktionstag zum Jubiläum und der Erstausgabe des neuen Sonderpostwertzeichens „500 Jahre Reformation“ am 13. April 2017 in 06886 LUTHERSTADT WI TTENBERG. Das „Erlebnis: Briefmarken“- Team Hamburg ist von 10:15 bis 17:15 Uhr vor Ort und führt diesen Stempel mit. Zusätzlich wird für die Veranstaltung eine E:B Maximumkarte Format DIN C6 (162 x 114 mm) zum Verkauf angeboten.
Diese E:B Maximumkarte ist vor Ort erhältlich und kann über ein Abonnement
beim Sammlerservice in Weiden bestellt werden.

 

Am 1. März 2017: neue Postwertzeichen in Deutschland!

Sonderpostwertzeichen der Serie „Tierkinder“
Themen: „Iltis“ und „Wildschwein“
MICHEL-Nummer: 3288 und 3289 nassklebend aus Kleinbogen

Im Frühjahr, wenn die kalten Wintermonate vorbei sind und die Sonnenstrahlen wieder 03_Iltis_Markewärmer werden, bringen unsere Wildtiere nach und nach ihre Kinder zur Welt. Jedes Jahr etwa ab März kommt es zu einem regelrechten Babyboom. Nicht nur die lebensspendende Wärme spielt dabei eine Rolle, sondern auch das verbesserte03_Iltis_Berlin Nahrungsangebot. Nur im Frühjahr und Sommer gibt es ausreichend Nahrung, um Nachwuchs aufzuziehen. Auch der Nachwuchs von Iltis und Wildschwein profitiert davon. Beide Wildtierarten sind in unseren Gefilden heimisch und in ihrem Bestand als nicht gefährdet eingestuft. Der Europäische Iltis (Mustela putorius), der im größten Teil Eurasiens beheimatet ist, jagt als nachtaktiver Erdmarder vorwiegend auf dem Boden. Seine Lebensräume sind offene Waldränder, Felder und Wiesen, aber auch Scheunen und Ställe. Die Brunstzeit fällt in die Monate März bis Juni. Nach sechs Wochen Tragzeit kommen im Nest in leeren Kaninchenbauten oder selbst gegrabenen Höhlen durchschnittlich drei bis sieben Junge zur Welt. Schon nach drei Wochen verzehren sie das von der Mutter mitgebrachte Fleisch. Nach drei Monaten hat der Nachwuchs das Gewicht der Eltern erreicht und die Familie löst sich auf. Nun begeben sich die Jungiltisse allein auf die Jagd nach Fröschen, Kröten, Fischen, Nagetieren, Vögeln und Eiern. 03_Wildschwein_Marke„Frischlinge“ werden sie genannt, die braunweiß-gestreiften Tierkinder des Wildschweins (Sus scrofa). Das Streifenkleid vom Kopf bis zum Schwanz ist das auffälligste Erkennungsmerkmal des03_Wildschwein_Bonn meist im April geborenen jungen Schwarzwilds. Die Frischlinge wiegen zwischen 800 und 1100 Gramm und werden etwa drei Monate lang gesäugt. Im Freien vollführen sie wilde Kampf- und Rennspiele, bleiben allerdings immer in der Nähe der Mutter. Stößt diese ihren Warnruf aus, verharren die Jungen regungslos auf der Stelle. Wer Frischlinge in der freien Natur zu Gesicht bekommt, muss auf der Hut sein. In der Regel ist die Mutter in der Nähe und bereit, ihren Nachwuchs mit allen Mitteln zu verteidigen.

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Sonderpostwertzeichen „1000 Jahre Stadt Neunburg vorm Wald“
MICHEL-Nummer: 3290

Runder geht’s nicht: Die Stadt Neunburg vorm Wald feiert 2017 mit der ersten urkundlichen Erwähnung vor genau 1000 Jahren ihr Millenniums-Jubiläum. Ein guter Grund, um groß zu 03_Neunburg_Markefeiern – meinen nicht nur die rund 8500 Einwohner des Luftkurortes im Oberpfälzer Seenland. Die Tatsache, dass das Bundesfinanzministerium zu Ehren der Stadt eine Sonderbriefmarke03_Neunburg_Bonn verausgabt, sorgt für Begeisterung: „Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass wir das wirklich schaffen“, freut sich Bürgermeister Martin Birner. Dabei hatte die Stadt im romantischen Schwarzachtal einen postalischen Trumpf im Ärmel: Schon 1615 errichtete die Kaiserliche Reichspost eine Route von Nürnberg nach Prag, die auch über Neunburg vorm Wald führte. Schließlich verbindet die Stadt den bayerisch-03_Neunburg_Berlinfränkischen Raum mit Böhmen. Auch heute noch ist die tschechische Grenze nur 25 Kilometer entfernt. Zur Jubiläumssause 2017 ist ein großes Stadtfest mit Festzug geplant, mehrere Aufführungen des historischen Freilichtspiels „Vom Hussenkrieg“ sowie ein Jahrtausendkonzert mit dem großen Sinfonieorchester der Bayerischen Philharmonie.
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Sonderpostwertzeichen „G20 – Präsidentschaft Deutschland“
MICHEL-Nummer: 3291

Zum Höhepunkt der deutschen G20-Präsidentschaft werden sich am 7. und 8. Juli die Augen 03_G20_Markeder Weltöffentlichkeit auf Hamburg richten. Die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer treffen sich an der Waterkant zu ihrem regelmäßig stattfinden Gipfel. Veranstaltungsorte sind die03_G20_Bonn Messehallen und das Rathaus. Neben etwa 6000 Delegierten aus den G20-Ländern und 14 internationalen Organisationen werden auch über 3000 Journalisten erwartet, die über das Ereignis berichten. Auch die Gegner des G20-Gipfels und der Globalisierung 03_G20_Berlinmachen mobil. Die G20 sieht sich in der Pflicht, die Globalisierung zum Nutzen aller zu gestalten. Die Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer, bestehend aus 19 Staaten und der EU, ist zentrales Forum für die globale wirtschaftliche Zusammenarbeit. Vom 1. Dezember 2016 bis 30. November 2017 hat Deutschland die G20-Präsidentschaft inne. Eine Sondermarke begleitet das prestigeträchtige Unterfangen, zu dem auch die Ausrichtung des Gipfeltreffens gehört.
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Sonderpostwertzeichen „Otto Waalkes: Bunter Gruß vom Ottifant“
MICHEL-Nummer: 3292

Otto Waalkes – Grauer Ottifant bringt Farbe auf die Post Auf mehr als 50 Jahre 03_Otto_MarkeBühnenerfahrung blickt Otto Waalkes inzwischen zurück. So lange schon bringt der wuselige Komiker die Menschen mit Musik, Wortwitz, Geräuschen, Kalauern und Parodien zum Lachen. Auf die Frage, wie es 03_Otto_Berlinist, seit einem halben Jahrhundert im Rampenlicht zu stehen, sagt er: „Vor allem ist es wahnsinnig hell.“ Seine bekannte Comicfigur, der Ottifant, begleitet ihn schon seit Schülertagen. Als Gymnasiast hat Otto ihn erstmals gezeichnet – als leicht misslungenes Selbstporträt. Anschließend haben Otto und sein Rüsseltier im Gleichschritt 03_Otto_BonnKarriere gemacht. Der „ostfriesische Göterbote“ verkaufte Millionen Tonträger, feierte Erfolge als Musiker, Schauspieler, Autor, Regisseur, Produzent und Synchronsprecher und füllt bis heute riesige Hallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Ottifant bekam nicht nur eine eigene Comic-Reihe, eine eigene Fernsehshow und einen Kinofilm – er schmückt jetzt sogar seine eigene Briefmarke. Auf der neuen Sondermarke der Post zeichnet der Ottifant einen bunten Regenbogen in den blauen Himmel.
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Gedenkganzsache / Briefumschlag „175. Geburtstag Karl May“ –
Nachtrag zur Ausgabe am 9. Februar 2017:

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Karl Friedrich May, dem breiten Publikum am ehesten durch seinen Romanzyklus rund um den Apachen-Häuptling Winnetou bekannt, schlüpft auf dem linken Foto aus dem Jahr 1896 selbst in die Rolle bzw. das Kostüm der ebenfalls fiktiven Romanfigur „Old Shatterhand“, dem Blutsbruder des berühmten Indianers. Das andere Porträtfoto zeigt ihn ca. vier Jahre früher in zeittypischer Pose. Die beiden Originalzitate stammen aus seiner „Old Surehand“-Trilogie (Band I: 1894 und Band II: 1895) und verraten etwas über den Geist seiner bis heute beliebten Erzählungen.  Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der o.a. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf.

Markenset / Folienblatt „Iltis und Wildschwein“
mit je 5 selbstklebenden Sondermarken „Iltis“ und „Wildschwein“
aus der
Serie „Tierkinder“
MICHEL-Nummer: 3293 (Wildschwein) und 3294 (Iltis)
selbstklebend aus Folienblatt 64
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Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig, auf selbstklebendem Verbundmaterial mit DP2-Papier. Die selbstklebenden SPWz sind mit den am 01.03.2017 erscheinenden nassklebenden SPWz motividentisch. Sie sind gegenüber den nassklebenden Ausgaben verkleinert. Aufgrund dieser Formatänderung können diese Sonderpostwertzeichen nicht mehr als druckidentische Ausgaben der nassklebenden Ursprungsmarken gelten. Sie müssen als eigene Ausgabe gewertet werden. Bezüglich der Darstellung im MICHEL-Katalog entsteht damit allerdings keine neue Qualität, denn bereits bisher wurden dort die selbstklebenden Parallelausgaben mit einer eigenen Hauptnummer aufgeführt. Deshalb bietet die Deutsche Post bereits seit dem 1. Januar 2007 ihren Kunden ergänzend die selbstklebenden PWz als Einzelmarken im Rahmen einer Abo-Erweiterung an. Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf.

Markenset / Folienblatt „Otto: Bunter Gruß vom Ottifant“
mit 10 selbstklebenden Sondermarken
„Otto Waalkes: Bunter Gruß vom Ottifant“
MICHEL-Nummer: 3295 selbstklebend aus Folienblatt 65

03_Otto_FB

Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig, auf selbstklebendem Verbundmaterial mit DP2- Papier. Die selbstklebenden SPWz sind mit dem am 01.03.2017 erscheinenden nassklebenden SPWz motividentisch. Sie sind gegenüber den nassklebenden Ausgaben verkleinert. Aufgrund dieser Formatänderung können diese Sonderpostwertzeichen nicht mehr als druckidentische Ausgaben der nassklebenden Ursprungsmarken gelten. Sie müssen als eigene Ausgabe gewertet werden. Bezüglich der Darstellung im MICHEL-Katalog entsteht damit allerdings keine neue Qualität, denn bereits bisher wurden dort die selbstklebenden Parallelausgaben mit einer eigenen Hauptnummer aufgeführt. Deshalb bietet die Deutsche Post bereits seit dem 1. Januar 2007 ihren Kunden ergänzend die selbstklebenden PWz als Einzelmarken im Rahmen einer Abo-Erweiterung an. Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der „ErstverwendungsstempelBonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf.

Rollenmarken-Nachauflagen:

KLEINROLLE Blumen „Schokoladen-Kosmee 70 Cent“ mit 200 sowie auch mit  500 nassklebenden Briefmarken als Rolle: Neuauflage (2. Auflage) jetzt mit EAN Code.

KLEINROLLE Blumen „Tränendes Herz 100 Cent“ mit 200 nassklebenden Briefmarken als Rolle mit 200 Stück nassklebenden Postwertzeichen: Neuauflage (2. Auflage) jezt mit  EAN Code.

KLEINROLLE Blumen „Federnelke 85 Cent“ mit 500 nassklebenden Briefmarken als Rolle mit  nassklebenden Postwertzeichen. Neuauflage. (2. Auflage) jezt mit  EAN Code.

 

2017 beginnt am 2. Januar mit neuen Motiven in Deutschland!

Sonderpostwertzeichen „Schätze aus deutschen Museen“ mit
„Jan Vermeer van Delft – Mädchen mit dem Weinglas“ und
„Jean-Baptiste Oudry – Pfefferfresser, Jungfern- und Haubenkranich“
MICHEL-Nummer: 3274 und 3275
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Deutschland ist eine Kulturnation im Herzen Europas, daher bewahrt es auch ein ü1_museum_bonnberaus 1_museum_berlinreiches kulturelles Erbe für alle Freunde der Kunst. Aufgrund der föderalen Struktur unseres Landes ist das Netz der Museen und Galerien weit gespannt. Hier werden herausragende Beispiele der Kunst aller Epochen gezeigt, mit einem Blickwinkel, der weit über die Grenzen unseres Landes hinausreicht. Im Fokus der Serie „Schätze aus deutschen Museen“ stehen dieses Jahr Gemälde des holländischen Meisters Jan Vermeer van Delft (1632–1675) sowie des französischen Hofmalers und Tierporträtisten Jean-Baptiste Oudry (1686–1755).

Das Gemälde Jan Vermeers van Delft gibt Anlass zu mancherlei Spekulationen. Die spannende 1_museum_braunschweigFrage ist: Was für eine Szene hat einer der Hauptmeister der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts hier auf die Leinwand gebannt? Zeigt „Das Mädchen mit dem Weinglas“ (1659/60) den Versuch einer Verführung oder handelt es sich nur um eine harmlose Weinprobe? Oder ist der Betrachter Zeuge einer Verkuppelungsszene? Die Experten sind sich bis heute uneins. Ein eigenes Urteil kann sich bilden, wer im Braunschweiger Herzog Anton Ulrich-Museum das Meisterwerk aufsucht. Das Herzog Anton Ulrich-Museum wurde nach mehrjähriger Sanierung am 23. Oktober 2016 neu eröffnet. Auf der Leinwand Jean-Baptiste Oudrys wird tüchtig um die Wette gebalzt: In „Pfefferfresser, Jungfern- und Haubenkranich“1_oudry_ludwigslust (1745) setzte der französische Hofmaler den eitlen Schönheitswettbewerb dreier gefiederter Kontrahenten perfekt in Szene. Der Meister des exotischen Tierporträts versteht sich dabei nicht nur auf das virtuose Spiel mit Farbe und Licht. Experten bescheinigen Oudry auch einen subtilen Umgang mit seinen „Modellen“, der diesen schon fast menschliche Züge angedeihen lässt. Mit 34 Gemälden und etwa 40 Handzeichnungen besitzt Schwerin die weltgrößte Sammlung des Tiermalers. Die Menagerie- Gemälde sind 2016 von Staatlichen Museum Schwerin ins Barockschloss Ludwigslust, 35 Kilometer südlich der Landeshauptstadt, umgezogen.
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Sonderpostwertzeichen „Topographie des Terrors“
MICHEL-Nummer: 3276

Am 28. Januar 1992, vor 25 Jahren, wurde die Stiftung „Topographie des Terrors“ gegründet. 1_terror_markeIhre Hauptaufgabe ist die Vermittlung historischer Kenntnisse über den Nationalsozialismus und seine Verbrechen einschließlich der Folgen nach 1945. Aus einer temporären Ausstellung im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins 1987 ist eine Dokumentationsstätte hervorgegangen, die seit ihrer Eröffnung 2010 jährlich hunderttausende Besucher aus aller Welt in die deutsche Hauptstadt lockt. Im Sinne eines „Lernortes“ gilt das Dokumentationszentrum als vorbildliches Beispiel der Erinnerungskultur in Deutschland. Es1_terror_bonn präsentiert sich als nüchterner, quaderförmiger Bau, der den Ort und seine Geschichte in den Vordergrund stellt und selbst im Hintergrund bleibt. Auf dem Gelände „Topographie des Terrors“ zwischen Anhalter Bahnhof, Potsdamer Platz und der historischen Stadtmitte Berlins zeigt die Ausstellung die vorbelastete Geschichte des Ortes. Das Areal war Schauplatz der Planung und Lenkung des nationalsozialistischen Terrors. Hier befanden sich zwischen 1933 und 1945 mit dem Geheimen Staatspolizeiamt, der Reichsführung-SS und dem Reichssicherheitshauptamt die wichtigsten Institutionen des nationalsozialistischen Terrorapparates. Von hier aus wurde die Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner 1_terror_berlindes Nationalsozialismus im In- und Ausland gelenkt und der Völkermord an den europäischen Juden und an den Sinti und Roma organisiert. Die Dauerausstellung „Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße“ dokumentiert die hier tätigen NS-Terrorinstitutionen sowie die von ihnen europaweit verübten Verbrechen. Ergänzt wird sie auf dem Gelände durch 15 Informationsstationen, die mit Fotos, Dokumenten und 3D-Grafiken einen Überblick über die Geschichte des Areals geben. Eine weitere Ausstellung, „Berlin 1933–1945. Zwischen Propaganda und Terror“, ist vom Frühjahr bis Herbst entlang der freigelegten Kellermauerreste an der Niederkirchnerstraße zu sehen.
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Sonderpostwertzeichen „Die Bibel in der Übersetzung Martin Luthers“
MICHEL-Nummer: 3277

Achtung: Auch als nassklebende Rollenmarke mit Codierfeld (nach jeder vierten Marke) und mit nur noch geraden rückseitigen Nummern (beginnend mit der Nummer 4)!

„Durch Luthers Bibelübersetzung konnten die Menschen in Deutschland die Bibel als Kraftquelle für ihren Glauben entdecken. Das Reformationsjubiläum ist ein guter Anlass, dass 1_luther_markewir auf diese Kraftquelle neu aufmerksam werden.“ So ordnet der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, die Lutherbibel in ihrer Bedeutung ein. Mit seiner genauso wortmächtigen wie volkstümlichen Übersetzung aus dem Jahr 1522 hat der Reformator Martin Luther die Bibelinhalte nicht nur „demokratisiert“, das heißt dem einfachen Volk zugänglich gemacht, er hat auch die in Regionaldialekte zersplitterte deutsche Sprache vereinheitlicht und auf ein neues Niveau gehoben. Ab Dezember 15211_luther_bonn übersetzte Luther auf der Wartburg bei Eisenach – wo er seit Mai inkognito als „Junker Jörg“ untergetaucht war – in nur elf Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Luther übersetzte nicht etwa in einen der zahlreichen deutschen Dialekte, sondern orientierte sich an der weit verbreiteten sächsischen Kanzleisprache. Die Lutherbibel war deshalb maßgeblich an der Ausbildung einer überregionalen Sprachnorm beteiligt. Die im September 1522 in einer Auflage von 3000 Exemplaren erschienene erste Auflage, das sog. September-1_luther_berlinTestament, war in wenigen Wochen vergriffen. Bereits im Sommer hatte Luther mit seinen Wittenberger Kollegen die Übersetzung des Alten Testaments begonnen, die erste gesamte Lutherbibel erschien 1534. Luthers Übersetzung war an der Alltagserfahrung der Menschen ausgerichtet. Er lauschte ihnen auf der Straße ihre Sprache ab. Als genialer Sprachschöpfer hat Luther unzählige Redewendungen geschaffen, die Ausdrucksvarianten bieten und in den allgemeinen Wortschatz eingegangen sind, etwa „im Dunklen tappen“, „etwas ausposaunen“ und „Perlen vor die Säue werfen“ oder Begriffe wie „Gewissensbiss“, „lichterloh“ oder „Lückenbüßer“. Für die deutsche Sprache und für Deutschland als Kulturnation ist dieser Beitrag epochal. Sie steht am Beginn eines Aufschwungs der deutschsprachigen Literatur.
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Sonderpostwertzeichen „Eröffnung der Elbphilharmonie“
MICHEL-Nummer: 3278

Der 11. Januar 2017 ist ein bedeutender Tag in der Geschichte Hamburgs. Das neue Wahrzeichen der Hansestadt wird offiziell eröffnet: die Elbphilharmonie. Fast zehn Jahre 1_philharmonie_markehaben die Bauarbeiten gedauert und die Kosten betragen mittlerweile mehr als das Zehnfache des ursprünglich auf 77 Millionen Euro angesetzten Betrags. Dennoch ist der spektakuläre Bau des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron der Stolz der Stadt. Die Elbphilharmonie ist Blickfang in der HafenCity, des größten innerstädtischen1_philharmonie_bonn Stadtentwicklungsgebiets Europas. Zum Eröffnungskonzert spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Leitung von Thomas Hengelbrock zusammen mit dem NDR Chor, dem Chor des Bayerischen Rundfunks und hochkarätigen Solisten. Herzstück des Baus ist die Plaza – ein frei zugänglicher Bereich in 37 Metern Höhe. Erreichbar ist sie durch eine mehr als 80 Meter lange Rolltreppe, deren Ende aufgrund ihrer konkaven Wölbung nicht sichtbar ist. Der Neubau soll mit seinen gläsernen Fassadenelementen an einen Kristall erinnern, der Wasser, Himmel und Stadt immer wieder anders reflektiert. Viele Glasscheiben sind mit basaltgrauen und 1_philharmonie_berlinreflektierenden Punkten bedruckt, damit sich das Gebäude durch Sonneneinstrahlung nicht zu sehr aufheizt und Spiegelungseffekte entstehen. Die Anordnung der Punkte wurde für den optimalen Effekt am Computer berechnet. Mit gut 2000 Plätzen bildet der große Konzertsaal den Kern der Elbphilharmonie. Orchester und Dirigent befinden sich mitten im 1_philharmonie_hamburgRaum, die Zuschauerränge sind versetzt übereinander zu einem steilen Kessel angeordnet. Jeder Besucher ist maximal 30 Meter vom Orchester entfernt. Ein zentrales Element ist der Reflektor an der Saaldecke mit dahinter verborgener Licht- und Tontechnik. Für die Akustik entwickelten Herzog & de Meuron eine spezifische Oberfläche der Wände und Decken – in enger Abstimmung mit dem japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota. Die „Weiße Haut“ ist eine der kühnsten Innovationen der Elbphilharmonie. Sie besteht aus rund 10.000 Platten aus Gips und Papier.
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Markenset Dampfschiff „Die Weser“ mit 10 selbstklebenden
Sondermarken 200 Jahre Dampfschiff „Die Weser“
MICHEL-Nummer: 3279 im Folienblatt 62
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Markenbox Schätze aus deutschen Museen mit 100 selbstklebenden Sonderpostwertzeichen: 1_museum_markenbox_evoJe 50 selbstklebende Sonderpostwertzeichen zu 70 Cent, Motive „Jan Vermeer van Delft – Das Mädchen mit dem Weinglas“ (MICHEL-Nummer: 3280) und „Jean-Baptiste Oudry – Pfefferfresser, Jungfern- und Haubenkranich“ (MICHEL-Nummer: 3281), aus der Serie „Schätze aus deutschen Museen“, auf einem Trägerstreifen (rückseitig in Fünferschritten nummeriert).
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Am 8. Dezember 2016: neue Postwertzeichen in Deutschland!

Sonderpostwertzeichen „Design aus Deutschland“ mit den Themen:
„Möbel“ und „Lifestyle“

Design ist ein Teil unseres Alltags – jeder Gebrauchsgegenstand, jede Verpackung, jeder Luxusartikel, aber auch jedes Bauwerk und jedes Transportmittel wurde nach bestimmten 12_design_stuhl_markeKriterien entworfen und hergestellt. Design bedeutet, eine ästhetische Symbiose zu finden aus künstlerischem Gestaltungswillen und material- sowie  Produktionsbedingten Anforderungen. Die neue Sondermarken-Serie „Design aus Deutschland“ widmet sich wichtigen Vertretern der deutschen12_design_berlin Designgeschichte und ausgewählten Beispielen ihres Schaffens. Zum Auftakt stehen Hans Theo Baumann und Luigi Colani im Blickpunkt. Hans Theo Baumann (1924–2016) war zeitlebens fasziniert vom Werkstoff Glas. Er kam in Basel als Sohn eines Glasmalers zur Welt. International bekannt wurde er 1953 mit der Gestaltung von Fenstern und Glaswänden für die von Egon Eiermann (1904–1970) entworfene Matthäuskirche in Pforzheim. 1955 eröffnete Baumann ein eigenes Studio in seinem Wohnort Schopfheim. Seine große Meisterschaft im Umgang mit Glas bewies Baumann zu Beginn der 1960er-Jahre mit Arbeiten für die Firma Gralglas. Insp12_design_bonniriert durch moderne Stile aus Skandinavien schuf er Glasgefäße von klarer Funktionalität, dekorloser Sachlichkeit und hoher Qualität. Baumanns Entwürfe gehörten bald zu den Design- der noch jungen Bundesrepublik. Luigi Colani, 1928 in Berlin als Sohn eines Italo-Schweizers und einer polnischen Mutter geboren, wollte mit organischer Formensprache 12_design_glas_markesämtliche Lebensbereiche „biodynamisch“ umgestalten. 1968 gelang Colani mit dem Schlaufenstuhl für den Hersteller COR ein Aufsehen erregendes und elegantes Beispiel eines Designs, das sich mit geschwungenen Linien an der Natur orientierte und die Grenzen des technisch Machbaren auslotete. Der Stuhl besteht aus fiberglasverstärktem Polyester und wurde aus einem Guss geformt. Mit seinem Ansatz als „Übersetzer der Natur“ gelangen Colani einige Produkterfolge – etwa das Teeservice „Drop“ (1972) für Rosenthal oder die ergonomische Canon-Spiegelreflexkamera T90 (1986).

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Sonderpostwertzeichen „200 Jahre Dampfschiff  DIE WESER“

Der Flussraddampfer „Die Weser“ wird häufig als das erste deutsche Dampfschiff bezeichnet. Zumindest in Bezug auf die Bauausführung ist das korrekt: Die „Weser“ entstand unter der 12_dampfer_markeLeitung des deutschen Ingenieurs Ludwig Georg Treviranus (1790–1869) auf der Werft des Schiffbaumeisters Johann Lange (1775–1844) in Grohn bei Bremen. Die Maschine für den Antrieb stammte allerdings aus dem Mutterland der Dampfmaschine: England. Der Stapellauf des Schiffes erfolgte vor 200 Jahren – am 30. Dezember12_dampfer_bonn 1816. Erste Testfahrten fanden Anfang Februar 1817 statt. In Betrieb genommen wurde „Die Weser“ am 6. Mai 1817. Die Idee zur Dampfschifffahrt auf der Unterweser hatte der Bremer Kaufmann Friedrich Schröder (1775–1835). Waren konnten über die Nordsee damals nur bis bzw. ab Brake (Großherzogtum Oldenburg) direkt verschifft werden, weil die Unterweser stark versandet war. Zwischen Brake und Bremen übernahmen langsame, mit Segeln ausgestattete Flusskähne mit geringem Tiefgang den Transport, der je nach Witterung 12_dampfer_brakebis zu zwei Wochen dauern konnte. Schröder bat den Bremer Senat im März 1816, ihm eine Erlaubnis für den Betrieb eines Dampfschiffs auf der Unterweser zu erteilen, um diese Zeit deutlich zu verkürzen. Das Schiff sollte die Strecke Bremen–Brake an einem Tag hin- und zurückfahren. Schröder gab schließlich den Bau des Flussraddampfers „Die Weser“ in Auftrag.12_dampfer_berlin Das Schiff war 24 Meter lang, 4,2 Meter breit und grün gestrichen. Mast und Schornstein waren umklappbar, um die Weserbrücke in Bremen durchfahren zu können. Als Antrieb diente eine Niederdruck-Dampfmaschine mit 14 PS, mit der die „Weser“ eine Geschwindigkeit von 5,5 Knoten (entspricht ca. 10 km/h) erreichte. Die beiden seitlichen Schaufelräder hatten einen Durchmesser von 2,74 Metern und ließen sich in ihrer Eintauchtiefe verstellen, um sie dem wechselnden Tiefgang des Schiffs anzupassen. Am 14. November 1833 absolvierte die „Weser“ ihre letzte Fahrt von Brake nach Bremen. Danach wurde sie verkauft und abgewrackt.
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