Regelmäßiges Treffen im Vereinslokal Restaurant „Alter Braukeller“ in Nettetal-Schaag

Jeweils am 2. und 4. Freitag im Monat treffen wir uns ab 19.00 Uhr im  Vereinslokal „Restaurant Alter Braukeller“ in 41334 Nettetal-Schaag / Kindt 17 [Telefon: 02153/72227]. – Leider fallen auch diese Freitage einmal oder zweimal im Jahr auf einen Feiertag, dann bitte vorher www.nettetphila.de aufrufen, um die aktuellen Termine zu erfahren!

 

Aktuelle Tauschtage und auch andere Veranstaltungen finden Sie unter Termine mit Stadtplan und Routenplaner sowie mit einem Link zum Veranstalter [Veranstaltungsort]. Immer verbunden mit aktuellen Informationen, unserer Vereinsbibliothek vor Ort, die neue kostenlose Zeitschrift „Nettephila – Philatelie am Linken Niederrhein“, Beratungen und Schätzungen, Bestellannahme und Auslieferungen von Zubehör-Bestellungen, zum Beispiel von Nachträgen, Katalogen, Zubehör … und vieles mehr …, die Einkaufmöglichkeit beim Großhandel HANDELSHOF in Mönchengladbach, …

Logo_Braukeller_NeuGäste und Sammler von Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten sind stets herzlichst willkommen. Haben Sie Fragen zu Ihren Sammlungen und Schätzen? Freitags finden Sie hier immer ihre Ansprechpartner! Das Tauschen steht im Mittelpunkt unserer freitäglichen Treffen.

Das Sondermarkenprogramm für 2018

Das Sonderpostwertzeichenprogramm für 2018 wurde im November 2016 beschlossen. Hier die Pressemitteilung des Ministeriums für Finanzen Nummer 30/2016:

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble hat den rund 50 thematischen Empfehlungen des Programmbeirats beim Bundesministerium der Finanzen zugestimmt. Der Programmbeirat, dem u.a. Bundestagsabgeordnete, Vertreter der Deutschen Post AG, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Bundes Deutscher Philatelisten angehören, hatte die Auswahl aus Hunderten Einsendungen getroffen.

Auch 2018 spiegelt die Themenpalette des Markenprogramms denkwürdige Ereignisse, bedeutende Persönlichkeiten, außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement, herausragende Jubiläen, Bauwerke und Landschaften wider.

Die Serie „Für die Wohlfahrtspflege“ wird mit einem weiteren buchstäblich märchenhaften Thema – Motive zu Grimms Märchen „Der Froschkönig“ – fortgesetzt. Diese und vier weitere Serien werden mit Plusmarken herausgegeben; dazu zählen auch die Serie „Für den Umweltschutz“ zum Thema „Biodiversität“ und die Marken in der Serie „Für die Jugend“ mit Pilz-Motiven.

Zum 100. Geburtstag von Nelson Mandela wird es eine Gemeinschaftsmarke mit Südafrika geben. Mit dieser und weiteren Marken werden auch im Programm 2018 Menschen gewürdigt, die Herausragendes geleistet haben – wie die Lübecker Märtyrer, die sich zum ökumenischen Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur zusammenschlossen, Altbundeskanzler und Publizist Helmut Schmidt zu seinem 100. Geburtstag, ebenso Elisabeth Mann-Borgese, die ihr Leben dem Schutz der Meere widmete, oder Peter Behrens, der das Corporate Design erfand. Verdiente Anerkennung mit einem Sonderpostwertzeichen für hohes ehrenamtliches Engagement erwarb sich auch die gemeinnützige private Initiative der „Deutschen Tafeln“ mit ihren Tausenden freiwilligen Helfern.

Im Marken-Programm 2018 werden die Werke bedeutender Künstler gewürdigt: das Gemälde „Goethe in der Campagna“ von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein in der Serie „Schätze aus deutschen Museen“ oder der „Weltempfänger“ von Dieter Rams als Teil der Serie „Design aus Deutschland“. Um deutsches Kulturerbe geht es auch beim nicht nur kunsthistorisch bedeutsamen Wormser Dom St. Peter. Ein „Marken“-Denkmal wird es ebenso für ein ganz besonderes  kulturelles Gut geben: die „Deutsche Brotkultur“. Und schließlich werden sich nicht nur Philatelisten über die Fortsetzung der Serie „Deutsche Fernsehlegenden“ freuen: mit einem Motiv zu der – seit 1963 unzählige Male wiederholten – NDR-Fernsehproduktion „Dinner for one“.

Alle Themen der 52 Briefmarken des Jahresprogramms 2018 können der Übersicht (Stand: Oktober 2017) entnommen werden: Hier als PDF-Datei aufrufen und wird im neuem Fenster  geöffnet)!

68. Niederrhein-Großtauschtag am 19. November 2017, von 9.00 bis 15.00 Uhr!

Einladung zu unserem „68. Niederrhein-Großtauschtag“ in der Städtischen Gesamtschule Nettetal-Breyell

Am 19. November 2017, von 9.00 bis 16.00 Uhr, laden die Mitglieder des Vereins der „Briefmarkenfreunde Nettetal e.V.“ alle Sammler, Interessierte und Gäste zu ihrem bereits 68. Niederrhein-Großtauschtag ein. Seit Jahren findet dieses Herbst-Event für Philatelisten, Numismatiker, Ansichtskarten-Sammler und Heimatkundler in der„Städtischen Gesamtschule Nettetal-Breyell“, 41334 Nettetal-Breyell, Von-Waldois-Straße 6, statt. Zwei Etagen der Schule sind für diese Groß-Veranstaltung für den Ansturm der Sammler vorbereitet und auch wieder mit einer Werbe-Ausstellung „Wir stellen unser Hobby vor“. Parkplätze gibt auf dem Schulhof und auch vor der Schule.  Es gibt die 2. neue farbige „Nettephila – Philatelie am linken Niederrhein“ rund um die gemeinsame Freizeitgestaltung in der Region. Tischbestellungen bitte an Herrn Bodo Weber unter Telefon 02163 / 929213 werktags von 9.00 bis 18.00 Uhr oder per E-Mail unter info@nettephila.de sowie stets aktuelles im Internet unter www. nettephila.de

Am Infostand des Vereins gleich am Eingang haben Sie die Möglichkeit, sich über die Mitgliedschaft  im Bund deutscher Philatelisten und Verein selber zu informieren. Außerdem können Sie hier Ihre Schätze kostenlos zur Begutachtung und Schätzung vorlegen. Fragen rund um die beliebten Sammelgebiete werden hier freundlich und kompetent beantwortet. In den Klassenzimmern werden wieder Teile von verschiedenen Motiv-, Spezial- und Ländersammlungen unserer Vereinsmitglieder gezeigt.

Hier nun zusammengefasst die wichtigsten Angaben zu unserem und auch zu Ihrem
„Herbst-Großtauschtag 2017“ in Nettetal-Breyell:

  • Sonntag, der 19. November 2017 (Volkstrauertag)
  • Beginn: 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr
  • Veranstaltungsort: „Städtische Gesamtschule Nettetal-Breyell“
    Navi-Angaben: 41334 Nettetal-Breyell, Von-Waldois-Straße 6
  • Freier Eintritt!
  • Keine Tischgebühren für Sammler!
  • Vergrößerung des Angebotes mit ausreichenden Tischen
    und Stühlen durch die Nutzung der bisherigen „Alten Mensa“
    mit der zusätzlichen Fläche des Erdgeschosses / Untergeschoss!
  • Die neue „Nettephila – Philatelie am linken Niederrhein“
  • „Infostand“ des Vereins mit Beantwortung Ihrer Fragen zu
    unserem Hobby, zu unserem Verein sowie mit kostenloser
    Bewertung Ihrer mitgebrachten Schätze!
  • Probe- und Leseexemplare der Fachzeitschriften „Deutsche
    Briefmarkenzeitung“
    und „Briefmarkenspiegel“ sowie
    das Magazin des Bundes Deutsche Philatelisten –
    die philatelie!
  • Antrag für eine Mitgliedschaft in unserem Verein!
  • Aktion „Briefmarkenspende“ über unser Mitglied Frau Christine
    von Ratingen für die Medikamenten-Hilfsorganisation „action medeor“!
  • Absolutes Rauchverbot im Gebäude und auf dem gesamtem Schulgelände!

Tischreservierungen und Informationen möglichst per E-Mail erbeten:
info@nettephila.de
oder über:

Herrn Bodo Weber (Schriftführer): 02163/929213
telefonisch 9.00 bis 18.00 Uhr
und

Herrn Matthias Kästner (1. Vorsitzender): 02163/888038
telefonisch ab 18.00 Uhr

Ein besonderer Beleg vom 8. Juni 1946 – Ein Artikel von Konrad Achtert

Ein Beleg aus der Nachkriegszeit vom 08.06.1946
von Duisburg – Meiderich 2 nach Dresden

Der Sammlerfreund Heinz Schöffler aus Wegberg machte mir den unten wiedergegebenen Beleg per CD zugänglich. Betrachtet man den Beleg, fällt sofort ins Auge, obwohl ein Postwertzeichen verwendet wurde, befindet sich zusätzlich noch ein Stempelabdruck „Gebühr bezahlt“ einzeilig auf dem Umschlag. Das muss zwangsläufig stutzig machen und fragen lassen, was hat das auf sich. Am 08.06.1946 betrug das Porto für einen Brief im Fernbereich   bis 20 g 24   Pfennig. Das Postwertzeichen – Amerikanische und Britische Zone   –   Amerikanischer Druck  Nr.  8  – deckte jedoch nur 15 Pfennig des Portos ab.
Bleibt die Frage, standen Postwertzeichen – Deutscher Druck zu 24 Pfennig Nr. 27 – in Duisburg – Meiderich 2 nicht zur Verfügung?   Diese   Postwertzeichen wurden mit Datum vom 19.10.1945 schon herausgegeben. Da sich diese Frage vermutlich heute nicht mehr verbindlich beantworten lassen wird, muss wohl davon ausgegangen werden, 24 Pfennig Werte standen jedenfalls nicht zur Verfügung. Warum dann nicht 2 Werte zu 12 Pfennig – Nr. 7 – verwendet wurden, ist ebenfalls nicht mehr zu klären.
Wie immer es auch gewesen sein mag, es war nur folgerichtig den fehlenden Betrag   von   9   Pfennig in bar zu erheben und dafür den Stempelabdruck „Gebühr bezahlt“ mit handschriftlich   beigefügter   Ziffer   „9“ neben dem Postwertzeichen anzubringen. Auf  diese Weise entstand ein interessanter Beleg mit einer Teil – Barfrankatur  zu  einer  Zeit  in  der  Postwertzeichen  überall hätten  vorhanden  sein  müssen.  Der Gesamteindruck   des   Beleges   lässt wohl zu, hier eine philatelistische Manipulation auszuschließen. Vermutlich   dürfte   es nicht so ganz viele Bedarfsbelege aus  der AM – Post Zeit mit Teil  – Barfrankatur geben. Heinz Schöffler besitzt damit ein kleines philatelistisches Schätzchen.

BSV Phila 1982 Kaldenkirchen
Konrad Achtert
Poststraße 13
41334 Nettetal

Großtauschtag am 15. Oktober 2017 im „Bürgerhaus“ in Nettetal-Kaldenkirchen ab 9.00 Uhr!

Herr Peter Aldenhofen, 1. Vorsitzender vom BSV Phila 1968 Kaldenkirchen e.V., und seine Mitglieder laden alle Sammler und Interessierte von Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten zum „Herbst-Großtauschtag 2017“ nach Kaldenkirchen ein. Wie schon seit Jahren findet ihre Veranstaltung im „Bürgerhaus“ von 41334 Nettetal-Kaldenkirchen, Kehrstraße 93,  statt. Schon fast familär geht es bei den Kaldenkirchnern zu! – Tischreservierungen werden gerne angenommen.

Die wichtigsten Informationen zum Großtauschtag:Freier Eintritt!

  • Beginn: 9.00 bis 14.00 Uhr!

  • Keine Tischgebühren!

  • Parkmöglichkeiten vorhanden!

  • Mit vereinseigener Cafeteria!

  • Es gilt die Tauschordnung des BDPh!

Ihr Ansprechpartner:
Peter Aldenhofen
Kindter Straße 25
41334 Nettetal / Schaag
Telefon: 02153 / 9529045 ab 18.00 Uhr
E-Mail: pwaschaag@web.de

Beachten Sie auch unsere Vorträge in unserem Vereinslokal!

12. Oktober 2017: Neue Postwertzeichen in Deutschland!

Sonderpostwertzeichen aus der Serie „Deutsche Fernsehlegenden“:
 „Das Millionenspiel“
MICHEL-Nummer 3335

Was kann und was darf das Fernsehen? Zwei Fragen, die sich seit der Erfindung des Mediums stellen. 1970 wurde in Deutschland erstmals über die Grenzen des damals noch jungen Mediums diskutiert. Anlass war der experimentelle Fernsehfilm „Das Millionenspiel“, der am 18. Oktober ausgestrahlt wurde. Die Unterhaltungssendung im Stil einer real anmutenden Spielshow hob sich deutlich vom biederen TV-Mainstream der Zeit ab. Es ging scheinbar um Leben und Tod, aber auch um Zuschauerquoten und Voyeurismus: Ein Kandidat (Jörg Pleva) muss in dem fiktiven Doku-Drama einem Killerkommando entkommen. Gelingt es ihm, erhält er eine Million D-Mark. Scheitert er, verliert er sein Leben. Dabei wird er ständig von Kamerateams verfolgt. „Das Millionenspiel“ sorgte für einen der ersten TV-Skandale der Bundesrepublik. Nach der Ausstrahlung erhielt der WDR zahlreiche Anrufe und Beschwerdebriefe. Viele Zuschauer hielten die Show, die von dem Hitparaden-Moderator Dieter Thomas Heck als „Thilo Uhlenhorst“ präsentiert wurde, für echt. Tatsächlich gingen beim „Millionenspiel“ nicht wenige davon aus, dass Menschen live im Fernsehen getötet würden. Einige Zuschauer meldeten sich nach der Ausstrahlung sogar freiwillig, um als Kandidat oder als Kopfgeldjäger an der perfiden Show teilzunehmen. Der Film basiert auf der Kurzgeschichte „The Prize of Peril“ (1960) des US-Schriftstellers Robert Sheckley. Regisseur Tom Toelle und Drehbuchautor Wolfgang Menge inszenierten ihn ganz im Stile heutiger Reality-Formate. In regelmäßigen Abständen wurde die Handlung durch Werbung unterbrochen, ein für die damalige Zeit im deutschen Fernsehen noch unüblicher Vorgang. Heute scheint „Das Millionenspiel“ längst von der Realität eingeholt. Reality-Shows begleiten Kandidaten hautnah, während diese Extremsituationen durchstehen müssen. Tabubruch gegen Geld: Auch wenn es dabei nicht um Leben und Tod geht, erinnern einige der heutigen Sendungen in ihrer Machart an „Das Millionenspiel“. Was damals undenkbar schien, ist heute Fernsehalltag.

Sonderpostwertzeichen aus der Serie „Deutschlands schönste Panoramen“:
„Badische Weinstraße/Markgräflerland“
MICHEL-Nummer 3336-3337 als Zusammendruck

Bei rund 2000 Sonnenstunden im Jahr ist es kein Wunder, dass das Markgräflerland auch als „Toskana Deutschlands“ bezeichnet wird. Der russische Schriftsteller Anton Tschechow war 1904 dort zur Kur und schrieb begeistert an seine Schwester: „Wenn du wüsstest, was hier für eine Sonne ist! Sie brennt nicht, sie liebkost!“. Tatsächlich ist das Klima ganzjährig mild und der Frühling beginnt hier oft schon drei Wochen früher als im Rest Deutschlands. Die Ausläufer des Schwarzwalds sorgen für Hanglagen, die sich in Kombination mit dem milden Klima perfekt für den Weinbau eignen. Das Markgräflerland befindet sich am südlichen Ende der Badischen Weinstraße. Kontrastreich wechseln sich sanfte Hügel und Berge mit malerischen Tälern. Dafür sind Markgräflerland und Badische Weinstraße, eines der größten und schönsten Weinbaugebiete Deutschlands, auch überregional bekannt. Die auf der Briefmarkenserie „Deutschlands schönste Panoramen“ abgebildete Landschaft unterstreicht den Liebreiz des Markgräflerlands. Vom südlichen Vorsprung des Ehrenstetter Ölbergs aus genießt der Betrachter einen wunderbaren Fernblick bis zum Staufener Burgberg, in die Rheinebene oder bis zu den Vogesen im Elsass. Kleine Siedlungen fügen sich harmonisch in das Landschaftsbild ein. Der Aussichtspunkt ist jedoch auch ein Ort des Gedenkens. Zur Erinnerung an die in den Weltkriegen Gefallenen und Vermissten wurde hier 1954 die Ölbergkapelle erbaut. Vom Rheintal bis zu den Erhebungen des Schwarzwaldes erstrecken sich weite landwirtschaftlich genutzte Felder und Weinreben. Die Weine aus dem Markgräflerland sind weltweit bekannt und werden regelmäßig prämiert. Dazu zählen die Rebsorten Riesling, Blauer Burgunder, Müller-Thurgau, Ruländer und Grauburgunder. Besonders bekannt ist die Region aber für den Gutedel, ein Weißwein, der in Deutschland fast nur hier angebaut wird. Im Markgräflerland mischen sich badische mit französischen und schweizerischen Einflüssen. Die Markgräfler halten Leib und Seele zusammen und sind gesellig.

Sonderpostwertzeichen „300. Geburtstag Johann Joachim Winckelmann“
MICHEL-Nummer 3338

Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) war einer der bekanntesten Gelehrten und angesehenster Experte der Antikenforschung seiner Zeit. Er gilt als Vater der wissenschaftlichen Archäologie, der Kunstgeschichte und als Begründer des deutschen Klassizismus. Winckelmann war zudem ein bedeutender Vertreter der Aufklärung. Er beeinflusste Generationen von Gelehrten genauso wie die ästhetische Konzeption der Weimarer Klassik. Goethe bezeichnete den Altertumsforscher für seine „Idee einer Geschichte der Kunst“ als „neuen Kolumbus“. Der in Stendal geborene Sohn eines Schuhmachers studierte in Halle und Jena und unterrichtete ab 1743 einige Jahre als Dorfschullehrer in Seehausen Griechisch, Latein, Hebräisch, Geschichte, Geographie und Logik. Über eine Bibliothekars-Stelle auf Schloss Nöthnitz bei Dresden gelang ihm 1755 mit einem Stipendium der Sprung nach Rom, wo er als Bibliothekar wirkte und sich einen exzellenten Ruf als Altertumsexperte erarbeitete. Krönung seiner Karriere war 1763 die Berufung zum Oberaufseher aller Altertümer Roms. 1764 erschien Winckelmanns Hauptwerk, die „Geschichte der Kunst des Alterthums“. Darin stellte er die Entwicklung der Kunst anhand der Abfolge ihrer Stilperioden dar und veranschaulichte dies an der griechischen Kunst. Der Klassizismus war für ihn ein zeitlos-normatives Modell. Durch seine Einführung des Stilbegriffs war es erstmals möglich, Kunst in Epochen und Perioden zu unterteilen. Johann Joachim Winckelmann war der erste Kunsthistoriker, der verschiedene Stilperioden griechischer Kunst treffend beschrieb und miteinander verglich. So eröffnete sich ein neues System der Kunstgeschichte. Seine Neuinterpretation der Antike verlieh auch der Archäologie entscheidende Impulse. Am 8. Juni 1768 wurde Winckelmann in Triest bei einem Raubüberfall in seinem Hotel unter ominösen Umständen ermordet. Eine Deutschland-Reise hatte er zuvor aufgrund einer depressiven Verstimmung abgebrochen. Sein gewaltsamer Tod löste bei vielen Gelehrten in Europa Bestürzung aus.

Sonderpostwertzeichen „50 Jahre Justitia et Pax“
MICHEL-Nummer 3339

Dass Gerechtigkeit herrsche auf der Welt, ist ein urchristliches Anliegen: „Gott hat die Erde mit allem, was sie enthält, zum Nutzen für alle Menschen und Völker bestimmt; darum müssen diese geschaffenen Güter in einem billigen Verhältnis allen zustatten kommen, dabei hat die Gerechtigkeit die Führung, Hand in Hand geht mit ihr die Liebe.“ Diesen Grundsatz aus der Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ des Zweiten Vatikanums zitierte Papst Paul VI. 1967 in seiner Sozialenzyklika „Populorum Progressio“. Es war das erste Mal, dass sich die katholische Kirche so klar zur weltwirtschaftlichen Gerechtigkeit und zum Ausgleich zwischen Nord und Süd äußerte. Am 06. Januar 1967 berief der Papst die Kommission „Justitia et Pax“ („Gerechtigkeit und Frieden“) ein. In Deutschland wurde das Konzept der Justitia et Pax am 18. Dezember 1967 im „Arbeitskreis für Entwicklungshilfe“ aufgegriffen. Die Idee, die Kirche an einem Konzept der zwischenstaatlichen Beziehungen arbeiten zu lassen, hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Josef Kardinal Frings, schon 1958/59. Später wurde der 1967 eingerichtete „Arbeitskreis für Entwicklungshilfe“ zunächst in „Katholischer Arbeitskreis für Entwicklung und Frieden“ und 1982 in „Deutsche Kommission Justitia et Pax“ umbenannt. Seit 2008 ist Bischof Dr. Stephan Ackermann Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, die von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken getragen ist. Neben der Entwicklungshilfe ist die Erhaltung beziehungsweise Herstellung von Frieden ein weiteres Arbeitsfeld von Justitia et Pax. Frieden ist die unabdingbare Voraussetzung für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und damit auch Armutsbekämpfung. Für das Wahljahr 2017 hat sich Justitia et Pax vorgenommen, in Deutschland durch sieben „Zwischenrufe“ öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen. In den kurzen Texten werden aktuelle Themen wie die Flüchtlingsproblematik, Rechtspopulismus oder auch Islamfeindlichkeit erörtert.

MESSEGANZSACHE Briefumschlag
Internationale Briefmarken-Messe, Berlin 2017

Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der hier abgebildete, sog. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt ebenfalls bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. Eine Stempelung mit Ersttagsstempeln erfolgt auch dann nicht, wenn der Erstverwendungstag der Ganzsache mit dem Erstausgabetag des nassklebenden PWz übereinstimmt. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf. Die Ganzsache ist ab dem 12.10.2017 über die NL MKV, Versandzentrum Weiden erhältlich bzw. wird den Abonnenten mit Sofort- bzw. Sammelbezug entsprechend den jeweiligen Regelungen zugesandt.

Die ersten Herbstausgaben am 7. September 2017 in Deutschland!

Am 22. September ist Herbstanfang! Der Sommer 2017 ist nun vorbei und am 7. September kommen nun rechtzeitig die neuen Postwerzeichen an unsere Postschalter: nur 4 normale nassklebende Marken: 

Sonderpostwertzeichen Tag der Briefmarke mit Fix & Foxi
MICHEL-Nummer: 3331

Die Comic-Füchse Fix & Foxi prägten ab 1953 in Deutschland gleich mehrere Generationen von Kindern und Jugendlichen. Es waren die ersten deutschen Comics, die in dieser Altersgruppe eine breite Leserschaft ansprachen. Erdacht wurde Fix & Foxi von Rolf Kauka (1917–2000), der als „deutscher Walt Disney“ bekannt werden sollte. Auch wenn er später nicht mehr selbst zeichnete, war er doch Schöpfer und „geistiger Vater“ der Comicfamilie und führte sie zu kommerziellem Erfolg. Der Fix & Foxi-Comic wurde – mit einer Unterbrechung von 1994 bis 2005 – bis 2009 herausgegeben. Über die Jahre erschien er in verschiedenen Verlagen. Die Fix & Foxi-Marke erscheint anlässlich des Tags der Briefmarke, ein Festtag der Philatelisten. Sie wird mit einem Zuschlag von 30 Cent verkauft. Diese gehen an die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte. Die beiden auf der Sondermarke abgebildeten Titelhelden sind als Zwillinge bis auf wenige Merkmale nicht voneinander zu unterscheiden. So trägt Fix eine gelbe Hose und weiße Schuhe. Zudem hat er im Gegensatz zu Foxi einen Haarschopf. Foxi trägt eine blaue Latzhose und gelbe Schuhe. Fix und Foxi treten immer als Duo auf. Sie sind beide neugierig und geraten stets in neue Abenteuer. Neben den Zwillingen ist Lupo der wichtigste Charakter. Lupo ist faul, dreist und verfressen. Trotz seiner zweifelhaften Eigenschaften ist er bei den Fans ausgesprochen beliebt. Rolf Kauka wurde 1917 in der Nähe von Leipzig geboren. Er zeichnete bereits zu Schulzeiten Cartoons und machte danach eine Lehre zum Drogeriegehilfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er 1947 den Kauka-Verlag. In den 1950er Jahren verbreiteten sich immer mehr US-amerikanische Comics in Deutschland und Kauka erkannte die Chance, eigene Hefte zu produzieren. Mit 780 Millionen verkauften Heften ist Fix & Foxi die erfolgreichste deutsche Comicreihe aller Zeiten. In der Hochphase der 1960er und 1970er Jahre erschienen die Comics in einer Auflage von bis zu 400.000 Stück pro Woche.


 

Sonderpostwertzeichen zum 250. Geburtstag August Wilhelm Schlegel
MICHEL-Nummer: 3332

Als Philologe, Übersetzer, Dichter, Kritiker und Literaturhistoriker war der „Universalpoet“ August Wilhelm Schlegel (1767–1845) einer der bedeutendsten deutschen Romantiker. Er begleitete die berühmte Madame de Staël auf ihren Reisen durch Europa, stand im steten Austausch mit den europäischen Eliten und lehrte ab 1818 als Literaturprofessor in Bonn. Mit Blick über die Grenzen Europas hinaus wurde Schlegel zum Begründer der Indologie. Gerühmt werden seine Übersetzungen romanischer Literaturen und insbesondere William Shakespeares. Seit Schlegel, so heißt es, wäre Shakespeare auch ein deutscher Bühnendichter. Geboren in Hannover als Sohn des Pfarrers Johann Adolf Schlegel ließ er sich 1796 in Jena nieder, wo er seine Frau Caroline ehelichte, die als eine Vorkämpferin der Frauenbewegung gilt. Schnell wurde das Paar zum Zentrum des Kreises der Frühromantiker. Schlegel schrieb etwa 300 Rezensionen für die „Jenaische Allgemeine Literaturzeitung“, arbeitete an Schillers „Horen“ mit und gründete mit seinem Bruder Friedrich die Zeitschrift „Athenäum“ (1798–1800), das Sprachrohr der Jenaer Frühromantik. In Berlin hielt Schlegel die Vorlesungsreihe „Über schöne Literatur und Kunst“ (1801–1804). Hier und in den berühmten Wiener Vorlesungen „Über dramatische Kunst und Literatur“ (1809–1811) legte er die Grundideen der romantischen Poetik vor. Schlegels größter Nachruhm beruht bis heute auf seinen formgetreu-metrischen Übersetzungen der Werke Shakespeares. Bereits 1797 erschienen die ersten beiden Bände von „Shakespeares dramatische Werke“ mit vier Stücken, bis 1801 in rascher Folge sechs weitere Bände. Ein letzter Band erhöhte 1810 die Zahl der übersetzten Stücke auf 17. Schlegels formwahrende wie treffsicher geniale Übersetzungspraxis öffnete den literarischen Horizont der Deutschen und veränderte die deutsche Bühne in Richtung klassisches Versdrama. Auch hat Schlegel wie kein Zweiter dazu beigetragen, dass die literarische Übersetzung als eigene Kunstform zu gelten hat.

 

Sonderpostwertzeichen 150. Geburtstag Walther Rathenau
MICHEL-Nummer: 3333

„Er war der heißeste Patriot und einer der ganz wenigen geistig schöpferischen Staatsmänner dieser Epoche!“ So wurde Walther Rathenau (1867–1922) von dem Historiker Golo Mann beschrieben. Rathenau war es, der mit dem Vertrag von Rapallo (1922) die Isolation Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg durchbrach. Der liberale Außenminister der Weimarer Republik war ein Befürworter von Ausgleich, Verhandlungen und Diplomatie in internationalen Beziehungen. Eine moderate und pragmatische Sichtweise, die ihm in den politisch radikalisierten Zeiten der Weimarer Demokratie letztlich zum Verhängnis wurde. Walther Rathenau wurde am 29. September 1867 in Berlin geboren. Er wächst als Teil der preußischen Wirtschaftselite im Großbürgertum auf. Sein Vater war der Unternehmer Emil Rathenau, Gründer des Elektrokonzerns AEG. 1899 wurde Walther Rathenau, der auch künstlerische Neigungen besaß, in den Vorstand der AEG berufen, 1904 in den Aufsichtsrat. 1912 stieg er zum Aufsichtsratsvorsitzenden der AEG auf. Nachdem Deutschland 1914 in den Ersten Weltkrieg eingetreten war, übernahm Rathenau die Leitung der preußischen Kriegsrohstoffabteilung (KRA). Er stellte sich hinter die Kriegsziele der Expansionspolitik und wurde zum „Falken“. Nach dem Krieg trat Rathenau in die Deutsche Demokratische Partei (DDP) ein. Die linksliberale Partei identifizierte sich mit der parlamentarischen Demokratie. Auf deutscher Seite unterzeichnete Rathenau, der 1922 Außenminister geworden war, am 16. April den Vertrag von Rapallo mit Sowjetrussland. Vertrag und Rathenau selbst waren in Deutschland sehr umstritten. Nationalistische Kräfte lehnten eine Annäherung an das revolutionäre Sowjetrussland ab. Zudem war Rathenau antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt. Am 24. Juni 1922 wurde Rathenau in Berlin von Mitgliedern der rechtsextremen Organisation Consul auf dem Weg ins Auswärtige Amt ermordet. Walther Rathenau erscheint heute vor allem als Politiker, der sein Handeln weniger an ideologischen als an pragmatischen Grundsätzen ausrichtete.

 

Sonderpostwertzeichen Weinanbau in Deutschland
MICHEL-Nummer: 3334

Vielfalt und Genuss, Tradition und Innovation: In Deutschland gibt es 13 Weinanbaugebiete, nur dort erlauben die Rebflächen die Herstellung von Qualitätswein. Ausschlaggebend ist die Kombination aus oft mineralischen Böden und Flusslandschaften mit sonnigem Mikroklima. Deutscher Wein, der lange unter Imageproblemen litt, ist heute sehr gefragt. Besonders der Riesling genießt internationale Anerkennung und gilt sogar als einer der besten der Welt. Junge Winzer haben es sich zur Aufgabe gemacht, im In- und Ausland die Begeisterung für den deutschen Wein zu wecken. Dafür setzen sie stärker denn je auf Qualität. Im Fokus der neuen Erzeugergeneration stehen kleinere Erträge und hochwertige Weine. Besonders die sonnigen Hänge an Rhein, Mosel, Main, Elbe, Saale und Unstrut eignen sich für den Weinbau. Rheinhessen – zwischen Alzey, Worms, Mainz und Bingen, im Norden und Osten vom großen Rheinbogen umschlossen – ist mit rund 26.000 Hektar das größte deutsche Anbaugebiet. Es folgen die Pfalz mit 23.400 Hektar und Baden mit 15.900 Hektar. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 100.000 Hektar Weinanbaufläche. Der Wein als Genussmittel ist ein altes europäisches Kulturgut. An festlicher Tafel ist der Wein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlich-kulinarischen Rituals. Auf unzähligen Weinfesten, die im Herbst in den Anbaugebieten stattfinden, lassen sich edle Tropfen aus der Region in geselliger Runde genießen. Schon vor rund 2000 Jahren wurde hierzulande Wein angebaut. Die Römer, die damals Teile Germaniens besetzt hielten, brachten das Wissen um die Herstellung von Wein aus dem vergorenen Saft der Weintrauben über die Alpen. Klöster entwickelten eine eigene Weinbaukultur. Der Wein wurde zum Volksgetränk. Dem Deutschen Weininstitut (DWI) zufolge trinkt heute im Schnitt jeder Deutsche rund 20,5 Liter Wein pro Jahr. Insgesamt werden 20,5 Millionen Hektoliter Wein und Sekt im Jahr konsumiert. Deutschland liegt gemeinsam mit Italien weltweit auf Platz drei hinter den USA und Frankreich.

Obwohl wir mit unserer Fraunemannschaft keine „Europameister 2017“ wurde, gib die Deutsche Post AG für den  Motivsammler eine Stempel-Dokumentation in diesem Erinnerungsblatt heraus! – Dies ist aber auch ein Dankeschön an alle unsere Faßball-Frauen in Deutschland!

Das Sommerloch in Deutschland wird gefüllt mit den August-Ausgaben am 10.8.2017!

Das August-Sommerloch wird angeführt mit einem 345er-Postwertzeichen in Deutschland. Wer kann eine einfache Portostufe als Einzelfrankatur oder gar einer portogerechten Mehrfachfrankatur auf Anhieb nennen? Da hilft nur das Surfen im Intnernet und dort findet der Surfer die Lösung bei der Deutschen Post AG – im Zusammenhang mit dem Wort „Umsatzsteuer“:

Informationen zur Umsatzsteuer

Warum erhebt die Deutsche Post seit dem 01.09.2016
für den Postzustellungsauftrag die Umsatzsteuer?

Die DPAG geht davon aus, dass die Leistungen, die sie als bundesweit tätiger postalischer Universaldienstleister im Rahmen der förmlichen Zustellung (Postzustellungsauftrag) erbringt, von der Mehrwertsteuer befreit sind.

Nachdem diese Position früher durch die Rechtsprechung eher bestätigt wurde, haben einige Gerichte in letzter Zeit eine andere Auffassung vertreten. Vor diesem Hintergrund wird es für die DPAG zunehmend schwieriger ihre Rechtsauffassung – die sie weiterhin für richtig hält – in der steuerlichen Praxis durchzusetzen. Nach langen Überlegungen hat sich die DPAG daher entschieden, zum 01.09.2016 die Umsatzsteuer für den Postzustellungsauftrag einzuführen.

„Für die Frankierung von Postzustellungsaufträgen stehen seit dem 01.09.2016 sechs verschiedene Frankierarten zur Verfügung. Neben der bekannten DV-Freimachung, der Absenderfreistempelung/FRANKIT, dem Postwertzeichen, dem Frankierservice und der Internetmarke bieten wir zusätzlich eine Produktmarke für Postzustellungsaufträge an.“

Bitte beachten Sie die damit verbundenen Änderungen:

DV-Freimachung

Keine Änderung gegenüber dem bisherigen Einlieferungsprozess.

Absenderfreistempelung/
FRANKIT, Postwertzeichen
und Frankierservice

Einlieferung nur in Verbindung mit ausgefüllter Einlieferungsliste in einer Filiale oder einer Großannahmestelle der Deutschen Post.

Internetmarke,
Produktmarke Postzustellungsauftrag

Die beiden Frankierarten stehen nur für ein Entgelt in Höhe von 3,45 €/Stück zur Verfügung (zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer).
Keine Einlieferungsliste erforderlich, da beim Kauf die zu zahlende Umsatzsteuer bereits in Rechnung gestellt wird.

Postwertzeichen Dauerserie Blumen
Motiv: „Vergissmeinnicht“ zu 345 Cent
MICHEL-Nummer: 3324

Schon der Name ist ein emotionaler Appell: Vergissmeinnicht. Die beliebte Wild- und Gartenpflanze der Gattung Myosotis verzaubert den Betrachter nicht nur mit ihren himmelblauen, zierlichen Blüten. Als Symbol der Liebenden, des Abschieds und der Sehnsucht nach Liebestreue ist das Vergissmeinnicht auch seit Jahrhunderten Gegenstand unzähliger Legenden, Gedichte und Lieder. Und das nicht nur in unseren Gefilden, denn der Frühblüher ist fast über die ganze Erde verbreitet. Erstaunlicherweise ist auch der Name der meist blauen Blume in vielen Sprachen identisch. So wird die Blume in England „forget-me-not“ und in Frankreich „m’oubliez pas“ genannt. Selbst in China spielt der Name auf das Vergessen an – „wu wang cao“ heißt so viel wie „Nicht-Vergessen-Kraut“. Es gibt mehr als 50 Arten von Vergissmeinnicht, darunter etwa das Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris), das Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis) und das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). Auch weiß oder rosafarben blühende Sorten sind zu finden. In kultivierter Form eignen sie sich gut für Blumenbeete, Wegkanten und Rabatten. Die Pflanzen wachsen buschig und werden nicht höher als etwa dreißig Zentimeter. Myosotis gehört zur Familie der Raublattgewächse und liebt Halbschatten und feuchten Boden. Die Blütezeit der Blumen beginnt im März und dauert bis in den Mai. Die Botaniker der Antike haben der Pflanze den Namen „Myosotis“ (griech.: „Mausohr“) verliehen – aufgrund ihrer speziellen Blütenform. Im deutschsprachigen Raum ist der Name Vergissmeinnicht erst seit dem 15. Jahrhundert bezeugt. Das Vergissmeinnicht ist nicht zuletzt wegen seines bedeutungsvollen Namens populär, um dessen Verleihung sich viele Legenden gebildet haben. Sie beziehen sich meist auf die Themen Liebe, Freundschaft und Erinnerung. So schmückt ein getrocknetes Vergissmeinnicht auch häufig Poesiealben, versehen mit dem Sinnspruch: „Rosen, Tulpen, Nelken, / alle Blumen welken; / nur die eine nicht: / die heißt Vergissmeinnicht.“

Für den Rollenmarken-Sammler bereits Mitte 2017 „Alltag“ (siehe die über dieser Zeile abgebildete 345er mit Rand-EAN-Codierung)! Aber neu und keine Überraschung für den Zehnerbogensammler: Bisherige Motive ohne EAN-Codierungen erscheinen nun als Neuauflage / Nachauflage MIT EAN-Codierungen für die Dauerserie Blumen. Als Abbildungen folgen (vor der Ankündigung der Deutschen Post AG) nochmals die Zehnerbogen der „bisherigen“ Auflage der Blumen-Ausgaben „Federnelke und „Goldmohn“. Diese Zehnerbogen sind noch ohne EAN-Codierungen in der Versandstelle in Weiden erhältlich. Schnell noch als Parallel-Stück kaufen und zu Ihre Sammlung stecken. Album dann zuschlagen. Album in Ihren Panzerschrank stellen. Panzerschrank fest verschließen.

Sonderpostwertzeichen 400 Jahre Fruchtbringende Gesellschaft
MICHEL-Nummer: 3328

Nach dem Vorbild italienischer Renaissance-Akademien gründeten fünf anhaltinische und sachsen-weimarische Fürsten und drei ihrer Hofleute 1617 mit der „Fruchtbringenden Gesellschaft“ in Weimar die erste und mit 890 Mitgliedern größte deutsche Sprachakademie. Den Mitgliedern sollte „obliegen, unsere hochgeehrte Muttersprache in ihrem gründlichen Wesen und rechten Verstande, ohne Einmischung fremder, ausländischer Flickwörter, sowohl im Reden, Schreiben, Gedichten aufs allerzierlichste und deutlichste zu erhalten und auszuüben…“. Als ein Zentrum des literarischen Lebens förderte die Fruchtbringende Gesellschaft die Emanzipation des Deutschen als Literatursprache und regte zur Gründung gelehrter Akademien an. Zudem ebnete der Palmenorden, wie die Gesellschaft auch genannt wurde, durch seine prinzipielle ständische Offenheit der bürgerlichen Literatur den Weg. Durch penible „Spracharbeit“ sollte der Beweis geführt werden, dass das Deutsche genauso viel leisten kann wie die übrigen Sprachen in Europa. Der Mitgründer Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen, erstes Oberhaupt der Gesellschaft von 1617 bis 1650, berief sich ausdrücklich darauf, dass kein Gedanke an eine Sprache gebunden und dass alles in jeder Volkssprache auszudrücken sei, wenn diese nur kultiviert werde. Das Streben nach einer nationalen Sprache sowie der Vereinheitlichung in Orthografie und Grammatik schlug sich direkt in der Barockliteratur und -poesie nieder. Gelegentlich wurde der insgesamt verdienstvollen Tätigkeit der Gesellschaft aber auch allzu großer Eifer und „Purismus“ vorgeworfen, insbesondere wenn es darum ging, aus der Sprache alle fremden Einflüsse auszumerzen und durch deutsche Begriffe zu ersetzen. So schlug der Dichter und Schriftsteller Philipp von Zesen vor, das aus dem Lateinischen stammende Lehnwort „Fenster“ durch „Tagleuchter“ zu ersetzen und das Wort „Fieber“ durch „Zittersucht“. Die menschliche Nase sollte „Gesichtserker“ heißen. Er stieß damit auf Ablehnung nicht nur bei seinen Zeitgenossen.

Sie vermissen die Rollenmarken im „August-Programm“ unserer  Deutschen Post AG? In der nachfolgenden Übersicht gibt es eine kleine Überraschung: die Blumen-Ausgabe „Federnelke“ vom 1. März 2017 als 500er-Rolle gibt es ab dem 10. August 2017 nun auch als 200er-Rolle (die sogenannte Kleinrolle). Beide Rollen unterscheiden sich durch unterschiedliche Nummern im Codierfeld! Somit ist eine genaue Zuordnung zur Rollenmarken-Größe gegegben. Auch eine Sondermarke „Neuenburg vorm Wald“ nun als Rollenmarken-Kleinrolle zu 200er-Stück – natürlich mit Codierfeld!

Sonderpostwertzeichen 50 Jahre Farbfernsehen in Deutschland
MICHEL-Nummer: 3329

Willy Brandt ist als Regierender Bürgermeister von West-Berlin, die Ostpolitik und seine als Reformära wahrgenommene Kanzlerschaft (1969–1974) bekannt. Aber auch ein Durchbruch in der Fernsehtechnik verbindet sich mit seinem Namen: Als Vizekanzler läutete der Sozialdemokrat am 25. August 1967 um 10.57 Uhr die Ära des Farbfernsehens in Deutschland ein, indem er auf der 25. Funkausstellung in Berlin einen faustgroßen, roten Knopf drückte und das Fernsehbild von Schwarzweiß auf Farbe umsprang. Damit war die Bundesrepublik Deutschland zwar Vorreiter in Europa, allerdings nicht weltweit: In den USA, Kanada und Japan konnte schon seit den 1950er Jahren in Farbe ferngesehen werden. Das erste Farbbild im Deutschen Fernsehen war ein Diapositiv der Funkausstellung, in dessen kreisrundem Mittenausschnitt der Daumen Brandts auf dem Knopf zu sehen war. Die nächste Kameraeinstellung in Farbe zeigte die Prominenz der Eröffnungsfeier, darunter den Erfinder des Farbfernsehsystems PAL (Phase-Alternation-Line), den Telefunken-Ingenieur Walter Bruch. Nachdem die „Aahs“ und „Oohs“ der Zuschauer auf der Funkausstellung verklungen sind, zeigen ARD und ZDF gemeinsam ab 14.30 Uhr als Farbtestsendung den französischen Spielfilm „Cartouche, der Bandit“. Die erste farbige Live-Sendung war dem Abend vorbehalten, Showmaster Vico Torriani präsentierte ab 20 Uhr die 25. Folge der ZDF-Unterhaltungsshow „Der Goldene Schuss“. Zum Zeitpunkt der Einführung des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland gab es hierzulande erst rund 5800 Farbfernsehgeräte. Der Durchbruch in den Käuferzahlen erfolgte mit den Olympischen Spielen in München 1972 und der Fußball-WM 1974 in Deutschland. Der Anschaffungspreis war mit ab etwa 2000 DM relativ teuer, dennoch wurden bereits Anfang der 1970er pro Jahr bis zu 1,4 Millionen Farbfernsehgeräte verkauft. An dem TV-Boom wurde auch Kritik laut: Die attraktiven, farbigen Bilder auf der Mattscheibe seien für eine um zwei bis drei Stunden verkürzte Nachtruhe verantwortlich.


Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag „Für die Jugend“
zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V.

Motive der Augsburger Puppenkiste:

Urmel aus dem Eis zu 70 Cent (3325)

Kleiner König Kalle Wirsch zu 85 Cent (3326)

Kater Mikesch 145 Cent (3327)


Es ist ein Erinnerungsschatz aus vordigitaler Zeit: An Fäden hängende Holzpuppen, virtuoses Marionettenspiel mit markanten Sprechstimmen, flotte Inszenierungen mit Witz und Gesang sowie Requisiten, die auf Improvisationsfreude schließen lassen – etwa blaue Plastikfolien als wogende See. Die 1948 von Walter Oehmichen gegründete Augsburger Puppenkiste hat Generationen von Kindern bis ins Erwachsenenalter begleitet und begeistert. Einen gewaltigen Popularitätsschub erlebte die Marionettenbühne noch, als 1953 das noch junge Medium Fernsehen einstieg und regelmäßig ihre Aufführungen ausstrahlte. Die Augsburger Puppenkiste inszenierte in den folgenden Jahren mit seinem ständig wachsenden Ensemble unzählige Märchen und Kinderbücher und erweckte mit der Kunst des Marionettenspiels einzigartige Charaktere zum Leben. Dabei sind damals wie heute alle Puppen in der hauseigenen Werkstatt aus Lindenholz selbstgeschnitzt. So entstanden auch die Figuren zu „Urmel aus dem Eis“ (1969), „Kleiner König Kalle Wirsch“ (1970) und „Kater Mikesch“ (1964/1985).



Markenheftchen nassklebend zum Thema
„500 Jahre Reformation – Martin Luther“


MARKENBOX Thema: „Design in Deutschland“
mit 100 selbstklebenden Sonderpostwertzeichen aus der Serie
„Design in Deutschland“ 2016 mit dem Motiv „Lifestyle“
MICHEL-Nummer: 3330

100 selbstklebende Sonderpostwertzeichen zu 145 Cent, Motiv „Hans Theo Baumann – Glasgefäße“ aus der Serie „Design aus Deutschland: Lifestyle“, auf einem Trägerstreifen (rückseitig in Fünferschritten nummeriert). Die Dokumentation des Erstverkaufstages erfolgt durch die Stempelung mit dem Erstverwendungsstempel Bonn bei den Sonderstempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Post-Tower, Charles-de-Gaulle-Str. 20, 53113 Bonn auf. Die für nassklebende Postwertzeichen geltenden Ersttagsstempel sind nicht für die selbstklebenden Marken aus dieser Box bestimmt. Verkauf der Markenbox ab 10.08.2017 durch das Versandzentrum Weiden, sowie in Postfilialen und –agenturen. Über das Versandzentrum in Weiden ist auch die Abgabe als Fünferstreifen möglich. Als Einzelmarke – auf unnummerierter Trägerfolie – ist diese selbstklebende Ausgabe im Abonnement ebenfalls über das Versandzentrum in Weiden erhältlich.

… Dies war es mit dem „August-Sommerloch“ in der Philatelie in Deutschland!! – Achtung! Nein, Sorry, Nein! Es folgt noch das I-Tüpfelchen im „Angebot“:

Prio Sendungen bei den Stempelstellen Weiden und Berlin

In der Post-Info „Stempel & Philatelie – Philatelie vor Ort“ Ausgabe 14 –2017 auf Seite 19 kann jede Sammlerin und jeder Sammler folgendes „Angebot“ der Stempelstellen in Weiden und Berlin nutzen (oder auch nicht):

„Für einen Aufschlag von 0,90 Euro zum normalen Porto können Standardbriefe, Kompaktbriefe und Postkarten mit dem Prio-Service versehen werden. „Prio“ bedeutet eine bevorzugte Behandlung der Sendung. Die Laufzeitmessung bei Prio Sendungen beginnt mit dem Einscannen bei den Stempelstellen und endet im Ziel-Briefzentrum. Dieser Dienst wird ab sofort bei den Stempelstellen in Weiden und Berlin auch für Sammlersendungen angeboten. Alle Stempelaufträge werden wie zuvor in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet und gestempelt. Sendungen mit dem Wunsch „Prio“ werden mit dem „H-Aufkleber“ versehen und eingescannt. Auf Wunsch wird dem Absender auch der Einlieferungsbeleg zugesandt.“

Die Laufzeitmessung endet (bereits) am „Ziel-Briefzentrum“? Warum nicht bei der Aushändung beim Kunden / Einwurf im Briefkasten? Muss hier ein Kommentar, eine Interpretation, folgen? Steht das „H“ auch für „Ha, Ha, Hahhh“?  Die Aktienbesitzer der Deutschen Post AG freuen sich! – Meinungsfreiheit und Pressefreiheit beruhen auch auf Vernunft, auf Wissen und dem Kampf gegen Intoleranz: deshalb hier die Verlinkung zur Deutschen Post AG „Häufigste Fragen zu PRIO„!

Die Juli-Ausgaben in Deutschland kommen erst am 13.7.17!

Fast in der Monatsmitte, am 13. Juli 2017, erscheinen die neuen Postwertzeichen und ein Umschlag. Leider kein neues Folienblatt, aber dafür zwei Neuauflagen von Rollenmarken der Dauerserie „Blumen“ – nun mit dem populären und attraktiven EAN-Code! Ob dabei die 200er-Rolle der Blumenausgabe „Goldmohn“ vom 9. November 2006 – nach über 10 Jahren – auch noch die selbe Druckqualität (Rastertype) hat? Die Rollenmarken-Experten meinen: Ein Vergleich lohnt sich bestimmt!

Sonderpostwertzeichen: 200 Jahre Fahrrad – 1817 Karl Drais
MICHEL-Nummer: 3320

Am 12. Juni 1817 fuhr Karl Freiherr von Drais (1785 – 1851) das erste Mal auf seiner hölzernen Laufmaschine durch Mannheim. Es war ein ungewöhnliches Bild: Durch kräftiges und gleichmäßiges Abstoßen der Füße bewegte und balancierte der Erfinder und Oberforstrat das „Ur-Fahrrad“ am Schloss vorbei und die gepflasterte Chaussee entlang. Was da so scheinbar unspektakulär vor nunmehr 200 Jahren Richtung Schwetzingen und zurück rollte, liefert bis heute Antworten auf aktuelle Herausforderungen: Es ist energieeffizient und emissionsfrei, es wirkt dem Verkehrsinfarkt entgegen und fördert die Gesundheit. Im 20. Jahrhundert machte das Fahrrad als Sport-, Fitness- und Freizeitgerät Karriere – vom Rennrad übers Mountainbike bis hin zum Pedelec mit zuschaltbarer Motorunterstützung. Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn wurde als Sohn eines badischen Hofrichters in Karlsruhe geboren. Er absolvierte eine Ausbildung im Forstdienst und schrieb sich für Mathematik, Physik und Baukunst an der Universität Heidelberg ein. 1810 stellte ihn sein Pate, Großherzog Karl Friedrich von Baden, bei vollen Bezügen vom Dienst als Forstwirt frei, damit er seiner Tätigkeit als Erfinder nachgehen konnte. Während der badischen Revolution von 1849 legte er seinen Adelstitel nieder und wollte nur noch Bürger Karl Drais genannt werden. Nach der Niederschlagung des Aufstands wurde ihm seine Pension entzogen, so dass er 1851 verarmt in Karlsruhe starb. Bis heute gilt Drais als Erfinder des weltweit erfolgreichsten Fortbewegungsmittels. Selbst im „Autoland“ Deutschland stehen 45,1 Millionen Pkw geschätzt 81 Millionen Fahrräder gegenüber. Die Drais-Städte Mannheim und Karlsruhe feiern den 200. Geburtstag des Pioniers mit einem mehrmonatigen Festprogramm. Mannheim zelebriert das Jubiläumsjahr unter der Dachmarke „Monnem Bike – wo alles begann“. Unter dem Motto „Ganz schön Drais“ lädt Karlsruhe zu verschiedenen Aktionen ein, deren Schwerpunkt das Festwochenende „RADiale“ vom 25. bis 28. Mai 2017 ist.


Sonderpostwertzeichen: 150 Jahre Norddeutscher Bund
MICHEL-Nummer: 3321

Der preußische Ministerpräsident und spätere Reichsgründer Otto von Bismarck führte maßgeblich Regie: Mit der Gründung des Norddeutschen Bundes, dessen Verfassung im Juli 1867 in Kraft trat, entstand erstmals ein föderalistischer Bundesstaat unter preußischer Führung. Zuvor war Österreich – nach seiner militärischen Niederlage 1866 – aus der Gestaltung der deutschen Politik ausgeschieden. Bismarck legte den Norddeutschen Bund als Provisorium an, da die abwartende Haltung der süddeutschen Staaten, aber auch der Widerstand Frankreichs zunächst noch den Weg zu einem deutschen Nationalstaat versperrte. Insofern ist der Norddeutsche Bund eine wichtige Zwischenstufe zur Reichsgründung 1871. Nach dem Sieg Preußens im Deutschen Krieg 1866 musste Österreich die Neuordnung der Verhältnisse in Deutschland hinnehmen. An die Stelle des 1815 gegründeten Deutschen Bundes, in dem Österreich in beständiger Rivalität zu Preußen Hegemonialmacht gewesen war, trat der Norddeutsche Bund. Damit war der Weg frei für die Neugestaltung Deutschlands. Der Norddeutsche Bund umfasste die 22 nördlich der Mainlinie liegenden deutschen Mittel- und Kleinstaaten sowie die Freien Städte Hamburg, Bremen und Lübeck mit insgesamt etwa 30 Millionen Einwohnern. Bismarck baute hinsichtlich des Beitritts der süddeutschen Länder auf die Anziehungskraft der liberalen Bundesverfassung. Sie gestand den Vertretern der Einzelstaaten im Bundesrat gewisse politische Gestaltungsmöglichkeiten zu, etwa bei der Gesetzgebung. Damit gelang es Bismarck, die öffentliche Meinung in Deutschland für eine nationale Vereinigung zu gewinnen, auch wenn sie von oben verordnet war und unter preußischer Führung vonstatten ging. Hatten die Liberalen als prägende politische Kraft den konservativen Ministerpräsidenten bislang scharf bekämpft, so machten sie nun angesichts der Fortschritte bei der nationalen Einigung ihren Frieden mit Bismarck – eine nicht unerhebliche Voraussetzung für die Reichsgründung 1871.



Sonderpostwerzeichen Mikrowelten:
Menschliches Haar
MICHEL-Nummer: 3322

Im Grenzbereich zwischen Wissenschaftsfotografie und künstlerischer Visualisierung bewegt sich seit vielen Jahren Prof. Manfred P. Kage, der Pionier der Mikrofotografie. Ende der 1960er Jahre prägte er für sein Metier den Begriff „Science Art“. Zwar kennen wir alle das menschliche Haar durch eigene Anschauung, aber in 250facher Vergrößerung erscheint es in ganz neuem Licht. Beim allseits bekannten Vitamin C, das als Mikrofotografie durch ungewöhnliche Farbenspiele fasziniert, liegt der Überraschungseffekt für den Laien vielleicht eher darin, dass es überhaupt konkret sichtbar gemacht werden kann. Die „Serie Mikrowelten“ lotet den ästhetischen Reiz mikroskopisch kleiner Strukturen aus. Die äußere Schicht des Haares bildet eine Schuppenschicht (Kuticula) aus tannenzapfenförmigen, flachen Hornzellen. Die Kuticula umhüllt die Cortex (Rinde), die rund 80 Prozent des Haaranteils ausmacht. Aber wie dick ist es denn nun, das menschliche Haar? Die Frage lässt sich gar nicht so leicht beantworten, da die Haardicke genetisch bedingt ist und nach Herkunft variiert. Ein europides Haar ist 0,05 bis 0,07 Millimeter dick, dunkles asiatisches Haar im Vergleich dazu deutlich dicker. Der Durchschnitt in Asien liegt zwischen 0,08 und 0,12 Millimeter.

Sonderpostwerzeichen Mikrowelten:
Vitamin C
MICHEL-Nummer: 3323

Vitamin C ist der „Promi“ unter den Vitaminen. Seine Wirkkraft entfaltet es etwa zur Unterstützung des Immunsystems – als Vorbeugung etwa gegen Erkältungen – und im Kampf gegen die sogenannten freien Radikalen, die auch mit der Entstehung von Krebs in Zusammenhang gebracht werden. Ascorbinsäure, wie Vitamin C auch genannt wird, leistet einen wichtigen Beitrag zum Zellschutz. Der Körper kann Ascorbinsäure nicht selbst herstellen, weshalb sie über die Nahrung aufgenommen werden muss. Vitamin C steckt vor allem in Zitrusfrüchten, Obst und frischem Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 110 Milligramm Vitamin C für Männer und 95 Milligramm für Frauen. Zur Deckung des Tagesbedarfs reichen schon zwei Orangen.

Rollenmarken der Dauerserie „Blumen“:

Zwei bundesdeutsche Frankaturwerte: der Goldmohn“ zu 200 Cent (MICHEL-Nummer 2568) und die „Alpendistel“ zu 250 Cent (MICHEL-Nummer 3199) nun als 200er-Rolle je mit EAN-Code. – Ein kostspieliges Hobby für den Rollenmarken-Komplett-Sammer, denn der Postpreis beträgt 400,- und 500,- Euro für jede vollständige Rolle!

GEDENKGANZSACHE / Briefumschlag:
60. Jahrestag Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Das Motiv des Zudrucks zeigt die „Große Preismedaille für Kunst“ aus dem Jahre 1842, auf der der Sonnengott Helios im Sonnenwagen wie auf einem Thron über dem 1830 eröffneten Alten Museum dargestellt ist. Karl Friedrich Schinkels Altes Museum im Zentrum Berlins, heute unter dem Dach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, beherbergt auch das Münzkabinett, in dem die abgebildete Medaille zu finden ist. Als Vignette ist eine grafische Umsetzung des gekrönten Königlich-Preußischen Adlers dem Text der Gedenkganzsache beigeordnet. Das Versandzentrum Weiden bietet dieses Produkt auch in gestempelter Form an; verwendet wird hierzu jedoch ausschließlich der o.a. „Erstverwendungsstempel Bonn“. Die Stempelung mit diesem Stempel erfolgt bei den Stempelstellen Weiden und Berlin. In Bonn liegt dieser Erstverwendungsstempel für unmittelbare Stempelwünsche in der Filiale am Posttower, Charles-de-Gaulle Str. 20, 53113 Bonn auf. Die Ganzsache ist ab dem 13.07.2017 über das Versandzentrum Weiden erhältlich bzw. wird den Abonnenten mit Sofort- bzw. Sammelbezug entsprechend den jeweiligen Regelungen zugesandt.

Eine Spenden-Urkunde von „action medeor“ an unseren Verein!

„action medeor“ hilft bedürftigen Menschen in Entwicklungsländern, eine bessere medizinische Versorgung zu erlangen. Täglich verlassen Hunderte von Paketen mit Basismedikamenten und medizinischem Equipment das Hilfswerk und gelangen in kurzer Zeit zu den medeor-Partnern (weltweite Medikamenten-Hilfe). Zusätzlich werden Gesundheitsprojekte durchgeführt, die über einen längeren Zeitraum sehr intensiv gefördert und betreut werden.Wir, die Mitglieder des Vereins der Briefmarkenfreunde Nettetal e.V. unterstützen schon seit Jahren das Engagement unseres Mitgliedes, Frau Christine van Ratingen, in ihrer ehrenamtlichen Arbeit bei der Hilfsorganisation „action medeor“. Durch den Verkauf gespendeter Briefmarken konnten 800,- Euro an die Zentrale in Tönisvorst überwiesen werden. Als Dank und Anerkennung unser gemeinsamen Arbeit erhielten wir eine „Spenden-Urkunde“.

Frau Christine van Ratingen:
Helfen Sie uns auch weiterhin und spenden Sie Briefmarken für unsere Aktion „Gesundheit für alle Menschen“. Wir, die freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer bei „action medeor“, verkaufen Ihre Briefmarkenspende und der gesamte Erlös kommt den Hilfsprojekten unserer Organisation zugute! Ihre Briefmarkenspende senden Sie bitte an Frau Christine van Ratingen, Josef-Steinbüchel-Straße 50, 41749 Viersen oder geben Sie diese auf den Tauschtagen und den „Niederrhein-Großtauschtagen“ des Vereins „Briefmarkenfreude  Nettetal e.V.“ an die Vorstandsmitglieder, die mir diese dann an mich weiterleiten.

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